Geschichte der deutschen Sprache, Band 1

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S. Hirzel, 1853
 

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Häufige Begriffe und Wortgruppen

Beliebte Passagen

Seite i - Sprachforschung, der ich anhänge und von der ich ausgehe, hat mich doch nie in der Weise befriedigen können, daß ich nicht immer gern von den Wörtern zu den Sachen gelangt wäre; ich wollte nicht bloß Häuser bauen, sondern auch darin wohnen.
Seite x - Aus der geschichte der sprachen geht zuvorderst bedeutsame be6 stätigung hervor jenes mythischen gegensatzes : in allen findet absteigen von leiblicher Vollkommenheit statt, aufsteigen zu geistiger ausbildung. glücklich die sprachen, welchen diese schon gelang als jene nicht zu weit vorgeschritten war: sie vermählten das milde gold ihrer poésie noch mit der eisernen gewalt ihrer prosa.
Seite 266 - Man mag die lautverschiebung passend wagen vergleichen, die in einem kreise umlaufen:' sobald ein rad die stelle des vorangehenden .erreicht ist seine eigne bereits von einem folgenden eingenommen, aber keins ereilt das andere, bei ihrer bewegung kann nirgend räum bleiben, der nicht alsbald ausgefüllt würde.
Seite 569 - Ablaut ist dynamische verwendung des vocalgesetzes auf die wurzel der ältesten verba, um die unterschiede der gegenwart und vergangenheit in sinnlicher fülle hervorzuheben.
Seite 556 - ... sträubt sich die schämige mundart wider das rauschende papier, wird aber etwas in ihr aufgeschrieben, so kann es durch treuherzige Unschuld gefallen : grosze und ganze Wirkung vermag sie nie hervorzubringen.
Seite 104 - ... sind in ferner zeit aus Asien eingewandert, vom osten nach dem westen setzte sie ein unhemmbarer trieb, dessen eigentliche ursache uns verborgen liegt, in bewegung.
Seite 562 - ... behaupteten: die gothische, hochdeutsche, niederdeutsche, angelsächsische, friesische und nordische, von ihnen ist die gothische ganz, ohne dasz etwas neueres an ihre stelle getreten wäre, erloschen, die hochdeutsche hat ihre lebenskraft und bildsamkeit bewährt und davon in drei Zeiträumen unverwerfliches zeugnis abgelegt...

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