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Einfuhr in

Werth in Thlr.

Werth in Thlr.

.

Ausfuhr,

Ueber die allgemeine Entwickelung des Ausfuhr-

handels Hamburgs nach Grossbritaunien und Frank-
Die Ausfuhr Hamburgs land- und flusswärts reich geben wir nach den officiellen bandelsstatis-
betrug

tischen Publicationen dieser Staaten, auszugsweise
per Berlin-

einige vergleichende Angaben des Werthes der
Hamburger Ober-Elbe via Harburg Total
Eisenbahn

dortigen Einfuhr aus den Hansestädten. Der Antheil
Brutto Ctr. Brutto Ctr. Brutto Ctr. Brutto Ctr. Hamburgs am hanseatischen Export ist bei weitem
1867 3,658,000 7,121,000 1,986,000 12,765,000 überwiegend über denjenigen der Schwesterstädte.
1860 2,917,000 6,570,000 1,132,000 10,619,000

Einfuhr in

Grossbritannien Frankreich
Ueber Hamburg's Ausfuhr seewärts liegen seit

aus den Han estädten aus den Hansestädten
dem Jahre 1856 keine statistischen Aufstellungen
mehr vor.
Mit der Aufhebung der bis dahin er- 1867

62,833,000
hobenen Ausgangsabgabe von % des Werthes 1866

70,512,000

10,667,000
hörten auch die Declarationen über die Ausfuhr 1865-61 47,630,000

6,592,000
auf, welche das Material für die Ausfuhrstatistik 1860 - 56 36,951,000

5,424,000
bildeten.

1855–51 . . 36,793,000

2,288,000
Uebrigens würde eine Statistik des Hamburgischen Man beachte die ausserordentliche Zunahme dieser
Export-Handels nur dann umfassend und vollständig Verkebrsrichtungen, welche, was die Ausfuhr nach
aufzustellen sein, wenn sie zugleich die See-Ausfuhr Frankreich betrifft, wesentlich der Wirkung der
von und über Altona, dessen Hafen sich an den 1865 in Kraft getretenen Handelsverträge zwischen
Hamburgischen Hafen unmittelbar anschliesst, mit- dem Zollverein sowie den Hansestädten mit Frank
umfasste.

reich beizumessen sein wird.
Die bedeutenderen Artikel der Einfuhr aus den Hansestädten waren:
in Grossbritannien:

in Frankreich:
1866
1865

1866

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Seeschifffahrtsverkehr in Hamburg und Bremen.

Angekommen
von europäischen Plätzen

Jahre

von transatlantischen Plätzen
in Hamburg in Bremen
Last

Last
Schif. à 4000 Pfd. Schif. à 4000 Pfa.

in Hamburg

Last
Schiffe h 4000 Pfa

in Bremen

Last
Schiffe à 40CO Pfd.

Total
in Hamburg

in Bremen
Last

Last
Schiffe à 4000 Pfd. Schiffe à 4000 Pfd.

1867 568 149,894 535 258,692 4,487 804,161 2,573 190,686 5,055 954,055 3,108 449,378

1866 477 134,733 501 205,189 4,708 750,382 2,369 168,596 5,185 885,115 2,870 373,785
1865–61| 458) 110,161 414 143,005 4,750 599,402 2,403 144,001 5,208 709,563 2,817 287,006

360 - 56 76 100,098 133,067 4,367 491,950 2,489 138,045 4,843 592,048 2,917 | 271,112
1855--51) 445 71,889 375 87,051 4,009 344,19+2,426 110,820 4,454 | 416,083 2,801 197,871

Abgegangen
nach europäischen Plätzen
von Hamburg von Bremen
Last

Last
Schiffe à 4000 Pfd. Schiffe à 4000 Ptd.

nach transatlantischen Plätzen
von Hamburg von Bremen
La t

Last
Schif. à 4000 Pfd Schif. à 4000 Pfa.

