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grosses Wild

f) Rohe Leinwand, roher Zwillich und Drillich;

Seilerwaaren, gebleichte, mit Ausnahme der unter d) genannten . pro Ctr. 4 Thlr. (7.)

(Tara: 13 in Kisten, 6 in Ballen.) Anmerkung zu f). Roho ungebleichte Leinwand eingehend:

aa) in Preussen: anf der Grenzlinio von Leobschütz bis Seidenberg in der Oberlausitz nach Bleichereien oder Leinwandmärkten frei.

bb) in Sachsen: anf der Grenzlinie von Ostriiz bis Schandau auf Erlaubniss8 heine

frei. :') Gebleichte, gefärbte, bedruckte oder in anderer

Art zugerichtete, auch aus gebleichtem Garn gewebte Leinwand; gebleichter oder in anderer Art zugerichteter Zwillich und Drillich; rohes und gebleichtes, auch verarbeitetes Tisch-, Bettund Handtücherzeug; leinene Kittel, Battist und Linon

pro Ctr. 10 Thlr. (17. 30.) (Tara: 13 in Kisten, 9 in Körben, 6 in Ballen.) h) Bänder, Borten, Fransen, Gaze, Kammertuch,

gewebte Kanten, Schnüre, Strumpfwaaren; Gespinnste und andere Waaren in Verbindung mit Metallfäden

pro Ctr. 20 Thlr. (35.) (Tara: 18 in Kisten, 13 in Körben, 6 in Ballen.) i) Zwirnspitzen.

pro Ctr. 40 Thlr. (70.) (Tara: 23 in Kisten, il in Ballen.) 23. Lichte: a) Talg- und Stearinlichte

pro Ctr. 1 Thlr. 15 Sgr. (2. 37.)

(Tara: 16 in Kisten.) b) andere

pro Ctr. 2 Thlr. (3. 30.)

(Tara: 16 in Kisten) 24. Literarische und Kunstgegenstände: a) Papier, beschriebenes (Acten und Manuscripte);

Bücher in allen Sprachen, Kupferstiche, Stiche anderer Art, sowie Holzschnitte; Lithographien und Photographien; geographische und Seekarten; Musicalien

frei. b) Gestochene Metallplatten, geschnittene Holz

stöcke, sowie lithographische Steine mit Zeichnungen, Stichen oder Schrist, alle diese Gegenstände zum Gebrauch für den Druck auf Papier

frei. c) Gemälde und Zeichnungen; Statuen von Marmor

und anderen Steinarten; Statuen von Metall,

mindestens in natürlicher Grösse; Medaillen frei. 25. Material- und Spezerei-, auch Conditori

waaren und andere Consumtibilien: a) Bier aller Art, auch Meth

pro Ctr. 20 Sgr. (1. 10.) b) Branntwein aller Art, auch Arrac, Rum, Franz

branntwein und versetzte Branntweine in Fässern und Flaschen pro Ctr. 6 Thlr. (10. 30.) (Tara: 24 in Kisten, 16 in Körben (beide nur bei dem Eingange

in Flaschen), 11 in Ueberfässern.) c) Hefe aller Art, mit Ausnahme der Weinhefe:

1. künstliche pro Ctr. 7 Thur. (12. 15.)
Tara: 24 in Kisten, 11 in Ueberfässern, 7 in Körben.)
2. andere
pro Ctr. 11

(19. 15.) (Tara: 24 in Kisten, 11 in Ueberfässern, 7 in Körben.) d) Essig aller Art in Fässern

pro Ctr. 1 Thlr. 10 Syr. (2. 20.)

(Keine Tara.) e) 1. Wein und Most, auch Cider in Fässern und

Flaschen:
«) aus Ländern, welche den Zollverein nicht

gleich dem meistbegünstigten Lande be-
handeln

pro (tr. 4 Thlr. (7.)

