Abbildungen der Seite
PDF
EPUB

Salzsteuer im Zollverein.

Berechnet für 1868.

Nach der am 8. Mai 1867 zwischen den Regierungen der Zollvereinsstaaten geschlossenen Uebereinkunft (cfr. Seite 121) tritt an die Stelle des bisherigen Salzmonopols vom 1. Januar 1868 eine Salzabgabe von 2 Thlr. für den Centner (7,2 Pf. für das Pfund), welche sowohl für ausländisches als für inländisches Salz erhoben und unter sämmtliche Zollvereinsstaaten nach Massgabe der Bevölkerung vertheilt wird. Es ist anzunehmen, dass der Verbrauch an Speisesalz im Jahre 1868 dem Verbrauch in früheren Jahren gleichkommen wird, da von der Einführung der Salzabgabe, welche hinter dem in Preussen bisher in Monopolform erhobenen Steuersatze nur um etwa 7 Sgr. für den Centner zurückbleibt, in der Mehrzahl der andern Länder aber den Monopolgewinn übersteigt, ein wesentlicher Einfluss auf die Durchschnittspreise des Salzes beim Verkauf im Kleinen wenigstens vorerst nicht zu erwarten ist. Es kann demnach der Berechnung des Ertrages der Salzabgabe der frühere Absatz zu Grunde gelegt werden. An Speisesalz wurden nach den stattgehabten Ermittelungen im Zollverein abgesetzt: im Jahre 1861

5,445,910 Ctr. Siedsalz

248,666 Steinsalz 5,694,576

Ctr. im Jahre 1862

5,392,536 Ctr. Siedsalz

245,781 Steinsalz

5,638,317 Ctr. im Jahre 1863

5,462,702 Ctr. Siedsalz

268,827 Steinsalz

5,731,529 Ctr. zusammen 17,064,422 Ctr..

durchschnittlich 5,688,141 Ctr. Die Bevölkerung betrug bei der Zählung im Dezember 1861 34,670,277 Köpfe, mithin sind durchschnittlich abgesetzt auf den Kopf 16,41 Pfd.

Die Ermittelungen des Gesammtabsatzes an Speisesalz in den Jahren 1864—1866 liegen zwar noch nicht vollständig, indess bereits für den überwiegenden Theil des Zollvereins vor, und es lässt sich danach schon jetzt übersehen, dass der Absatz durchschnittlich ebenfalls zwischen 16 und 17 Pfd. auf den Kopf der Bevölkerung betragen hat.

Mit Rücksicht darauf, dass künftig für alle gewerblichen Zwecke, mit alleiniger Ausnahme derjenigen, bei welchen es sich um Herstellung von Nahrungs- und Genussmitteln für Menschen handelt, das Salz steuerfrei verabfolgt wird, erscheint es übrigens räthlich, die Menge des zu versteuernden Salzes nicht über 16 Pfd. auf den Kopf anzunehmen. Wird dieser Satz der Berechnung des Steueraufkommens zu Grunde gelegt, so ergiebt sich eine Brutto-Einnahme an Salzabgabe von 9 Sgr. 7,2 Pf. auf den Kopf, also für die Gesammtbevölkerung des Zollvereins, welche bei der Zählung im Dezember 1864, ausschliesslich des in den Bundesfestungen stationirt gewesenen Oesterreichischen Militairs, 35,878,288 Köpfe betrug, jetzt aber zu mindestens 36,759,349 Köpfen veranschlagt werden kann, von

11,762,991 Thlr. 20 Sgr. 5 Pf. oder rund

11,763,000 Thlr. Ein Theil dieser Einnahme wird als Eingangsabgabe für ausländisches Salz zur Erhebung kommen, und zwar, wenn man annimmt, dass die Einfuhr von ausländischem Salz den bisherigen Bezug von dergleichen Salz nicht erheblich übersteigen wird, etwa '%, rund

1,641,000 Thlr. Es verbleibt demnach an Brutto-Einnahme für zollvereinsländisches Salz 10,122,000 Thlr.