Jahre

Total von Hamburg von Bremen Last

Last Schiffe à 4000 Pfd. Schiffe à 4000 Pfd.

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1867 542 137,529 380, 230,1284,529 818,846 3,098 241,266 5,071 956,375 3,478 471,394

1866 545 127,824 368 184,287 4,665 760,551 2,841 199,845 5,210 888,375 3,209 384,132 1865–61 502 104,934 355 132,8104,693 600,360 2,803 169,278

5,195 705,294 3,158 302,088 1860-56 490 94,366 376 127,9844,355 497,183 2,778 153,868 4,845 591,5493,154 281,852 1855-51| 466 75,353 414 108,087 3,994 341,438 2,444 100,580 4,460 416,7912,858 208,667

Davon leer und in Ballast angekommen

abgegangen
in Hamburg

in Bremen
von Hamburg

von Bremen
vom
vom
vom

vom Jahre Schiffe

Total
Schiffe

Total
Schiffe
Total
Schiffe

Total
010
010
00

00 1867 668 13 508 16 1,924

1,150

33 1866 831 16 596

21
1,956

38
986

31 1865-61 750

14
412
15 2,012

39
919

29 1860-56 691

14
555
19 2,030

42
801

25 1855 - 51 554

12
434
15

43
673

24

38

1,926

Auswanderer-Beförderung.
Directe Beförderung

Directe Beförderung
in Hamburg
in Bremen

in Hamburg

in Bremen Jahr Schiffe Passagiere

Schiffe Passagiere
Jahr Schiffe Passagiere

Schiffe Passagiere 1867 93 38,214

226 73,971
1860 75 14,913

174

30,296 1866 97 39,040

179 61,877
1859 78 12,753

146 22,011 1865 94 37,212

148 44,665
1858 98 18,822

162 23,177 1864 67 19,957

112
27,701
1857 127 28,894

237 49,348 1863 89 24,681 121 18,175 1856 119 24,286

196 36,517 1862 84 18,560

122
15,187
1855 87 15,663

174 31,550 1861 76 13,724

125 16,245
1854 163 32,310

362 76,875 Ueber die Auswanderer-Beförderung von Hamburg ab liegen noch die folgenden speciellen Angaben vor. Es gingen von Hamburg nach fremden Welttheilen:

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1867 1866 1865-61 1860—56 1855-51 nach den Verein. Staaten

| Schiffe .

75
80
57
58

73 Passagiere 34,015 35,056 17,678 13,860 13,148 dem Britischen Nordamerika .

| Schiffe

6
8
7
9

14 Passagiere.

2,638 2,447 1,903 1,917 2,464 Brasilien u. La Plata Ländern

Schiffe .

9
5
6
16

17 Passagiere . 1,096 360 718

1,821 1,531 2

J.Schiffe . nach Australien

3
9
11

17 | Passagiere . 126 549 1,547 1,053 2,266 anderen Ländern.

Passagiere . 339

628

456 1,283 852 Zusammen Passagiere

38,214 39,040 22,302 19,934 Indirect befördert Passagiere

20,261 4,675 5,740 3,117 1,471 7,826 Im Ganzen Passagiere.

42,899 44,780 25,419 21,405 28,087 Der Herkunft nach befanden sich, soweit darüber Näheres ermittelt worden, unter den seit 1861

über Hamburg beförderten Auswanderern
aus Preussen *), Mecklenburg, Süddeutschland, aus anderen Ländern.
1867
21,603
2,961
7,111

11,214
1866
13,526
5,080
7,860

18,314
1865
14,342
5,570
6,372

16,600
1864

8,219
4,242
1,914

10.680
1863

9,818
3,400
2,413

9,050
1862

7,845
2,195
1,830

8,207
1861

6,108
1,671
1,277

5,343 *) Im Jahre 1867 einschliesslich der neuen Provinzen. – In den Jahren 1966, 1965 und 1864 wurden befördert aus Hannover 1848, 1216 and 1027 Passagiere, und aus Schleswig-Holstein respective 4818, 3734 und 2148.