$) aus anderen Ländern

pro Ctr. 2 Thlr. 20 Sgr. (4. 40.) Anmerkung zu e) 1. re) Diese Bestimmung findet zur

Zeit nur auf Portugal Anwendung. Bei Feststellang der Herkunft von anscheinend aus jenem Lande stammendem Weine haben die Zollabfertigungsstellen die Schiffs papiere, Facturen, kaufmännischen Correspondenzen etc., sowie sonstige zum Nachweis geeignete Papiere zum Grunde zu legen, bei entstehendem Zweifel aber, wegen Anwendung des niedrigeren für Weine aus anderen Ländern bestimmten Zollsatzes, den Fall

der Directivbehörde zur Entscheidung vorzulegen. 2. Essig in Flaschen oder Kruken

pro Ctr. 4 Thlr. (7.) (Tara für No. 25. e): 24 in Kisten, 16 in Körben (beide nur

bei dem Eingange in Flaschen), 11 in Lebertástenu.) f) Butter pro Ctr. 1 Thlr. 10 Syr. (2. 20.) (Tara: 16 in Fässern und Töpfen, sosie in Kübeln von har

tem Holz, 11 in Kübeln v: n weichem Holz.) Anmerkungen zu f) 1. Frische, ungesalzene Butter auf der Linie von Lindan bis Ilenmenhofen eingehend

pro Ctr. (1. 45.) 2. Einzelne Stücke in Mengen von nicht mehr als drei

Pfund, vorbehaltlich der im Fallo eines Missbrauchs örtlich anzuordnenden Aufhebung oder Beschränkung dieser Begünstigung .

frei 8) Fleisch, ausgeschlachtetes; frisches und zubereitetes; Schinken, Speck, Würste, desgleichen

pro Ctr. 15 Sqr. (521) h) Früchte (Südfrüchte), auch Blätter: 1. frische Apfelsinen, Citronen, Limonen, Pommeranzen, Granaten und dergleichen

pro Ctr. 2 Thlr. (3. 30.) (Tara: 20 in Fässern und Kisten, 13 in Körben, 6 in Ballen.)

Verlangt der Steuerpflichtige die Auszählung, so zahlt er für hundert Stück

20 Syr. (1. 10.) Im Falle der Auszählung bleiben verdorbene unversteuert, wenn sie in Gegenwart

von Beamten weggeworfen werden. 2. c) getrocknete Datteln, Feigen, Korinthen,

Mandeln, Pfirsichkerne, Rosinen, Lorbeerblätter, Pommeranzen, Pommeranzen

schalen und dergl. pro Ctr. 4 Thlr. (7.) (Tara: 13 in Fässern, 16 in Kisten, 13 in Körben, 6 in

Ballen ) B) Kastanien, Maronen, Johannisbrot, Pinienkerne.

pro Ctr. 15 Sgr. (52%.) i) Gewürze aller Art, nicht besonders genannt

pro Ctr. 6 Thlr. 15 Sgr. (11. 224.) (Tara: 16 in Fässern, 18 in Kisten, 13 in Körben, 4 in Ballen.) k) Heringe

pro Tonne 1 Thlr. (1. 45.) 1) Honig:

pro Ctr. 10 Syr. (35.) m) 1. Kaffee, roher, und nicht unter 3. genannte

Kaffee-Surrogate pro Ctr. 5 Thlr. (8. 45.) (Tara: 12 in Fässern mit Danben von Lichen- und anderem harten Holze und in Kisten, 8 in anderen Fässern,

9 in Körben, 2 in Ballen oder Säcken.) 2. Cacao in Bohnen und Cacaoschalen

pro Ctr. 6 Thılr. 15 Sgr. (11. 22%.) (Tara: 13 in Fässern mit Daub in von Eichen- und anderem harten Holzo und in Kisten, 10 in anderen Fässern,

9 in Körben, 3 in Ballen.) 3. Cichorien, gebrannte oder gemahlene

pro Ctr. 20 Syr. (1. 10.) n) Gebrannter Kaffee, Caviar und Caviar-Surrogate (eingesalzener Fischrogen)

pro Ctr. 11 Thlr. (19. 15.) (Tara: 20 in Fässern und Kisten, 13 in Körben, 6 in Ballen.) 0) Käse aller Art pro Ctr. 1 Thlr. 20 Syr. (2. 55.)

(Tara: 20 in Kisten von 1 Ctr. und darüber, 16 in Kisten unter 1 Ctr., 11 Fässern, 8 in Körben, 6 in Ballen, 12 in Kübeln von 3 Ctr. und darunter, 8 in schwereren Kübeln.)

.

