Serbien und die Serben, Band 1

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Elischer, 1891 - 492 Seiten
 

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Beliebte Passagen

Seite 458 - Dein wahrer Freund ist nicht, wer dir den Spiegel hält Der Schmeichelei, worin dein Bild dir selbst gefällt. Dein wahrer Freund ist, wer dich sehn läßt deine Flecken, Und sie dir tilgen hilft, eh Feinde sie entdecken.
Seite 56 - Wojwode, Sende du mir deine besten Güter. Erstes Gut , den starken Stürmersäbel , Der da Baum und harten Felsstein spaltet, Baum und Stein, sowie auch hartes Eisen; Zweites Gut, dein gutes Kranich-Kampfross, Gutes Kampfross, das wohl übersetzen Eine nach der ändern kann zwei Mauern; Drittes Gut, dein treu geliebtes Eh'weib!
Seite 334 - Gränze müssen einbrechende Räuberhorden abwehren oder den Schaden bezahlen. Wer seinen Sohn oder Bruder in Hofdienst gibt und für seine Treue bürgt, der muss für Untreue desselben die Strafe erleiden. Für Untreue und jede Missethat haftet der Bruder für den Bruder, der Vater für den Sohn und die Kinder für den Vater, so lange sie ungetheilt sind. Für Gewaltthat an einer Adeligen werden dem Adeligen Hände und Nase abgehauen, der Bauer wird gehenkt. Für Gewaltthat des Bauern an seines...
Seite 57 - Und hinaus uns stürzen auf die Türken — Komm, was Gott will und das Glück der Helden!" Also aber spricht er zu der Ehfrau: „Geh', o Seele, nieder zu den Kellern, Hol' uns Rakia, hol
Seite 334 - Grenzstreitigkeiten zwischen Dörfern werden nach dem Gesetze des h. Königs (Milutin) geschlichtet. Hat Jemand besondere Urkunden, so zeige er sie vor. Jedes Dorf stellt die Hälfte der Zeugen. Jeder Bauer darf mit dem Carj, der Carin, der Kirche und den Edelleuten Rechtsstreit führen, und es soll ihm Gerechtigkeit werden.
Seite 336 - Besitzthum, Amt und Leben. Wer Gestohlenes hehlt, bezahlt es siebenfach. Gibt jemand einen Räuber oder Dieb an, so muss auf der Stelle die strengste Untersuchung vorgenommen werden. In Ermanglung eines Beweises reinige sich der Verdächtige durch glühendes Eisen, welches er aus dem Feuer heben und auf den Altar hinstellen muss. Falschmünzer werden verbrannt. — Die Geschwornengerichte (porota) sollen fortbestehen, wie sie durch das Gesetz des h. Königs (Milutin) errichtet worden sind: das grosse...
Seite 333 - Kirchengründcn dürfen nur von Priestern gerichtet werden. Hohepriester sollen nie weltlichen Beamten, sondern immer nur Mönche aussenden an die Pfarrer, um Kirchengebühren zu erheben; auch dürfen sie ihre Pferde und Füllen künftig nicht durch die Pfarrer und Dörfer verpflegen lassen. — Serben und Griechen, die vermöge älterer Schenkbriefe Erbgründe besitzen, behalten diese nach wie vor. Verleihungen des Carj werden gleich den Schenkungen früherer Könige rechtsgiltig sein. Verfälschte...
Seite 271 - Theilnehmem zur Nüchternheit der Seele, zur Vergebung der Sünden, zur Gemeinschaft Deines heiligen Geistes , zur Fülle des Himmelreiches , zum Vertrauen auf Dich , nicht aber zum Gericht oder zur Verdammnifs gereichen." Dann wird dieser „vernünftige Dienst...
Seite 202 - Jahrhunderts. In dieser Periode wurden die serbischen Bergwerke weltbekannt. Von ihrer Ergiebigkeit erzählte man sich Unglaubliches. Der französische Mönch Brocard berichtet 1332, der König von Serbien besitze fünf Silberbergwerke und ebensoviel Goldbergwerke, in denen die Bergleute ununterbrochen beschäftigt seien; ausserdem gäbe es in seinem Lande auch -einige gemischte Bergwerke, die sowohl Gold als Silber enthalten. Der Byzantiner Kritobulos (1453) bemerkt in der Erzählung von den Feldzügen...
Seite 335 - Perpern, von einer #upa von jedem Dorfe ein Perper usw. Erkennt jemand Gestohlenes, so schreite man zur Umfrage (svod). Befindet er sich im Walde oder am Felde, so gehe er damit vor die nächste Dorfobrigkeit und diese weiter vor Gericht; für das Unterlassen wird das Dorf gestraft. Berge und Waldungen sind zwischen dem Carj, den Kirchen und Kdelleuten vertheilt.

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