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36 1

1868 487 121,104 30

333 1866 539 125,565 22

360 1861 486 94,944 17

260 1856 448 79,831 11

212 1851 326 47,505 8

115 Der Rhederei-Bestand an der Unter-Elbe überhaupt war am 1. Januar 1868: 942 Schiffe mit 154,683 Lasten.

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190

49 3 298

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1862 1863 1864 1861 17 1865| 21 1866)

1861 486 1862 491 1863 506 1864) 536 1865| 550 1366 539

Jan.

Schiffe

Hamburg
487 122,104)

(Last) Bremen. 287 115,587

298 Lübeck

40 4,846) Mecklenburg 447 56,452

126 Oldenburg

26,863 41 141 Zusammen 1451 325,852

225 die altpreuss. Prov. 1380 197,447

143 Prov. Hannover*) 1422 68,121 10 3 48

Schleswig-
Holstein*) 2527 69,865

28 Zusammen. 5329 335,433

63 im Ganzen 6780 661,285

97 Ueber den Umfang des Verkehrs in Hamburg geben die statistischen Daten auf S. 1081 ff. Nähe

Nach der Notiz auf S 1079 kamen daselbst 1865 13 Millionen Collis verpackte Güter an, pro Arbeitstag also ca. 44,700 Colli. An einem lebhaften Tage im Herbst 1866 kamen aber 65,000 Colli an, wobei alle lose verladenen Güter unberücksichtigt blieben; die Summe der täglich durchschnittlich in Hamburg im Verkehr sich befindenden Güter beträgt nach der Berechnung auf S. 1080 200,000 Ctr.

10.6

507 100 o

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res.

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Last à 4000 Pra. Schiffe à 4000 Pra. Schiffe it 4000 Pra.

Last

Last

Hamburg Bremen Die Deutsche Seehandelsflotte der Nord-See betrug: *)

Oldenburg
Seeschiffe, angehörend:

Hannover
der Provinz

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Schiffe

1 1 1

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à 4000 Pfd.

Last

31

Rückblick auf die in den beiden letzten Decennien in

und durch Hamburg bewirkten Verkehrserleichterungen. Schiffsabgaben. Früher hatten die in Hamburg ankommenden Seeschiffe, je nach ihren Reisen, sehr hohe Schiffszölle zu entrichten, die bei Ankunft aus transatlantischen Häfen 2 * 8 ß und 3 % per Commerzlast betrugen. Seit 1852 ist die Abgabe für sämmtliche Schiffe nur noch 8 p, resp. 4 ß per Commerzlast. Die Schiffsabgaben, welche im Jahre 1851 bei einer Tragfähigkeit der angekommenen Seeschiffe von 248,179 C.-L. eine Einnahme von 248,664 $ Ct. gewährt hatten, ergaben im Jahre 1853 bei 280,565 C.-L nur noch 116,262 x Ct.

Der Stader Zoll, welcher, trotzdem dass im Jahre 1844 eine Regulirung stattgefunden hatte, wodurch die frühere Willkür seiner Erhebung beseitigt und im Ganzen genommen eine Reduction um etwa 25 % herbeigeführt war, doch die Einfuhr seewärts mit einer Abgabe von jährlich ca. 240,000 Ro belastete, ist seit 1861 gänzlich aufgehoben, zu welcher, allen seefahrttreibenden Nationen zu Gute kommenden Ablösung, Hamburg ein Drittel, nämlich 1,033,333 Rs. beigesteuert hat.

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Total

12,970
15,409
15,974
18,818
18,882
21,987

à 4000 Pfa.