.

p) 1. a) Confitüren, Zuckerwerk, Kuchenwerk aller

Art; Oliven, Capern, Pasteten; Tafelbouillon, Saucen und andere ähnliche Gegenstände des feineren Tafelgenusses; Cacaomasse, gemahlener Cacao, Chocolade und Chocolade-Surrogate

pro Ctr. 7 Thlr. (12. 15.) ) mit Zucker, Essig, Oel oder sonst, na

mentlich alle in Flaschen, Büchsen und dergleichen eingemachte, eingedämpfte oder auch eingesalzene Früchte, Gewürze, Gemüse und andere Consumtibilien (Pilze, Trüffeln, Geflügel, Seethiere und dergleichen); zubereitete Fische; zubereiteter Senf*)

pro Ctr. 5 Thlr. (8. 15.) (Tara zu p) 1. (l) und p): 20 in Fissern und Kisten, 13

in Körben, 6 in Ballen.) 2. Fische, nicht anderweit genannt

pro Ctr. 15 Syr. (52%). 3. Obst, Sämereien, Beeren, Blätter, Blüthen,

Pilze, Gemüse, getrocknet, gebacken, gepulvert, blos eingekocht, oder gesalzen, soweit sie nicht unter anderen Nummern des Tarifs begrissen sind; Nüsse, trockene; Säfte von Obst, Beeren und Rüben zum Genuss, ohne Zucker eingekocht; Cichorien, **) getrocknete

frei. g) 1. Kraftmehi, Puder, Stärke, Arrowroot, Tapioka

pro Ctr. 15 Sgr. (52%.) 2. Mühlenfabrikate aus Getreide und llülsen

früchten, nämlich: geschrotene oder geschälte Körner, Graupe, Gries, Grütze, Mehl, Backwerk, gewöhnliches (Bäckerwaare); Nudeln, ***)

Sago und Sago-Surrogate, Stärkegummi frei. r) Muschel- oder Schaalthiere aus der See, als:

Austern, Hummern, ausgeschälte Muscheln,
Schildkröten und dergleichen

pro Ctr. 2 Thlr. (3. 30.)

(Keine Tara ) s) Reis:

1. Geschälter. pro Ctr. 1 Thlr. (1. 45.)

2. Ungeschälter pro Ctr. 20 Sgr. (1. 10.) t) Salz (Kochsalz, Steinsalz): Gegenwärtig ist die

Einfuhr gegen einen Zoll von 2 Thlr. pro Ctr. im ganzen Zollverein gestattet (in Preussen durch Gesetz vom 9. August 1867).

r) Rolizucker fürinländische Siedereien zum Raf

finiren unter den besonders vorzuschreibenden Bedingungen und Controlen

pro Ctr. 4 Thlr. 75 Sgr. (7. 261.)

(Tara: wie zu p.) 2. Syrup: pro Ctr. 2 Thlr. 15 Sgr. (4. 224.)

(Tara: 11 in Fässern.) Auflösungen von Zucker, welche als solche bei der Revision bestimmt erkannt werden, unterliegen dem vorstehend zu 1 c) angeführten

Eingangszolle für Zucker. v) Taback: 1. Tabacksblätter, unbearbeitete und Stengel

pro Ctr. 4 Thlr. (7.) (Tara: 22 in Kisten, 12 in Fässern, Seronen (nicht von Thierhänten) und Kanasserkörben, 9 in Körbun, 8 in Thierhäuten, 4 in Ballen aus Schilf, Bast und Binsen, ? in Ballen

a:derer Art) 2. Tabacksfabrikate: a) Rauchtaback in Rollen, abgerollten oder

entrippten Blättern, oder geschnitten; Carotten oder Stangen zu Schnupftaback, auch Tabacksmehl und Abfälle

pro Ctr. 11 Thlr. (19. 15.) (Tara: 16 in Fässern, 13 in Körben, 12 in Kanasserkörben,

6 in Ballen.)
B) Cigarren und Schnupftaback

pro Ctr. 20 Thlr. (35.) (Tara wie sub c): bei Cigarren ausser der Tara für die äussere Umschliessung noch 24 Pfd., falls die Cigarren in kleinen Kisten, und 12 l'fd., falls sie in Körbchen oder Pappkästen

verpackt sind ) w) Thee

pro Ctr. 8 Thlr. (14.)

(Tara: 23 in Kisten.) x) Zucker. (S. oben Syrup sub u) 1.) 26. Oel, anderweit nicht genannt, und

Fette: a) Oel:*) 1. Oel aller Art in Flaschen oder Krukeid:

auch Baumöl in Fässern pro Ctr. 25 Sgr. (1.

