Gesammelte schriften, Band 12

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Häufige Begriffe und Wortgruppen

Beliebte Passagen

Seite 35 - Wer Weiber liebt, der wird zum Narren; Die Sänger haben ihren Sparren; Und gar der Wein, wie allbekannt, Bringt seine Leute vom Verstand. Drum, du guter Doktor Luther, Es treib es einer, wie er woll, Wir bleiben samt und sonders toll.
Seite 62 - Ich mein', ich hatt' einmal zwei liebe Kinder: Ob dies nicht bloß ein Traum sei, weiß ich nicht. Ein Weib verstieß ich, ob zu Haß die Liebe, Ob Haß zu Liebe wurde, weiß ich nicht. Sie sagen, Bücher hätt' ich einst geschrieben: Ob's Wahrheit oder Spott ist, weiß ich nicht. Ungläubig, hör' ich, nennen mich die Leute: Ob ich nicht eher fromm sei, weiß ich nicht.
Seite 84 - Welt so klu" wie du. AUS DEM GRABE. (MÄRKLIN.) Indessen du voll Kummer In deinem Bett gewacht, Lag ich in sanftem Schlummer Im Grab die erste Nacht. Um mich, du mein Gefährte. Gräme dich nicht zu sehr; O glaube mir: die Erde Ist keinem Guten schwer. Des Tages banger Schwüle, Des Streites Lärm entrückt, Ach, wie mich hier die Kühle, Die Stille mich beglückt. Es steigt fortan mein Wollen In Bäumen schlank empor; In Blumen, düftevollen, Bricht mein Gefühl hervor; Und sprosst vom Grabesboden...
Seite 224 - Heute heißt's: verglimmen, Wie ein Licht verglimmt, In die Luft verschwimmen. Wie ein Ton verschwimmt. Möge schwach wie immer, Aber hell und rein, Dieser letzte Schimmer, Dieser Ton nur sein.
Seite 73 - Linde. O Lindenduft, o Lindenbaum, Ihr mahnt mich wie ein Kindheitstraum, Wo ich euch immer finde. Die Linden lieb' ich überaus; Es stand ja meines Vaters Haus Im Schatten einer Linde.
Seite 143 - ... werden. Im Sinne eines hübschen Gedichts von David Strauß, das er selbst gern im Munde führt, würde das ja als Glück zu rechnen sein; der Geisteskämpfer wird dort glücklich gepriesen, solange er Dinge schreibe, daß „selbst der Freund, der Aamerad" ihm „schaudernd aus dem Wege geht"; doch „wenn man endlich Ruh...
Seite 160 - Das Publikum ist eine Kuh, Die grast und grast nur immer zu; Kommt eine Blum ihr vor die Nas, Die nimmt sie mit und fragt nicht: was? Ist ihr wie andres Futter auch, Beschäftigt das Maul und füllt den Bauch.
Seite 143 - Dass selbst der Freund, der Kamerad Dir schaudernd aus dem Wege geht: Dann hoch das Haupt und hoch den Sinn! Dann lache der gelehrten Herrn! Denn über alle hoch dahin Geht leuchtend deines Geistes Stern. Doch wenn sich's wendet, wenn's nun heisst: Man that dem Mann zu viel der Schmach! Dann eingezogen! es beweist: Nun kommen dir auch Andre nach. Und wenn man endlich Ruh...
Seite 18 - Thronen nah. Nun sah ich als Alice dich zuletzt, Und so Hab ich sie niemals noch gefunden, So Grazie ganz und Süße! schwur ich jetzt. Doch, o des Wechsels, — nie so süß empfunden! Schon morgen wird — ich kann es prophezeihn, Romeo mir das Höchste wieder sein.
Seite 18 - Wo Lieb' und Leid, Lust und Verzweiflung stritten, Nein! Höh'res gibt es nimmer! schwur ich da. Doch schnell ward aus dem Nein entzücktes Ja, Als du mit Tönen, die das Herz durchschnitten, Die Treue sangest, die so viel gelitten, Das ist ihr Höchstes! rief ich, Thronen nah.

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