Last

*). In dieser Vebersicht sind die Küstenfahrzeuge nicht mit enthalten. Für Schleswig-Holstein sind sämmtliche Schiffe, die weniger als 15 Commerzlast à 5,200 Ped. hielten, als Küstenfahrzeuge angesehen.

*) Bei Hannover sind 563 Küstenschiffe mit 6,998 Last mit eir.begriffen, während nach einem Vergleich dieser Tabelle mit der vorherstehen on bei Schleswig-Holstein etwa 2,100 Schiffe mit 43,000 Last als Küstenfahrzeuge anzusehen sein dürfen.

Flussschiffe hatten in Hamburg früher eine Hafen-
abgabe von 4 p per Commerzlast und ausserdem
41 p Esslinger Zoll für jede dort geladene Schiffslast
zu zahlen. Beide Abgaben sind seit 1857, resp.
18 3 aufgehoben worden, und hat die Hamburgische
Staatskasse überdies die Entschädigung für den
Lübeckischen Antheil am Esslinger Zoll übernommen.

Die Elbzölle, deren wirklich erhobener Normal-
satz seit 1844 für die weiter als Wittenberge ver-
sendeten Güter (und in umgekehrter Richtung)
6% Syr

. bis über 24 Syr per Centner betrug und die
(1845) vor eröffneter Concurrenz der Eisenbahn-
routen von ca 950,000 Rp lieferten, sind seit 1863
auf den Normalsatz von 14 Sgr. per Centner berab-
gesetzt. Um dies zu bewirken, hat Hamburg sich
damals entschliessen müssen, seinerseits eine Ga-
rantie für jährlich 39,600 Rezu übernehmen. Die
Verfassung des Norddeutschen Bundes sichert die
demnächstige Beseitigung auch des Restes der Elb-
zölle, woran nur noch die Mecklenburgische Re-
gierung festhält.

Der Verkehr über Hamburg nach der Ostsee
unterlag von 1838 bis 1857 der drückenden Be-
lastung des Dänischen Transitzolls zum Belauf von
nahezu 6 ß per Centner. Durch Lübecks und
Hamburgs Bemühungen wurde bei der Ablösung
des Sundzolls dieser Zoll vertragsmässig auf 1 ß
per Centner ermässigt. (Zur Ablösung des Sund-
zolls hat Hamburg, obschon diese durch die hier.
durch erleichterte Concurrenz von Stettin der einst-
weilen noch schwer belasteten Elbroute Abbruch
thun musste, einen Beitrag von 107,012 R R.-M.
zu zahlen gebabt.) Seit dem Anschluss Schleswig-
Holsteins an den Zollverein hat diese Durchgangs-
Abgabe gänzlich aufgehört.

Die Mecklenburgischen ete. Transitzölle, welche
dem Verkehr auf der Berlin-Hamburger Eisenbahn
1841 (als Compensation der betreffenden Staats-
kassen für den präsumirten Ausfall an Elbzoll)
auferlegt wurden und im Jahre 1867 noch einen
Betrag von 376,961 Re erreichten, sind mit dem
Eintritt Mecklenburgs und Lauenburgs in den Zoll-
verein endlich beseitigt. Der Bergedorfer Transit-
zoll ist bereits Seitens Hamburgs und Lübecks
am 1. Juli 1867 aufgehoben. Im Verlauf der Jahre
1847 bis 1867 sind überhaupt von dem Güterverkehr
auf der Berlin-Hamburger Eisenbahn an Transit-
zöllen 5,878,318 R bezahlt worden.