274.) Anmerkung zn a) 1. Baumöl, in Fässern eingehend, wenn bei

Abfertigung auť den Centner 1 Pfund Terpentinöl, oder
achtel Pfund Rosmarinol zugesetzt worden

frey 2. Anderes Oel in Fässern

pro Ctr. 15 Syr. (52.. 3. Palmöl (Palmbutter) und Cocosnussöl

pro Ctr. 5 Sgr. (177.) b) Fette: 1. Fischthran, Paraffin, Wallrath

pro Ctr. 15 Sgr. (529.) 2. Fischspeck

pro Ctr. 10 Sgr. (35.) 3. Anderes Thierfett, ungeschmolzen und eingeschmolzen

frci. c) Stearin, einschliesslich Stearinsäure

pro Ctr. 1 Thlr. (1. 45.)

(Keine Tara.) d) Rückstände, feste, von der Fabrikation fetter Oele, auch gemahlen

frei. 27. Papier und Pappwaaren: a) 1. Graues Lösch- und Packpapier, **) Pappdeckel,

Pressspäne, künstliches Pergament; Papier

der

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(Verzollung nach dem Nettogewicht; bei Säcken 'Tara von 1%.) u) Syrup. Die Zollsätze für Zucker und Syrup

sind durch die Verordnung vom 2. Juli 1861
bestimmt und betragen von
1. Zucker:
a) Brod- und Hut-, Candis-, Bruch- oder Lum-
pen- und weisser gestossener Zucker

pro Ctr. 7 Thlr. 10 Sgr. (12. 50.) (Tara: 14 in Fässern mit Dauben von Eichen- und anderem harten Holze, 10 in anderen Fässern, 13 in Kisten, 7 in Körben.) 8) Rohzucker und Farin (Zuckermehl)

pro Ctr. 6 Thlr. (10. 30.) (Tara: 13 in Fisser mit Danben von Eichen- und anderem harten Holze, 10 in anderen Fässern, 13 in Kisten, 8 in aussereuropäischen Rohrgeflechten (Kanasses, Kranjans], 7 in anderen körben, 4 in Ballen.)

*) Auch Senfpulver oler gemahlener Senf in Blasen, verschlossenen Büchsen, Flaschen, krügen oder Stanniol.

**) Cichorien, gedorite, gehören gleichfalls zu 25. D) :.

***, Nicht gebackene, den Nudeln gleichartige Erzeugnisse aus Mehl gleichfalls nach No. 25. q) 2.

*) Zu a) 1. und 2.: Auch Lorbeeröl (Lohröl), flüchtiges und butterartiges, fettes Oel zum Medicinalgebrauche, Thierõl, rohes (Hirschhornöl) und gereinigtes (Dippelsől).

**) Zu a) 1.: Auch Strohpapier, welches auf beiden Sriten vder anch nur auf einer Seite raub ist, insofern es sich seiner Beschafferte heit nach als Packpapier darstellt.

zum Schleifen oder Poliren; Schieferpapier frei. 2. Fliegenpapier, Gichtpapier

pro Ctr. 15 Sgr. (5.29.) b) Ungeleimtes ordinäres (grobes graues, halb

weisses und gefärbtes) Papier; alles ungeleimte Druckpapier; Formerarbeit aus Steinpappe, Asphalt oder ähnlichen Stoffen, auch in Verbindung mit Holz oder Eisen, jedoch weder angestrichen noch lackirt

pro Ctr. 20 Syr. (1. 10.) c) 1. Gold- und Silberpapier; Papier mit Gold

oder Silbei muster; durchschlagenes Papier; ingleichen Streifen von diesen Papiergattungen; Papiertapeten; Waaren aus Papier, Pappe oder Pappmasse; Formerarbeit aus Steinpappe, Asphalt oder ähnlichen Stoffen, soweit sie nicht unter b) und d) begriffen ist

pro Ctr. 1 Thlr. 10 Sgr. (2. 20.) (Tara: 16 in Kisten, 13 in Körben, 6 in Ballen.) 2. Alles andere Papier, auch lithographirtes,

bedrucktes oder liniirtes, zu Rechnungen, Etiketten, Frachtbriefen, Devisen etc. vorgerichtetes Papier; Malerpappe

pro Ctr. 1 Thlr. (!. 45.)

(Keine Tara.) d) Waaren aus den vorgenannten Stoffen in Ver

bindung mit anderen Materialien, soweit sie dadurch nicht unter No. 20. fallen

pro Ctr. 4 Thlr. (7.) (Tara: 16 in Kisten, 13 in Körben, 6 in Ballen) 28. Pelzwerk (Kürschnerarbeiten): a) Ueberzogene Pelze, Mützen, Handschuhe, ge

fütterte Decken, Pelzfutter und Besätze und dergleichen pro Ctr. 22 Thlr. (38, 30)

(Tara: 16 in Fässern, 20 in Kisten, 6 in Ballen.) b) Fertige, nicht überzogene Schaafpelze, des

gleichen weissgemachte und gefärbte, nicht gefütterte Angora- oder Schaaffelle, ungefütterte Decken, Pelzfutter und Besätze

pro Ctr. 3 Thlr. (5. 15.) (Tara: 13 in Fässern und Kisten, 6 in Ballen.) 29. Schiesspulver pro Ctr. 2 Thlr. (3. 30.)

