Chronik des Landes Dithmarschen

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Langhoff, 1833 - 515 Seiten
 

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Beliebte Passagen

Seite 277 - Danksagungs-Rede hält, daß man ihrer Lustbarkeit beigewohnt und überdem den Tänzern mit einer billigen Verehrung an die Hand gegangen. Wenn sie nun ihren König wieder herunter auf den Erdboden gesetzt, so wird dieses Schauspiel durch ein abermaliges Tanzen, so wie zu Anfangs geschehen, geendigt und beschlossen.
Seite 276 - Runde, bald kreuzweis durch einander, bald springen sie mit vieler Behutsamkeit über die Schwerter, bald legen sie solche in einer künstlichen Stellung, welche einer Rose nicht unähnlich, und tanzen um solche Rose in einem...
Seite 276 - Hcmder mit verschiedenen bunten Bändern allenthalben gezieret und bewunden, und an jedem Beine haben sie eine Schelle hängen, welche nach den Bewegungen der Beine einen angenehmen Schall von sich geben. Der Vortänzer und der, so in der Mitten, tragen nur einen Huth, die übrigen tanzen mit...
Seite 276 - ... Schelle hängen, welche nach den Bewegungen der Beine einen angenehmen Schall von sich geben. Nur der Vortänzer und der, so in der Mitten, tragen einen Hut; die übrigen tanzen mit entblößtem Haupte, weil sie auf die Beiden ein beständig Augenmerk haben und nach ihren Bewegungen sich allenthalben richten müssen. Zu Anfang hält der Vortänzer oder König (wie sie ihn nennen) eine kleine Rede an die anwesenden Zuschauer, darin die Vortrefflichkeit und das Alterthum ihrer Tänze gerühmt und...
Seite 270 - Mädchen, das di, jungfräuliche Ehre verloren hatte, durfte den Peel nicht tragen. 3) Die Kagel. Wenn die Frau aufs Feld oder zur Kirche ging, setzte sie die Kagel auf, das Mädchen aber bediente sich derselben nur im ersten Fall zum Schutz wider Wind und Wetter. Sie war ähnlich geformt den sogenannten Ohrenkappen, wie wir sie noch hie und da auf der Geest bei alten auf dem Felde arbeitenden Leuten finden; nemlich eine dicht an den Hopf anschließende Mühe, die aber nach Art eines Tuches von dem...
Seite 276 - ... König, wie sie ihn nennen, eine kleine Rede an die anwesenden Zuschauer, darin die Vortrefflichkeit und das Alterthum ihrer Tänze gerühmt und die Zuschauer gewarnt werden, sich vor den bloßen Schwertern in Acht zu nehmen, damit sie keinen Schaden bekommen mögen. Hierauf nimmt nun der Schwerttanz bei Rührung der Trommel seinen Anfang mit solcher Geschwindigkeit, Accuratesse und Munterkeit, daß es zu bewundern.
Seite 225 - Messe zu lesen; und 6) an einem bestimmten Tage zusammen zu kommen und in der Kirche Seelmessen zu halten. Nach den Gesetzen sollte ein Nichtgeistlicher nur dann aufgenommen werden, wenn er ein ehrbares, anständiges Leben führe; gleich wie er auch wieder ausgestoßen werden sollte, sobald er sich Lastern ergebe und die erste Ermahnung nichts gefruchtet habe. Jeder Eintretende mußte eine bestimmte Summe Geldes erlegen und vermittelst eines Bürgen sich verpflichten, allen Forderungen des Calands...
Seite 269 - Wer es unternehmen wollte, die Kleidung der jetzigen Dithmarscher, besonders des weiblichen Geschlechts, genau zu beschreiben, hätte hier ein weites Feld. Anders ist sie im Flecken als auf dem LaNde, anders in der Marsch als auf der Geest, anders kleidet sich die Tochter als vordem die Mutter, und während die Großmutter noch fast durchweg nach der alten Mode...
Seite 11 - Meld orf da, tausend und über tausend Jahre alt, furchtbar oft bewegt von den Stürmen des Schicksals, aber, wenn auch nie denselben erliegend, so doch von Heide, ihrer jüngeren Schwester, die schnell als Nebenbuhlerin« wider sie auftrat, nicht wenig ihres alten Glanzes beraubt.
Seite 277 - Endlich wissen sie ihre Schwerter so künstlich in einander zu fügen und zu verwickeln, daß ihr König oder Vortänzer nicht nur darauf treten, sondern daß sie denselben auch mit einer Behendigkeit in die Höhe heben und halten können, der dann...

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