Der Fortschritt, welcher hinsichtlich der Verkehrs-
Erleichterungen für die Waarentransporte durch die
verschiedenen Deutschen Territorien erst in ver-
hältnisgmässig neuerer Zeit allmählig stattgefunden
hat, zeigt sich nirgends einleuchtender als im Ver-
kebre Hamburgs. Hamburg's Waaren-Einfuhr, welche
vor etwa 20 Jahren sich auf circa 140 Millionen Re
belief, urterlag damals der enormen Belastung von
ungefähr 1,200,000 Rg. Für das Jahr 1856, als die
Waaren-Einfuhr in Hamburg auf den Werthbetrag
von 255 Millionen Re gestiegen war, konnte man
die Belastung durch die Transit- und Flusszölle
auf 1,250,000 Rp schätzen, nämlich 274,700 RE
Staderzoll, 441,500 Rę oberelbische Zölle, 430,700 R
Transitzölle auf der Berlin-Hamburger Eisenbahn,
und hierzu noch die Holsteinischen Durchgangs-
Abgaben!

Zur Ablösung des Scheldezolls bat Hamburg in
Folge besonderer Umstände, wofür in keiner Weise
dem Handel ein Aequivalent geboten wurde, einen
verhältnissmässig sehr hohen Beitrag zu zahlen
gehabt, nämlich 667,680 Fros., während die Bremer
Quote nur 190,320 Frcs. betrug.

Seit dem 1. Januar 18.7 sind in französischen
Häfen Hamburgische Schiffe, woher auch immer
kommend, in directer wie in indirecter Fahrt, vom
Tonnengeld (das bis dahin bei indirecter Fahrt mit
Ladung 4 Frcs. 50 Centimes per Tonneau betrug)
gänzlich befreit.

Beim Hamburg. Lootswesen galt früher die höhere
Wintertaxe für 7 Monate, nur die unter 20 Com-
merzlast haltenden Schiffe waren vom Lootszwange
befreiet und die Benutzung eines Seelootsen ent-
band nicht von der Zahlung der Admiralitäts-
Lootsengebühr Jetzt ist die Wintertaxe auf
6 Monate beschränkt, die Befreiung vom Loots-
zwange ist auf Schiffe bis 60 Commerzlast ausge-
dehnt und in der Nordsee sind seit 1855 Hambur-
gische Lootskreuzer in Function, durch deren
Benutzung die Schiffe der betreffenden Lootspflicht
genügen können. Im April 1867 ist ein vierter
Lootsschooner in Fahrt gesetzt und das Kreuzer-
Lootsgeld ermässigt worden.

Cuxhavener Quarantaine. Die früheren Unzuträg.
lichkeiten in Folge unnöthiger Ausdehnung der
Untersuchungs-Quarantaine, der damit verbundenen
lä -tigen Weitläufigkeiten und Sporteln sind seit
1856 aufgehoben und besteht jetzt ein Reglement,
welches die Quarantaine-Fälle wesentlich vermindert,
eine prompte Abfertigung gesichert und die Gebüh-
ren bedeutend herabgesetzt hat.

Die Dispachegebühren, welche früher 1 % bei
particulären Havarien, lk und resp. 3o, bei Ha-
variegrosse betrugen, sind jetzt auf resp. 3 und %
bei particulären Havarien und auf 1 und 2%
Havariegrosse ermässigt.

Die früheren Auctionsabgaben, nämlich } % des
Verkaufswerths und der vierte Theil der Auctions-
Maklercourtage, sind seit 1854 abgeschafft worden.

Dass die unter dem Namen „Zoll“ in Hamburg
erhobenen Handelsabgaben, welche früher { % beim
Eingange und } % bei der Ausfuhr vom Werthe
abgabepflichtiger Waaren betrugen, jetzt nur noch
4 % bei der Einfuhr betragen, ist bereits oben
erwähnt worden, wobei bemerkt wird, dass in
Folge der Befreiung aller Speditionsgüter und
ausserdem einer grossen Anzabl wichtiger Artikel
diese Abgabe jetzt nur etwa 22 % der hiesigen
Einfuhr trifft, während im Jahre 1851 das Ver-
bältniss der zollpflichtigen Waaren noch 33 % war.

