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No. 12. „Das Rohr, wodurch das Gemahlene in den Sack oder Beutel: Tuch fåült.
No. 13. vi Das Beutel : Tuch.
No. 14. „Das Beutel: Holz oder die Beutel: Zunge.

No. 15. , Die Zungen, welche an die Beutel - Daumen anschlagen. Ein Fünffer oder „Sechser : Kumpff kan drei), ein Áchter aber vier Beutel: Daumen haben, nachdem man die Mühle langsam oder geschwinde gehen låsset.

No. 16. 1, Der Mehl: Kasten.

No. 17. „Ein angedeuter Knopff, die Beutel Zungen damit zu spannen, da sie mit den „Sack starck oder schwach schütteln.

No. 18. „Der Aufschůtt s Trichter (Trachter, Horchen oder Hotschen) heißt bey uns „der Rumpff, wodurch das Getrayde in das Hosch · Stelle, und von dannen in den Strin hotschet oder läufft.

No. 19. „Das Schüttel-Kästlein oder Hotschstelle; (hier zu Landeder Schuh genannt.) ,,dieses kan gerichtet werden, daß viel oder wenig Geträyde in den Stein låufft.

No: 20. „Das Mühl Pfännlein; auf diesem låufft die untenher geståhlte Mühlstange, „(axis molæ, sonst das Mühl: Eisen,) dieses Pfännlein ist auf 7 oder 8 Zoú lang, und bei ,15 Zoll breit auch 5 Zoll tief eingesenckét, und hat in sich ein Wärglein, (dielSpubrgenannt,) „aus Stahl, so untenher fast so breit als das Pfännlein breit ist, etwan zwey Zoll tieff, und seben ben 2 Zou in Diameter der Fläche breit; in dem Wårplein ist ein schråges Loch hinein,

oben beylåuffig 1 Zoll breit, und so formiret, daß die kolbichte Spiße oder vielmehr verlohrne 1 Abstuşung des Mühl Eisens fich eben darein schicket

. In der Mitte des Lochs gehet wieder ,, ein unten 1 Zoll breites und sich auf ein halb Zoll hoch zuspißendes Zåpfflein empor, weswegen denn auch das Mühl

Eisen ein solch Kegel-formes Loch unten hinauf hat, darin das Zápfflein n stehet, welches den Mühl:Eisen zum leichtern und richtigern Umlauff sehr wohl dienet. Das

Pfännlein muß wohl in der Schmier gehalten werden. Zu dieser wird keine trockene sondern feucht - flüßige Fettigkeit gebranchet; denn jene erhißet fich bald und brennet, diese aber hålt nach; die Kämme und Triebe

aber schmieret man erftlich mit Fette, als Lein Dehl, Hanf Dehl, „ und bestreicht fie hernach mit Seiffe. Ein so geschmierter Trieb nußet fich lange nicht ab.

No. 21. „Die eiserne Zapffen an benden Enden des Well Baums oder Welle, iverden „mit diesen Ziffern nur an einein Ende und von aussen angedeutet, weil fie sich beyderseits hier ,, verbergen; diese gehen in den hohlen Eisen-Blechen, (io auch Ábwellen genennet werden,) auf den Anwellen um. Soll nach hiesiger Mundart heissen: diese gehen in den

Zapffen: Lager, so auf den Angeweyhe stehet, berum. Von diesen Závffen ist zu erinnern, daß je dicker sie sind, und je geschwinder fie umlauffen, je ehender brennen sie aus, , weil fie so dann einen weiten Umkreiß haben. Ein dünner Zapffen aber brennet nicht so bald, ,, weil er keinen weiten Umkreiß im Lauff hat. Man gebraucht zu den Abwellen oder Zapffens Lager statt Eisens auch Meßing, Stein,

auch Hagen Holz, welches in Salz : Walser wohl eingereichet, und wieder abgetrocknet; Jtem, Holk, das keinen fetten, sondern wässerichten 1. Safft an sich hat, als Kirsch Båuine und dergleichen. Eisen aber und Meljing ist am besten.