Von dieser Brutto - Einnahme sind nach Art. 38 der Verfassung des Norddeutschen Bundes und Art. 11 des Vertrages vom 8. Juli 1867, betreffend die Fortdauer des Deutschen Zoll- und Handelsvereins, die auf den Salzwerken erwachsenden Erhebungs- und Aufsichtskosten abzusetzen, welche, da es vorerst an einem bestimmten Anhalte dafür fehlt, zu etwa Procent veranschlagt werden

75,000 Thlr. Nach Abzug dieser, den betreffenden Staaten zu vergütenden Verwaltungskosten berechnet sich der Netto-Ertrag der Salzsteuer zu

10,047,000 Thlr. Davon fallen nach Massgabe der Bevölkerung

a) auf die Süddeutschen Staaten und Luxenburg (8,880,839 Köpfe) :. 2,427,295 Thlr.
b) auf die dem Zollvereine angehörigen Theile des Norddeutschen Bundes,
excl. Schleswig-Ilolstein (27,878,510 Köpfe)

7,619,705
Die letztere Summe erhöht sich durch den Zutritt von Schleswig-
Holstein zum Zollverein nach der folgenden Berechnung um etwa . 237,000

zusammen

Berechnung des Ertrages der Salzsteuer in den Preussischen Herzogthümern

Schleswig und Holstein, Die Gesammtmenge des in den Herzogthümern Schleswig und Holstein zum Verbrauch gelangten Speisesalzes betrug nach den statistischen Anschreibungen: im Jahre 1864

152,506 Centner 1865

177,152 1866

158,858

488,516 Centner durchschnittlich

162,839 Centner An diesem Verbrauch haben 924,309 Einwohner Theil genommen, es sind also durchschnittlich consumirt pro Kopf 17,6 Pfd.

Da von dem Speisesalze cin Theil zu gewerblichen Zwecken benutzt worden ist, so kann angenommen werden, dass nach Einführung der Salzabgabe von 2 Thlr. für den Centner in den Herzogthümern Schleswig und Holstein ebenso wie in den übrigen Theilen des Zollvereinsgebiets nur etwa 16 Pfd. auf den Kopf zur Versteuerung gelangen werden. Nach Massgabe der Bevölkerung, welche sich durch den Hinzutritt von Altona*) zum Zollverbande der Herzogthümer auf 977,371 Köpfe und durch den Zuschlag von 2 pct. us fernere 19,547 Einwohner, also auf 996,918 Köpfe erhöht, wird demnach die Brutto - Einnahme an Salzabgabe voraussichtlich betragen

319,014 Thlr. Hiervon sind abzusetzen mit Rücksicht darauf, dass in den Herzogthümern noch erhebliche Salzbestände lagern, auch ein Theil des Salzes künftig vom Auslande bezogen wird.

80,000 bleibt Brutto - Einnahme für zollvereinsländisches Salz

239,014

Thlr. Von dieser Summe gehen noch die durch die Beaufsichtigung der Salzraffinerien erwachsenden Kosten ab, welche veranschlagt werden zu (rund)

2,000 Es verbleibt demnach als Reinertrag der Salzsteuer

237,014 Thlr. 237,000

rund

Branntweinsteuer und Uebergangsabgabe von Branntwein

in der Branntwein-Steuergemeinschaft.

2

zusammen

Hinsichtlich der Branntweinsteuer und der Uebergangs-Abgabe von Branntwein bestand bis zum Jahre 1865 eine Steuergemeinschaft zwischen Preussen, Sachsen, dem Thüringischen Vereine und einigen mit Preussen im engeren Vereine stehenden Ländern und Landestheilen, welcher vom 1. Januar 1866 ab auch Braunschweig beigetreten ist. Die zur Theilung gelangte Einnahme betrug in diesem Vereine:

Brutto.
Davon ab Bonificationen.

Netto.
für 1864
11,631,518 Thlr
2,689,429 Thlr.

8,942,089 Thlr.
1865
11,563,355
2,417,271

9,146,084
1866
11,830,880
2,092,305

9,738,575
35,025,753 Thlr.

7,199,005 Thlr.

27,826,748 Thlr. durchschnittlich 11,675,251 Thlr.

2,399,668 Thlr.