Die Hamburgischen Handlungsreisenden sind seit
October 1867 in sämmtlichen Staaten des Nord-
deutschen Bundes (in Mecklenburg seit 1868) von
der Entrichtung einer Gewerbesteuer befreit. Hand-
lungsreisende hatten in Hamburg eine Gewerbe-
steuer überall nicht zu entrichten.

Die durch Hamburgische Handlungsreisende in
den Zollverein eingeführten Muster bleiben seit 1868
im Zollverein von Entrichtung einer Eingangsab-
gabe befreit, wenn sie innerhalb eines Jahres wieder
ausgeführt werden; ebenmässig bleiben die in

bei

werthe von

60

67

RE

5 421

72 9

8

116 2

72 3

Hamburg durch Handlungsreisende eingeführten

Anhang I. Muster von jeder Abgabe befreit.

Vergleichung des durchschnittlichen WerthAccise. Die Deutschen Spirituosen unterlagen

verhältnisses verschiedener Handelsartikel in früher einer Eingangs-Accise; diese ist im Interesse des Grosshandels seit 1861 durch eine auf Decla

den Zeitabschnitten 1841-50, 1851-60 und ration oder durch Taxation erhobene Consumtions- 1861–67; auf Grundlage der Hamburgischen Abgabe ersetzt worden. Butter, Käse, Brennma

Handelsstatistik.") terialien, Baumaterialien u. A., welche bis Ende 1861 für den Verbrauch einer Acciseabgabe und

Procentverhält den damit verknüpften Controle - Weitläufigkeiten

Durchschnitts- niss der unterlagen, sind seitdem accisefrei geworden, zum

preise berechnet Durchschnitts

Artikel. grossen Nutzen der betheiligten Geschäftszweige.

auf RCrt. pr. Ctr.

1851 - 1961 Gegenwärtig hat die liesige Acciseabgabe, abgesehen

1841 | 1851 | 1861 von den auf Declaration erhobenen Consumtions

verglichen mit

-50 –60 – 67 1841-50 abgaben für Wein und Spirituosen etc., wesentlich den Charakter einer Mahl- und Schlachtsteuer.

RE

% Caffee (Rio)

10 84 15 03 19 67 138 6 181 5 Wechsel-Stempel. Durch Uebereinkunft Hamburg's Thee

57 62' 50 77 52 39 88 1 / 90 g und der Preussischen Regierung vom 9. September Cacao

10 74 15 98 20 06 148 8 186 8 1867 wurden die in Hamburg zahlbaren Wechsel Roher Zucker (Brasil) 7 34 8 37 7 52 114 o 102 5 in Banco-Valuta auf Altona (welche bis dahin, wie Raff dto.

9 10' 11 49 10 81|126 3 118 8 alle in Hamburg zahlbaren Wechsel, dort stempel- Taback (Cuba) 29 631 36 55 37 15/123 4 125 4 pflichtig waren) vom Hamburger Stempel befreit, Cigarren (Havana)* 212 64 318 52397 28149 8 186 8 wenn sie an eine Altonaer Firma girirt sind, ohne Reis

4 34 3 94/ 70 1 vorher in Hamburg (durch Indosso an einen Ham- Pfeffer

9 45 13 76 11 56 145 6 122 3 burger oder sonstwie) stempelpflichtig geworden Piment.

12 83 14 14 7 96 110 2 | 62 zu sein.

Cassia lignea

25 98 35 02 30 20 134 Rosinen

6 34 9 68 Kornordnung und Verordnung zur Regelung des

9 06 152 7 142 9

Corinthen Kohlenbandels. Die in diesen Reglements, resp.

8 690 10 34

6 98/1190 Mandeln

19 58 21 5021 59 109 8 110 3 vom 3. April 1844 und 22. April 1825, enthaltenen,

Wein (französischer)

8 84 8 51 186 1 179 2 die freie Bewegung des Verkehrs durch die Privilegien beeidigter Messer und Träger u. a. mehr

Sprit (Korn- u Kart.)