(Das Meßing möchte pasiren, das skifen aber verursachet, weil der Zapffeni auch ,, eisern, und also seisen auf Eisen arbeitet, grosie Friction.)

Die Erklärung der zweyten Figur ist diese: §. 19. Fig. 1. Tab. XIV. No. I. „ Ist der Einschuß über dem Kropff. No. 2. „Zeiget den Kropff, welcher mit Punçten angemercket ist.

3. „Der Angriff, wo das Wasser in das Gefått an die Schauffel des Rads fåtlet oder schiesset. Auch wird da angedeutet, wie das Rad in den Gefälle stehet an dem Ort, wo das 1,Wasser die Schauffel am starckften angreifft: denn hier find im Profil des Rades nur 1,18 Schauffeln angezeiget, da es doch wegen seiner Höhe, und weil es durch ein kleines 1. Wåfferlein getrieben wird, ben 36 Schauffeln erfordert. und wird das Rad an der vierten Schauffel als ben 3 angegriffen und fortgeschoben.

No. 4: ,, Die Schauffel, welche aus dem Waffer seyn sol.

No. 5. ,,Der Fall, wo das Wasser hinter dem Rad aus der Rinne faut: denn wenn ,das Wasser dergestalt im Thal ausfallen fan, so ists ein Zeichen, daß der Einschuß, wenn er am rechten Ort angreifft, seinen Zug ungehindert habe. Wo aber das Wasser hinter dem

Rad

No. 3. 4

Rad zu hoch ist, so hålt es den vdrdern Trieb, welcher ben 3 angedeutet ist, auf, und kun seinen „Schub nicht haben.

No. 6. „Giebt den Punct an, aus welchem das Gefäl in der Rinne gesucht wird. Man „nimmt ihn aus dem Diameter des Rads mit fammt den Schauffeln, und sebet den Circkel ber)

6 in den Stern, als oben auf die Höhe des Diameters des Rads, und eröffnet ihn bißunten. man das Creuß bey 10. Von dannen reiffet man aufwärts, so hod) es in der Rinne Feyn rolt.

Hier ist das ganße Gefälle 1 und bey 9 angemercket. Der Fall aber an das Rad ist vom ,,Grund 2 Schuh aufwärts gezogen, als von 10 bis 11. weil das Gefälle hier 4 Schuh hoch ift. Ferner wird der unverruckte Circkel auf die Linie, welche von 6 hinab bis zu 7 gezogen,

mit dem Eirckel: Fuß in 2. der andere Circkel. Fuß aber bey 11. in den Punct gefeßt, und von , dannen bis 1. gezogen, das ist der Kropff, lu betrågt folche Höhe 11 Schuh des Kropffs, , welches zusammen in die Höhe des Gefdus, als von 8 in 9 hin, 4 Schuh austragen wird?

In welche Höhe der Krovff und Fall eingezeidynet ist, wie bey 10. 11. und i mit Puncten 1, bemercket. Dieser Kropff ist leg angedeutet, damit das Wasser nicht über, sondern an die

Schauffel schiesse. Die gange Långe der Rinnen, des Kropffs und des Gefälles ist 20 Schuh , alhier, weil das Gesenck zum Fall gerichtet ist. Und weil die Absicht auf ein kleines Wallet gefallet wird, muß solches einen langen Vorschuß in die Sendung haben, damit das Wasser ,, auf den Gefüt liegen bleibe: denn wenn der Kropff zu hoch oder zu kurz ist, so überschiesset vidas Wasser die Schauffel, und greifft am rechten Drt nicht an, und mithin hat das Rad 1, keinen Zug.

No. 7. » Zeigt den Punct unten bey dem Sammel Raften, aus welchem der Kropff n gesucher wirð.

No. 8. „Ift der Grund des Gefälles.