9,275,583 Thlr. Hieran participirten im Jahre 1864

22,135,686 Köpfe 1865

23,062,996 1866

23,326,948

68,525,630 Köpfe

durchschnittlich 22,841,877 Köpfe Werden von der obigen durchschnittlichen Brutto-Einnahme 15 Procent Erhebungs- und Verwaltungskosten für die betheiligten Staaten berechnet und von der Netto-Einnahme in Abzug gebracht mit

1,751,287 Thlr. so verbleibt ein Reinertrag von

7,524,296 Thlr. mithin auf den Kopf der Bevölkerung 9 Sgr. 10,6 Pf.

.

zusammen

*) Ist inzwischen nicht zu Stande gekommen.

Dieser Satz kann der Berechnung des Steueraufkommens in den zum Zollvereine gehörigen Staaten des Norddeutschen Bundes für 1868 um so mehr zu Grunde gelegt werden, als vom 15. Juli 1867 ab auch die vormaligen Hannoverschen Lande (einschliesslich Schaumburg-Lippe), die Gebiete des ehemaligen Herzogthums Nassau, der Stadt Frankfurt a. M. und des Amts Homburg, die von Preussen erworbenen früher Bayerischen und Hessischen Gebietstheile und das Herzogthum Oldenburg dem bisherigen Steuerverein beigetreten sind, und der Beitritt des ehemaligen Kurfürstenthums Hessen vom 1. Juli 1868 ab bereits verfügt ist. Es wird sich zwar in Folge der Erweiterung der Steuergemeinschaft der Ertrag der Uebergangs-Abgabe etwas niedriger als bisher stellen; der dadurch entstehende Ausfall gleicht sich aber durch den Wegfall eines grossen Theils der bisher für ausgeführten Branntwein gezahlten Bonificationen wieder aus.

Braumalzsteuer und Uebergangs-Abgabe von Bier

in der Braumalz-Steuergemeinschaft.

[ocr errors]

.

Eine Braumalzsteuer-Gemeinschaft hat bisher nur zwischen Preussen und einigen mit ihm im engsten Vereine stehenden Ländern und Landestheilen bestanden, dagegen ist in Sachsen, Braunschweig und Luxemburg das Braumalz in derselben Weise wie in Preussen besteuert worden, und seit dem 1. Juli 1867 ist die Steuer von 20 Sg. für den Centner Braumalzschroot auch in den von Preussen neu erworbenen Landestheilen, sowie im Grossherzogthum Oldenburg und in Schaumburg-Lippe eingeführt.

In den Ländern, in welchen die Braumalzsteuer bisher gleich war und in welchen in Folge dessen eine zur gemeinschaftlichen Theilung gelangende Uebergangs-Abgabe für das aus andern Zollvereinsstaaten eingehende Bier zur Erhebung kommt, sowie in Thüringen, woselbst nirgends eine geringere Steuer als in Preussen erhoben wird, sind aufgekommen:

an Braumalzsteuer an Uebergangsabgabe von Bier
1864
2,513,958 RS

83,492 R
1865
2,809,298

98,323
1866
2,780,526

94,634
zusammen 8,103,782 R

276,449 RS im Durchschnitt jäbrlich 2,701,261 R

92,150 Werden hiervon 15 Procent Verwaltungskosten abgerechnet mit

405,189

13,822 80 bleibt ein Ueberschuss von

2,296,072 RE

78,328 RE Nach den Abrechnungen über die gemeinschaftliche Vebergangs-Abgabe betrug die Bevölkerung der dabei betheiligten Staaten: im Jahre 1864

22,552,507 Köpfe 1865

23,494,994 1866

23,497,705
zusammen 69,545,206 Köpfe

durchschnittlich 23,181,735 Köpfe
Es berechnet sich also auf den Kopf ein Ueberschuss:
a) an Baumalzsteuer von

2 Syn 11,6 8.
b) an Uebergangs-Abgabe von

1,2

[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]

Steuer vom inländischen Tabacksbau

und
Uebergangsabgabe für Tabacksblätter und Tabacksfabrikate.

)

[ocr errors]

Die in Preussen gesetzlich bestehende Besteuerung des inländischen Tabacksbaues (vgl. Seite 209) kommt vertragsmässig auch in Sachsen, Thüringen und Braunschweig zur Anwendung. Seit dem 1. Januar 1867 ist dieselbe zugleich auf sämmtliche von Preussen neu erworbene Landestheile, mit Ausschluss von Lauenburg, *) ausgedehnt. Der Ertrag der Steuer ist nicht gemeinschaftlich.