(Tara: 13 in Fässern.) 30. Seide und Seidenwaaren: a) Seiden-Cocons; Seide, abgehaspelt (Greze) oder

gesponnen; Floretseide, gekämmt, gesponnen oder gezwirnt, alle diese Seide nicht gefärbt; auch Abfälle von gefärbter Seide

frei. b) Seide und Floretseide gefärbt

pro Ctr. 4 Thlr. (7.) (Tara: 16 in Fässern und Kisten, 9 in Ballen) c) Waaren aus Seide oder Floretseide, auch in Verbindung mit Metallfäden

pro Ctr. 40 Thlr. (70.) (Tara : 22 in Kisten, 13 in Ballen.) d) Waaren aus Seide oder Floretseide in Verbin

dung mit Baumwolle, Leinen, Wolle oder anderen unter No. 41. genannten Thierhaaren

pro Ctr. 30 Thlr. (52. 30.) (Tara: 20 in Kisten, 11 in Ballen.) 31. Seife und Parfümerien: a) Grüne, schwarze und andere Schmierseife

pro Ctr. 25 Sgr. (1. 277.) b) Gemeine feste Seife pro Ctr. 25 Sgr. (1. 274.)

c) Feine, in Täfelchen, Kugeln, Büchsen, Krügen, Töpfen etc.

pro Ctr. 2 Thlr. (3. 30.)

(Tara: 16 in Kisten.) d) Parfümerien aller Art

pro Ctr. 3 Thlr. 10 Sgr. (5. 50.)

(Tara: 16 in Kisten) Anmerkung zu c) und d) Wenn die Umhüllungen, in welchen dio

Waaro eingeht, für sich höher belegt sind, als die letztere,

So wird dieser höhere Satz erhoben. 32. Spielkarten von jeder Gestalt und Grösse,

insofern sie in einzelnen Vereinsstaaten zum Gebrauche im Lande eingeführt werden dürfen, und unter Berücksichtigung der besonderen Stempel- und Control-Vorschriften

pro Ctr. 10 Thlr. (17. 30.)

(Keine Tara.) 33. Steine und Steinwaaren: a) Steine, rohe oder blos behauene; Flintensteine;

Mühlsteine, auch mit eisernen Reifen; polirte Schieferplatten; Schleif- und Wetzsteine aller Art; grobe Steinmetzarbeiten, z. B. Thür- und Fensterstöcke, Säulen und Säulenbestandtheile, Rinnen, Röhren und Tröge u. dgl., ungeschliffen, mit Ausnahme der Arbeiten aus Alabaster und Marmor; Schusser (Knicker) aus Marmor u. dgl.

frei. b) Edelsteine, auch nachgeahmte, geschliffen, Per

len und Corallen ohne Fassung; Waaren aus Serpentinstein, Gips und Schwefel: Schiefertafeln in larkirten oder polirten Holzrahmen

pro Ctr. 15 Syr. (524.) c) Waaren aus Ilalbedelsteinen, auch in Verbin

dung mit anderen Materialien, soweit sie dadurch nicht unter No. 20. fallen

pro Ctr. 8 Thlr. (14.) (Tara: 16 in Fässern und Kisten.) Waaren aus allen anderen Steinen, mit Ausnahme der Statuen: 1. ausser Verbindung mit anderen Materialien

oder nur in Verbindung mit Holz oder Eisen

ohne Politur und Lack pro Ctr. 5 Sgr. (17%). 2. in Verbindung mit anderen Materialien, auch

Meerschaumwaaren, alle diese Waaren, soweit sie nicht unter No. 20. fallen

pro Ctr. 4 Thlr. (7.) Tara: 16 in Fässern und Kisten.) 34. Steinkohlen, Braunkohlen, Torf: a) Braunkohlen; Torf; Torfkohlen

frei. b) Steinkohlen.

. frei.") 35. Stroh-, Rohr- und Bastwaaren: a) Matten und Fussdecken von Bast, Stroh und

Schilf, auch andere Schilfwaaren, ordinaire:
1. ungefärbt, auch Strohbesen**)

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pro Ctr. 5 Sgr. (174.)