7 24 156 6 1268 Weizen

3 82 fach behindernden Bestimmungen sind successive

3 58131 , 1234 durch spätere gesetzliche Abänderungen beseitigt

Roggen

2 83 2 63 136 , 127 1 Gerste

1 77 worden.

2 77 154 2 |156 s Hafer

1 73 2 58 2 41 149 1 139 s Bank. Nachdem im Jahre 1846 die Differenz | Hopfen*

17 18 35 33 38 81 205 6 225 9 zwischen dem in der Bank ein- und ausgehenden Kartoffeln*

0 84147 3 1527 Silber von 2 ß per Mark fein auf 1 per mille Heringe

2 89 3 63 3 88125 6 134 3 herabgesetzt worden, ist auch diese Gebühr letzt- Butter

20 32 26 36 30 54 129 - (150 3 hin noch weiter, auf } per mille, ermässigt. Die Schmalz*

18 74 17 30 125 7 116 . Bestimmung, dass über Guthaben erst dann, wenn Käse

13 30 16 50 17 62 124 1 132 s sie mindestens eine Nacht auf dem Conto gestanden | Indigo

150 00 195 67 237 42 130 4 158 3 hatten, weiter verfügt werden durfte, ist 1856 in Cochenille

180 68137 83 114 94 76 3

63 6 Folge der Errichtung der Actien-Banken aufgehoben, Blauholz

2 04 2 08 106 108 : und haben auch sonst noch mehrfache Erleichterun- Rothholz

4 00

3 09/1070 gen für die Benutzung der Bank seitdem statt- Harz*

1 60 5 19111 9 362 , gefunden.

Schellack*

17 12 25 44 46 62 148 6 272 3

Gummi elasticum* Als ein allgemeiner Fortschritt, der nothwendig

43 12 54 49 52 72 126 4 122 , auch dem gesammten Handel zum Nutzen gereichen

do. copal* 21 71 33 43 26 97|1510 124 2

Salpeter(roh.Südsee) 4 88 muss, ist zu betrachten die in Hamburg 1864 be

4 22 109 2 liebte Einführung der Gewerbefreiheit nach mög.

Soda (calcin.)**

3 61 3 31 997 914 lichst liberalen Grundsätzen, unter Ablösung der

Eisen (rohes)

1 87 1 29 1 16 69 o bestehenden Realgerechtsame, wozu eine Summe

do. in Stangen von mehr als 1,600,000 R Pr. Crt. erforderlich

(englisches)* 3 37 3 32 3 15] 98 5 / 93 5 (Vgl. S. 879.)

Kupfer* gewesen ist.

28 47 35 29 30 66|124 0 107 1 Zink*

5 63 7 13 6 66 126 6 (118 3 Das ausschliessliche Privilegium der beeidigten Makler zur Vermittlung kaufmännischer Geschäfte *) Bei denjenigen Artikeln, für welche nach den Materialien des (mit Ausnahme von Geld- und Wechselgeschäften,

handelsstatistischen Bureaus der Durchschnittswerth nicht für das

ganze Jahrzehnt 1841-50 ermittelt werden konnte, haben die deren Vermittlung in Hamburg stets Jedem freistand) Durchschnittswerthe für den sechsjährigen (und respective vierist im Einführungsgesetze zum Deutschen Handels- jährigen) Zeitraum von 1845-50 (1847–50) genommen werden Gesetzbuche 1865 aufgehoben worden.

müssen. Die Artikel hinsichtlich deren dies der Fall ist, sind

(1845 - 50) und respective (1847–50) bezeichnet. den ersten Heften des Jahrgangs 1869 werden die , Annalen“ die

Preista bellen der Hamburger Handelsstatistik vollständig bringen. Staatshandbuch des Nordd. Bundes etc.

4 75 51 2 900 2 07

8 941

2 73

0 55

0 81

14 91

1 92

4 28

777

5 331

865

3 62

620

mit

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