Rituale und ihre Urheber: Invented Traditions in der japanischen Religionsgeschichte

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Klaus J. Antoni
LIT Verlag Münster, 1997 - 300 Seiten
 

Inhalt

Aspekte des shintôkonfuzianischen Synkretismus der frühen EdoZeit
177
The Ritual of Kuchiyose Calling the Dead
197
Exorzistische Rituale in der japanischen Religionsgeschichte Eine ziemlich theoretische Annäherung mit illustrativen Fallbeispielen
215
Ritual and Cultural Changes and Inventions among Japanese American Buddhists
243
Das Beispiel der AUMShinrikyôSekte
263
Recent Trends in New Religions in Japan
277
English Abstracts
287
Über die Autoren
297

Der Streit zwischen Shintô und Buddhismus um die öffentlichen Bestattungen der japanischen Gefallenen am Vorabend des Pazifischen Krieges
143

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Beliebte Passagen

Seite 222 - Rituale sorgen im Regelmaß ihrer Wiederkehr für die Vermittlung und Weitergabe des identitätssichernden Wissens und damit für die Reproduktion der kulturellen Identität.
Seite 225 - Mikoto hängte sich den Himmlischen Keulenbärlapp vom Himmlischen Kagu-Berge als ein Handstützband um, und machte sich [die Blätter] des himmlischen trefflichen Spindelbaumes zum Kopfschmuck und band sich die Blätter des Bambusgrases vom Himmlischen Kagu-Berge zu einem Handstrauß zusammen, und legte ein Schallbrett vor die Tür der Himmlischen Felsenwohnung und stampfte darauf, daß es ertönte, und tat als ob sie in Besessenheit eine göttliche Inspiration habe, zog die Warzen ihrer Brüste...
Seite 49 - It was the night before the day fixed for his coronation, and the young king was sitting alone in his beautiful chamber. His courtiers had all taken their leave of him, bowing their heads to the ground, according to the ceremonious usage of the day, and had retired to the Great Hall of the Palace, to receive a few last lessons from the Professor of Etiquette; there being some of them who had still quite natural manners, which in a courtier is, I need hardly say, a very grave...
Seite 145 - Japanische Untertanen genießen die Freiheit des religiösen Glaubens, sofern sie die öffentliche Ruhe und Ordnung nicht stören und ihre Pflichten als Untertanen nicht verletzen.
Seite 225 - ... Handstrauß zusammen, und legte ein Schallbrett vor die Tür der Himmlischen Felsenwohnung und stampfte darauf, daß es ertönte, und tat als ob sie in Besessenheit eine göttliche Inspiration habe, zog die Warzen ihrer Brüste heraus und zog den Saumbund ihres Gewandes bis an die Scham herab. Da schutterte das Gefilde des Hohen Himmels und die achthundert Myriaden Götter alle zusammen lachten.
Seite 240 - Liebüngsspeisen der Zauberfüchse, niederlegen. Dann werde er genau um diese Stunde das Mädchen verlassen. Und so geschah es. Gerade um 4 Uhr, als die Sachen in dem entfernten Tempel niedergelegt wurden, atmete das Mädchen tief auf und sprach : „Er ist fort." Die Besessenheit war geheilt. — • Daß solche Fernwirkung auf das Landvolk einen gewaltigen Eindruck machen muß, ist klar. Und in der Tat war die Sache auch für einen Arzt ganz unerklärlich, so lange man die Macht der Autosuggestion...
Seite 68 - Inventing traditions, it is assumed here, is essentially a process of formalization and ritualization, characterized by reference to the past, if only by imposing repetition.

Bibliografische Informationen