Es findet jedoch eine Gemeinschaft der Uebergangs-Abgabe statt, welche in den genannten Ländern, im Grossherzogthum Oldenburg und in Luxemburg für die aus andern Zollvereinsstaaten übergehenden Tabacksblätter und Tabacksfabrikate erhoben wird. Der Brutto-Ertrag der Uebergangsabgabe belief sich: im Jahre 1864 auf

114,026 RB 1865

120,372 1866

126,372

360,770 R
im Durchschnitt jährlich auf 120,257 RE
Werden hiervon 15 Procent Verwaltungskosten abgesetz mit 18,039
so verbleibt ein Reinertrag von

102,218 R
An dem Ertrage participiren
im Jahre 1864

25,402,038 Köpfe
1865

26,391,936 1866

26,392,314

78,186,288 Köpfe
im Durchschnitt jährlich

26,062,096 Köpfe.
Es fällt mithin auf den Kopf der Bevölkerung ein Antheil von 1, X.

zusammen

[ocr errors]
[ocr errors]

9

zusammen

Production, Verbrauch und Steuerertrag einiger mit ausländischen Artikeln concurrirender Verzehrungsgegenstände im

Zollverein, in Grossbritannien und Frankreich.

T a back.

pCt.

42

9

[ocr errors]

Zollverein.

(Vergl. Seite 175.)
Production and Verbrauch von Taback im ganzen Zollverein.
im Zollverein pro- davon im jetzigen Taback-

im übrigen
ducirtes Quantum

steuerverband

pCt.

Zollverein 1850/1853 577,000 Ctr.

263,000 Ctr.

46
314,000 Ctr.

54 (incl. Hannover) 1858/1860 480,000 201,000

279,000

58 1861 354,000

162,000
46 192,000

54 1862 435,000

159,000

37 276,000
1863
682,000

229,000
34 453,000

66 1864 676,000

234,000
35 442,000

65 1865 767,000

251,000
33 516,000

67 Der Verbrauch von Taback betrug demnach, unter Berücksichtigung der ausgeführten Quantitäten, pr. Kopf der Bevölkerung im Durchschnitt der Jahre

1850/1853 1858/1860 1861/1864 inländischer Taback

63

[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]

1,4846.
fremder Taback

1,16
1,63

1,75
im Ganzen
2,64%.

2,76 46.

0,96 46.

1,01 46.

2,59 .

Seit dem 5. Januar 1868 besteht diese Besteuerung des inländischen Tabacksbaues auch in Lauenburg.

Steuer-Ertrag vom inländischen Taback im Tabacksteuerverband. *) Die Steuer wird erhoben von dem mit Taback bepflanzten Land, welches nach seiner Ertragsfähigkeit in 4 Classen eingetheilt ist. Die Steuer beträgt pr. Preuss. Morgen 1ster Classe (ca. 9 Centner Ertrag): 6 Rc, 2ter Classe (ca. 7%, Centner Ertrag): 5 Ro, 3ter Classe (ca. 6 Centner Ertrag): 4 Re, 4ter Classe (ca. 45 Centner Ertrag): 3 Re, was einer Belastung von % R per Centner trockene Blätter gleichkommt. Von dem aus dem übrigen Zollverein eingefülirten Taback wird eine Uebergangsabgabe von % RE per Centner erhoben.

Der Ertrag der Morgensteuer belief sich 1858/1860 auf ca. 130,000 R, 1864 auf ca. 150,000 RC; die Uebergangsabgabe lieferte 1860: 72,000 RC, 1864: 114,000 Rs. Die Gesammt-Einnahme vom inländischen Taback betrug demnach im Tabackssteuerverband: 1860: 202,000 R6, 1864: 264,000 Ro; oder per Kopf der Bevölkerung 1860: 0,25 Sgr, 1864: 0,31 Syn

Die Eingangssteuer von fremdem Taback lieferte im ganzen Zollverein einen Ertrag von 1860: 2,36 Sg per Kopf, 1864: 2,34 Syr per Kopf.