*) Nach Art. 8 des Handelsvertrages vom 22. Mai 1865 zwischen den Staaten des Deutschen Zollvereins und Belgien wurden vom 1. Juli 1865 an Belgische Steinkollen, Coaks und geformte Kollen zollfrei cingelassen. Da nach den abgeschlossenen Handelsverträgen die Einfuhren aus Frankreich, England und Oesterreich, als die der meist begünstigten Nation behandelt werden mussten, so waren auch die Steinkohlen u. s. w. aus den genannten Ländern zollfrei einzulassen. Eines Nachweises des Ursprungs bedurfte es nicht. Durch den neuen Oesterreichischen Vertrag, bez. das Tariigesetz vom 25. Mai 18-8 ist die ausnahmslose Zollbefreiung eingetreten.

*) Auch Besen und Bürsten ans Binsen, Gras, Schilf, lleidekrautwurzeln, Stroh, Reisstroh oder feinen geschälten Ruthen, auch in Verbindung mit Holz obno Politur und Lack.

.

.

2. gefärbt. . pro Ctr. 1 Thlr. (1. 45.)

(keine Tara ) b) Strohbänder aller Art; Hüte aus Holzspan

ohne Garnitur pro Ctr. 20 Sgr. (1. 10). c) Stroh- und Bastgeflechte, mit Ausnahme der Strohbänder; Decken von ungespaltenem Strol

pro Ctr. 4 Thlr. (7.) (Tara: 20 in Kisten, 9 in Ballen ) d) Hüte aus Stroh, Rohr, Bast, Binsen, Fischbei:

und Palmblättern:
1. ohne Garnitur das Stück 2 Sgr. (7.)
2. mit Garnitur, auch dergleichen aus Holzspan

das Stück 4 Sgr. (14.) 36. Theer; Pech; llarze aller Art; Asphalt (Berg

theer); Theer- und Mineralöle, roh und gereinigt, auch Benzin und Carbolsäure (Kreosot);

Harzöl"); Terpentin; Terpentinöl frei. 37. Thiere und thierische Producte, nicht

anderweit genannt: a) Thiere, alle lebende, für welche kein Tarifsatz

ausgeworfen ist; Geflügel und kleines Wildpret aller Art; Fische, frische und Flusskrebse; frische unausgeschälte Muscheln

frei. b) Eier und Milch

frei. c) Bienenstöcke mit lebenden Bienen frei. d) Blasen und Därme, thierische; Wachs; Wasch

schwämme und andere thierische Producte, soweit sie nicht unter anderen Nummern des

Tarifs begriffen sind. pro Ctr. 15 Sgr. (52%.) 38. Thonu'aaren: a) Fliesen, Mauer- und Dachziegel und andere

Waaren aus Thon zu baulichen Zwecken; Thonröhren; Schmelztiegel; gemeine Ofenkacheln;

irdene Pfeifen; gemeines Töpfergeschirr · frei. b) Andere Thonwaaren mit Ausnahme von Por

zellan:
1. einfarbige oder weisse

pro Ctr. 1 Thlr. 20 Sgr. (2. 55)
(Tara : 22 in Kisten, 13 in Körben.)
2. bemalte, bedruckte, vergoldete oder versil-
berte

pro Ctr. 2 Thlr. (3. 30.) (Tara : 22 in Kisten, 13 in Körben.) c) Porzellan, weisses; auch dergleichen mit farbigen Streifen, pro Ctr. 1 Thlr. 20 Sgr. (2. 55.)

(Tara : 22 in Kisten, 13 in Körben.) d) Porzellan, farbiges, bemaltes oder vergoldetes,

ingleichen Thonwaaren aller Art in Verbindung mit anderen Materialien, soweit sie dadurch nicht vnter No. 20. fallen, pro Ctr. 4 Thlr. (7.)

(Tara : 22 in Kisten, 13 in Körben.)

