Rahel, ein Buch des Andenkens für ihre Freunde, Band 3

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Bei Dunder und humblot, 1834
 

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Seite 452 - Heine wurde uns vor mehreren Jahren zugeführt, wie so viele, und immer zu viele; da er fein und absonderlich ist, verstand ich ihn oft, und er mich, wo ihn andre nicht vernahmen, das gewann ihn mir; und er nahm mich als Patronin.
Seite 31 - Gnade find' ich auch gleich ihren eigenen Grund; sie enthält ihre Bedingung in sich selbst. - Den Urgeist beurteile ich nur nach meiner Mitgift von ihm, im Verhältnis von mir zu ihm: nicht ungemessen, ungebührlich, was er sein kann. Der Gedanke Sein schwindet mir sogar bei solchen Möglichkeiten. Wie ein Adjektiv komme ich mir vor.
Seite 148 - Das Ideal der Sittlichkeit«, sagt er, »hat keinen gefährlicheren Nebenbuhler als das Ideal der höchsten Stärke, des kräftigsten Lebens, was man auch das Ideal der ästhetischen Größe (im Grunde sehr richtig, der Meinung nach aber sehr falsch) benannt hat. Es ist das Maximum des Barbaren und hat leider in diesen Zeiten der verwildernden Kultur gerade unter den größesten Schwächlingen sehr viele Anhänger erhalten.
Seite 443 - Nachts mit zwei-, drei-, viermal nach ihnen sehen — abends mit, für und nur durch sie. Ich machte ihnen Fleisch durch Pflege; und ließ ihre Seelen wachsen, ihren Geist sich heben und regen.
Seite 10 - Oder ist es aus der Organisation bewiesen, daß eine Frau nicht denken und ihre Gedanken nicht ausdrücken kann? Wäre dies, so blieb es doch noch Pflicht, oder erlaubt, den Versuch immer von neuem zu machen . . . Freitag, den 26.
Seite 15 - Art Beifall für Gluck auswendig gelernt, welchen zu wiederholen es keineswegs unterläßt, aber doch endlich nur sehr lässig bezeigen kann: auch die Einzelnen in den Logen, Einer gegen den Andern. Stümer sehr gut gespielt; wird sich aber die Brust angreifen. Weber läßt die Blasinstrumente mit den Sängern in die Nette forriren. Töne in Fresko darzustellen, muß man von den großen italiänischen Sängern ge
Seite 143 - Liebe« beruht auf repräsentativem Glauben. So die Annahme — der ewige Friede ist schon da — Gott ist unter uns — hier ist Amerika oder nirgends — das goldne Zeitalter ist hier— wir sind Zauberer — wir sind moralisch und so fort.
Seite 454 - Gedicht, welches Sie loben, ist mir sogar lieber, als das von Schiller über denselben Gegenstand, so sehr ich dies auch immer bewundert habe. Selbst die, welche an wirkliche Gotteslästerung streifen (wie Götterdämmerung, Fragen usw.), lese ich doch nicht ohne die tiefste Emotion und klage mich manchmal selbst darüber an, daß ich sie so oft und so gern lese.
Seite 397 - Konnt's nicht beachten; nur gestreichelt fühlt' ich mich nicht: obgleich viele auf mir herumfuhren; zur Lust, und Bequemlichkeit, wie auf einem wirklichen Meere; auch ohne Dank. Als die Sprüche und Auszüge nun gesammelt waren, freute es mich, daß doch etwas Sichtbares, Faßbares, zur Mitteilung Taugliches, außer ich selbst, von so reicher, einträglicher Zeit übrig geblieben sei; ich ermaß die Freude, den Genuß, den es schaffen kann, an dem, den mir Ähnliches gewährt, wenn ich's finde.
Seite 378 - Natur im Vaguen, und alles, was die versucht und zu thun gezwungen ist, aus lauter nur für sie geltenden Gründen nachahmen zu wollen, sei durchaus falsch, und daher unthunlich; in eine menschliche Schranke müsse Kunst sich engen; in einen solchen, für den höchsten gehaltenen Menschenzustand; in Beschränkung, in...

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