Grossbritannien. In Grossbritannien ist der Tabacksbau seit 200 Jahren verboten. Der Verbrauch von fremdem Taback betrug per Kopf der Bevölkerung 1855: 0,99th., 1860: 1,11 46., 1864: 1,17 96., im Durchschnitt der Jahre 1860/1864: 1,12 lb. Der Ertrag der Eingangsteuer von Taback und Tabacksfabrikaten belief sich per Kopf der Bevölkerung 1855 auf 35,92 Syn; 1860: 38,86 Syn; 1864: 41,09 Sga

Frankreich. Der Verkauf von Taback ist Monopol der Regierung. Die Production von Taback ist durch Gesetz auf gewisse Districte beschränkt und darf auch in diesen nur auf besondere Erlaubniss des Finanz-Ministers Taback gepflanzt werden. Im Dictionnaire du Commerce (S. 1587) giebt Mangin den Gesammt-Ertrag des französischen Tabacksbaues auf 15 bis 16 Millionen Kilo an. (300,000 Centner bis 320,000 Centner.)

im Durchschnitt Es wurden von der Monopol

1851
1855
1860

1864 1860/1864 verwaltung verkauft . 400,000 Ctr. 491,000 Ctr. 592,000 Ctr. 599,000 Ctr. 583,000 Ctr. Die Brutto-Einnahme betrug 33,759,000 R 40,853,000 R 52,087,000 R 62,463,000 R$ 58,347,000 % Die Verwaltungskosten beliefen sich auf

8,398,000 14,332,000 15.522,000 16,664,000 14,944,000 Rein - Ertrag des TabacksMonopols

25,361,000 R 26,521,000 36,565,000 R 45,799,000 RE 43,403,000 R Verbrauch von Taback pr. Kopf 1,12 U.

1,36 46.
1,62 16.
1,58 16.

1,55 . Einnahme des Staats

Taback-Verbrauch pr. Kopf 21,26 Sy 22,10 Sga 30,05 Sya 36,29 Sga 34,63 Up

vom

[ocr errors]

.

[ocr errors]
[ocr errors]

Spirituose n.

Zollverein.

(Vergl. S. 203.) Nur über den Ertrag der Branntweinsteuer in dem Norddeutschen Branntweinsteuerverband (Preussen, Sachsen, Thüringen) liegen zuverlässige Nachrichten vor.

18 5 5
1860

1864 Der Ertrag der Brennsteuer betrug nach Abzug der gezahlten Ausfuhr-Bonification

6,404,000 R8,057,000 R 8,929,000 R Ertrag der Uebergangsabgabe für aus dem übrigen Zollvereineingef. inländ. Branntwein .

5000
7000

9000
im Ganzen vom inländischen Branntwein 6,409,000 R 8,064,000 R 8,938,000 RE
oder per Kopf der Bevölkerung

9,47 Sąr. 11,36 Sgr. 12,09 Sgr. Da die Steuer nach dem Bauminhalt des Maischbottichs resp. vom Material erhoben wird, so ist nicht zu constatiren, wie hoch die Gesammtproduction und der Verbrauch von inländischem Branntwein sich belaufen; nimmt man mit der officiellen Statistik der Branntweinbrennerei an, dass das Quart geniessbaren Branntweins mit 2 Sgr. belastet sei, so weist die Einnahme als Consum pro Kopf nach für 1855: 4,73 Quart; für 1860: 5,68 Quart; für 1864: 6,04 Quart. Es ist jedoch notorisch, dass schon seit langer Zeit in den grösseren Brennereien in Folge der Verdickung der Maische erheblich mehr Alkohol auf 20 Quart Bottich-Inhalt gewonnen wird, als vor 20 Jahren, zu welcher Zeit schon Dieteri; die Annahme einer Belastung von 2 Sgr. pro Quart Branntwein von 50 pct. als eine zu hohe bezeichnet. Nimmt man an, dass die Ausfuhr-Bonification von der wirklichen Belastung des Quart Branntwein ein nahezu richtiges Bild giebt, und schätzt diese demnach auf etwa 1 Sgr, pro Quart von 50 pCt., so würde, der obigen Einnahme nach, der Verbrauch von inländischem Branntwein pro Kopf der Bevölkerung betragen haben 1855: 33 Quart; 1860: 11% Quart; 1864: 12 Quart.

°) Zum Tabacksteuerverband gehören: Preussen mit Hannover and Kurbessen, Sachsen, Thüringen, Braunschweig und Oldenburg. Staatshandbuch des Nordd. Bundes etc.

14

« ZurückWeiter »