2. Kühe.

das Stück 1 Thlr. (1. 45.) 3. Jungvieh. das Stück 15 Sgr. (524) 4. Kälber

frei. Anmerkung zu b). Auf der Grenzlinie von Burg auf Fehmarn nordwestlich bis Hoxbro in Schleswig sind durch BundesGesetz voin 23. October 1867 Rindvieh und Hammel frei. Auf der Grenzlinie von Oberwiesenthal in Sachsen bis Schusterinsel in Baden werden zu folgendem ermässigten Satze eingelas en: Zuchtstiere

das Stück 1 Thlr. (1. 45.) c) Schweine: 1. gemästete und magere

das Stück 20 Sgr. (1. 10.) 2. Spanferkel .. das Stück 3 Sgr. (103.) d) Hammel(v. Anmerk. zu b.) das Stück 5 Sgr. (17%.) e) Anderes Schaafvieh und Ziegen

frei. 40. Wachstuch, Wachsmousselin, Wachs

tafft: a) Grobes, unbedrucktes Wachstuch (Packtuch)

pro Ctr. 20 Sgr. (1. 10.) b) Alles andere

pro Ctr. 2 Thlr. (3. 30.) (Tara: 13 in Kisten, 9 in Körben, 6'in Ballen.' Anmerkung zu b). Waaren hieraus werden wie feine Leder

waaren behandeli. 41. Wolle, einschliesslich der Ziegen-, Hasen-,

Kaninchen- und Biberbaare, sowie Waaren

.

daraus:

a) Wolle, rohe, gekämmte, gefärbte, gemahlene frei. bi Garn, auch mit anderen Spinnmaterialien, aus

schliesslich der Baumwolle, gemischt:
1. einfaches, ungefärbt oder gefärbt; dublirtes,

ungefärbt; Watten . pro Ctr. 15 Sgr. (524) 2. dublirtes, gefärbt; drei- oder mehrfach gezwirntes, ungefärbt oder gefärbt

pro Ctr. 4 Thlr. (7.) (Tara: 16 in Fässern und Kisten, 6 in Ballen.) c) Waaren, auch in Verbindung mit Baumwolle,

Leinen oder Metallfäden:
1 Stickereien, Spitzen und Tülle

pro Ctr. 30 Thlr. (52. 30.)
(Tara: 20 in Kisten, 7 in Ballen.)
2. bedruckte Waaren aller Art

pro Ctr. 25 Thlr. (43. 45.) (Tara: 20 in Kisten, 7 in Ballen) 3. unbedruckte, ungewalkte Waaren; Posamen

tier- und Knopfmacherwaaren; auch Gespinnste in Verbindung mit Metallfäden

pro Ctr. 20 Thlr. (35.) (Tara: 20 in Kisten, 7 in Ballen.) 4. unbedruckte gewalkte Tuch-, Zeug- und FilzWaaren; Strumptwaaren; Fussteppiche

pro Ctr. 10 Thlr. (17. 30.) (Tara: 20 in Kisten, 7 in Ballen.) 5. Tuchleisten

frei, 42. Zink und Zinkwaaren: a) Rohes Zink; altes Bruchzink ..

frei. b) Zinkbleche

· pro Ctr. 15 Sgr. (52%.) c) Grobe Zinkwaaren, auch in Verbindung mit Holz oder Eisen, ohne Politur und Lack; Draht

pro Ctr. 1 Thlr. (1. 45.)

Keine Tara ) d) Feine, auch lackirte Zinkwaaren, ingleichen

Zinkwaaren in Verbindung mit anderen Materialien, soweit sie dadurch nicht unter No. 20 fallen .

39. Vieh: a)1. Pferde

pro Ctr. 4 Thlr. (7' (Tara: 20 in Fässern und Kisten, 13 in Körben.)

frei. 2. Maulesel, Maulthiere, Esel

das Stück 1 Thlr. 10 Sgr. (2. 20.) Anmerkung zu al 2.

a) Füllen, welche der Mutter folgen
B) Füllen unter einem Jahre auf der Grenze von Harburg bis

Leer, beide Orte eingeschlos: en , das Stück 15 Sgr. (525.)
b) Rindvich:
1. Ochsen und Zuchtstiere

das Stück 1 Thlr. 10 Sgr. (2. 20.)

frei.

*; Auch Kautschnekol.

43. Zinn und Zinnwaaren, auch mit Spiess

glanz legirt: a) Zinn in Blöcken, Stangen etc.; altes Bruchzinn

frei. b) Zinn, gewalztes pro Ctr. 15 Sgr. (524.) c) Grobe Zinnwaaren, als: Draht, Röhren, Schüs

seln, Teller, Kessel und andere Gefässe, auch in Verbindung mit Holz oder Eisen, ohne Politur und Lack pro Ctr. 1 Thlr. (1. 45.)

(Keine Tara.) d) Feine, auch lackirte Zinnwaaren, ingleichen

Zinnwaaren in V zbindung mit anderen Materialien, soweit sie dadurch nicht unter No. 20. fallen

pro Ctr. 4 Thlr. (7.) (Tara: 20 in Fässern und Kisten, 13 in Körben.)

