Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung, Band 8

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Gebr. Mann, 1883
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Beliebte Passagen

Seite 362 - Hess und diese als Anathem in einem vielbesuchten Heiligthum aufstellte. So hatte der Astronom Oinopides aus Chios eine Bronzeplatte, auf welcher der von ihm berechnete Schaltkreis eingegraben war, in Olympia geweiht (Aelian VH X 7), und wenn von Meton berichtet wird, er habe den neunzehnjährigen Kalender in Athen ausgestellt (tyOrpt, Diodor ХП 36 , vgl. Aelian aa O.), so hat in der Primärquelle gewiss gestanden, dass er ihn geweiht habe (aviOrjxe), natürlich der Stadtgöttin.
Seite 99 - ... Idealität nicht sowohl zu einer Veredelung als zu einer Verallgemeinerung der Formen, während der andere umgekehrt vielmehr den individuellen Charakter in den Formen aufsuchte. Neben dieser Verschiedenheit möchte dagegen wieder die Übereinstimmung besonders zu betonen sein, welche in dem Verhältnis der Bildung des Mundes zu der Behandlung des Auges hervortritt. Ich hatte nach einigen allgemeinen Erörterungen über dasselbe im besonderen von dem Kopf der Mittelfigur des Westgiebels bemerkt:...
Seite 99 - Wirklichkeit erzielt" ist, während es dem Auge an denjenigen Nuancirungen des Ausdrucks fehlt, "die nicht durch eine oberflächliche Nachbildung der Natur, sondern durch eine scheinbare Abweichung von derselben und eine auf den Ausdruck berechnete Umbildung oder Stylisirung des Auges erreicht werden.
Seite 76 - Ravenna Geographer probably implies that it was on the Roman road: Pliny (V 42) mentions that Neapolis was in the Roman province of Galatia. It may therefore be regarded as certain that between 19 A. D., the latest date mentioned by Strabo, and 75 AD, about which time Pliny wrote the Historia Naturalis, the name Neapolis displaced the name Anaboura. Either a new name was given to the old town, or a new town was built near the old one in a more suitable situation. The distance from Antioch to Neapolis...
Seite 362 - Gebrauch verfasst, hat den Wunsch, sie eingeführt zu sehen; um diesen Zweck zu erreichen, muss er sie dem Publicum bekannt machen. Dies kann auf verschiedene Weise geschehen; für einen Griechen der classischen Zeit war der durch Sitte und Glaube gewiesene Weg der, dass er sein Werk auf einer Platte eingraben Hess und diese als Anathem in einem vielbesuchten Heiligthum aufstellte.
Seite 88 - Auch hier geht der Künstler weniger von der Abstraction des strengen Reliefstyls aus, als von der Darstellung der Figur auf der Fläche. Trotz der Profilstellung des Kopfes und der Beine erscheint der Körper fast in der Vorderansicht, in breiten, möglichst unverkürzten Flächen. In der Ausführung aber begegnen wir wiederum dem Mangel schulmässiger Durchbildung und plastischer Durcharbeitung der Form. Die Beine sind offenbar zu kurz und zu schwer gerathen...
Seite 83 - Fusse etwas zu kurz, an der anderen zu lang gerathen sein. Nicht günstiger lässt sich über die Gewandung urlheilen. Wo dieselbe, w:ie an der weiblichen Gestalt, im Wesentlichen noch einen archaischen Charakter trägt, kann es natürlich nicht auffallen, wenn die Falten noch nicht in die richtige Beziehung zu den Formen des Körpers gebracht sind. Aber während anderwärts auch innerhalb der Grenzen des Archaismus sich an den Rändern der sorgfältig gefalteten Gewänder ein gewisser Sinn für...
Seite 88 - Durchbildung und plastischer Durcharbeitung der Form. Die Beine sind offenbar zu kurz und zu schwer gerathen, und dieser Eindruck wird noch dadurch verstärkt, dass überhaupt die einzelnen Formen ohne Schärfe und Präcision in der Zeichnung und in weicher, flacher und oberflächlicher Modellirung wiedergegeben sind. Fast nachlässig muss die Behandlung der Chlamys genannt werden, und nicht einmal in der äussern Umrahmung des Ganzen ist Regelmässigkeit erstrebt. Und doch entbehrt wiederum dieses...
Seite 88 - Ganze des Reizes nicht. Wie in der Stellung und Haltung der Gestalt ungezwungene Freiheit herrscht, so erscheint auch die ganze Arbeit mühe- und anspruchslos und lässt uns eben dadurch strengere Ansprüche an die Durchbildung des Einzelnen vergessen und an der Gesammtwirkung unser Genüge finden.
Seite 89 - Deutlichkeit zu Tage tritt. Gerade durch die Verstümmelung verräth sich der Mangel inneren Verständnisses in der handgreiflichsten Weise. Von dem Bau des Knochengerüstes, das für statuarische Behandlung noch weit mehr als für ein Relief die Grundlage bilden muss, hat der Künstler auch nicht einen oberflächlichen Begriff. Die Seiten des Körpers unter den weggebrochenen Armen bilden platte Flächen, die mit der Vorder -und Rückseite fast rechtwinkelig zusammenstossen, ohne jedoch mit dem...

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