44. Artikel , , welche unter keiner der vor

stehenden Nummern begriffen sind frei. Bestimmungen über die Ausfuhr. Bei der Ausfuhr sind einer Abgabe nur unterworfen: „Lumpen und andere Abfälle zur Papierfabrikation" und zwar: 1. nicht von reiner Seide, auch zu lalbzeug

vermahlen, Maculatur und Papierspäne mit

1% Thlr. oder 2 Fl. 5) Kr. vom Centner; 2. altes Tauwerk, alte Fischernetze und Stricke,

getheert oder nicht getheert mit Thlr. oder 35 Kr. vom Centuer.

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Handels- und Schifffahrts-Vertrag

zwischen dem Norddeutschen Bunde und den zu diesem Bunde nicht gehörenden Mitgliedern des Deutschen Zoll- und Handels-Vereins einerseits

und
Spanien andererseits,

Vom 30. März 1868.

Seine

Majestät der König von Preusser, im Namen des Norddeutschen Bundes nnd der zu diesem Bunde nicht gehörenden Mitglieder des Deutschen Zoll- und Handelsvereins, nämlich: der Krone Bayern, der Krone Württemberg, des Grossherzogthums Baden und des Grossherzogthums Hessen, für dessen südlich des Main belegenen Theile, sowie in Vertretung des Ihrem Zoll- und Steuersysteme angeschlossenen Grossherzogthums Luxemburg, einerseits, und Ihre Majestät die Königin von Spanien, andererseits, von dem gleichen Wunsche beseelt, die Entwickelung der Handels- und Schifffahrtsbeziehungen zwischen Deutschland und Spanien zu fördern, haben beschlossen, einen Vertrag abzuschliessen und zu diesem Zweck zu Ihren Bevollmächtigten ernannt und zwar:

Seine Majestät der König von Preussen:
den Freiherrn kurl August Ernst konstantin

Heinrich Julius ron Canitz und Dallwitz,
ausserordentlichen Gesandten und bevoll-
mächtigten Ministerdes Norddeutschen Bun-

des bei Ihrer Katholischen Majestät u. S. W.; Ihre Majestät die Königin ron Spanien: Don Lorenzo Arrazola, Grosskreuz des Kö

niglichen und Hohen Ordens Karls III., des Königlichen Ordens Isabella's der Katholischen, des Ordens von der Empfängniss von Villaviçosa, des Portugiesischen Christus-Ordens, des Päpstlichen Ordens des heiligen Gregorius des Grossen, Senator des Königreichs, vormaligen Ministerpräsidenten, vormaligen Justizminister, vormaligen Königlichen Rath, vormaligen Abgeordneten zu den Kortes und vormaligen

Präsidenten des obersten Gerichtshofes, Präsidenten der Königlichen Academie der moralischen und politischen Wissenschaften, Vice-Präsidenten der Archäologischen Gesellschaft des Prinzen Alfons, Allerhöchstihren ersten Staatssecretair im Ministerium

der auswärtigen Angelegenheiten u. s. w., welche, nach Mittheilung ibrer in guter und gehöriger Form befundenen Vollmachten, über nachstehende Artikel übereingekommen sind.

Artikel 1. Zwischen allen Staaten der beiden Hohen vertragenden Theile soll volle und gänzliche Freiheit des Handels und der Schiffahrt bestehen. Die Angehörigen eines jeden der vertragenden Theile sollen in dem Gebiete des andern dieselben Rechte, Privilegien, Begünstigungen, Befreiungen und Ausnahmen in Ansehung des Handels und der Schifffahrt geniessen, welche die Angehörigen der meist begünstigten Nation geniessen oder geniessen werden.

Artikel 2. Die Angehörigen jedes der beiden vertragenden Theile sollen gegenseitig in den Staaten und Besitzungen des andern in gleichem Masse, wie die Einheimischen befugt sein, in alle Häfen und Flüsse, welche der Schifffahrt aller Nationen geöffnet sind oder geöffnet werden, mit ihren Fahrzeugen und Ladungen einzulaufen, zu reisen, sich aufzuhalten, im Grossen und im Einzelnen Handel zu treiben, Häuser, Magazine und Läden zu miethen oder zu besitzen, Waaren oder Gelder zur See oder zu Lande zu versenden und sowohl vom Inlande, wie vom Auslande in Consignation zu nehmen. Alles dieses nur gegen Zahlung derjenigen Abgaben,

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