No. 9. Die gange Höhe des Gefälles auf 4 Schuh angezeiget; kan auch, nachdem fich „die Gelegenheit giebt, hoher seyn. Je hdher das Gefäll, je långer der Einschuß über dem

Kropff vor dem Rad senn muß: denn wenn der Kropff hoch und kurß ist, so überschieffet das or Waffer die Schauffel, und hat keinen Zug.

, Zeiget wie das Rad im Ereuß in der Rinne steht, als an seinem gehörigen Drt; , denn stehet das Rad zu weit hinwärts gegen den Kropff, so überschiesset das Wasser die » Schauffel, und treibet das Rad richt. Aber wenn das Rad an dem Drt, wo der Circkel des 1. Gefälls bey dem Creuß am niedrigsten ist, oder angefangen wird, aufwärts gezogen zu ,, werden, wie ber No. 10. zu sehen, eingerichtet wird, so bleibet das Wasser im Sdnuß auf 7, dem Gefäll, und fällt an die Schauffel, und treibt das Rad bey No. 3. am rechten Ort des Geivalts.

No. It. » Zeiger den Punct, too fich das Gefälle oder die Senckung endet, und der Kropff manfångt, wie die Puncte andeuten. No. 12. „Der Sammel: Kasten des kleinen Wåfferleins.

, Das Betawerck, auf welchen das Wasser sich gegen die Rinne sencket. Diefes „Bettiercks Långe ist 12. Schul, die Senckung ist ein Zoll. Diefer bringt das Wasser in Schub, und macht, das es stårcker antreibt, und schwerer in die Rinne fåtit. Liegt nun ein Waffer

etwas hoch, und doch nicht so hoch, daß dessen Schuß oben auf das Radkonnte geleitet werden, "To mus der hohe Einschuß vor dem Radlang seyn, sonst überschieffer das Wasser die Schauffel, ,, und hat keinen Trieb. Wird aber der Einschuß, weil er hoch liegt, durch eine lange Rinne m. gegen Thal an das Rad geleitet, so bleibet das Wasser auf der Rinne liegend, und treibt das Rad mit Gewalt.

„Jfi der Schlund, durch den sich das Wasser in die Rinne, da das Wasser:Rad or eingerichtet, einzwinget und anschwehret.

A. v Ist die Höhe des Wassers im Sammels Kasten.
B. Der Fali des Wassers. Tab. III. Fig. 1.
Ş. 20. Fig. III. Zeiget deni Sammel-Kasten, dabey befinden sich folgende Štůcke:

Der Sammels Kasten kan nach Belieben grosser und kleiner werden, jedoch ablang viereckigt, und je långer je beffer er nachschiebet. Er muß etwas tieffer liegen, als midas Såchlein, sonst låufft das Wasser zurück. Das Gesenck von dem Bachlein bis in den

Grund, wo das Wasser aus der Rinne dieffet, ist hier auf 8 Schuh angemercket, von C bis D, und ist eben das, was wir bey der 1. Figur. Tab. XIII. von A bis B angezeiget.

No. 2. „Der Spund Baum, worauf das Bernverck 18 Scuh lang, und daher ist die Sendung gegen den Schlund No. 7, 1 i Zou.

No. IO.

No. 13.

No. 14.

No. 1.

No. 3i

4.

No. 3. „Das Bretwerck, worauf das Wasser schwer und beweglich wird. Fig. B. Tab. XIV.

No. Der Haspel, womitdie Schüß oder Schliessung aufgezogen wird, das Wasser an das Rad zu lassen.

No. 5. ,,Die Schüß, sonst der Schuß oder der Schluß, wie sie vor dem Schlunde einges e richtet ift.

No. 6. , Der Schlund, durch welchen sie das Wasser in die Rinne ziehet.
No. 7. Die Rinne, welche ein klein wenig breiter, als eine Schauffel

.
No. 8. Der Kropff. No:9. Der Fall. No. 10. Des Kropffs Ende, und des Falls
No. 11. Der Ort, wo das Rad eingerichtet wird, so im Creuk

stehet, nemlich wo der Fall on am Ausschuß der Rinne im Gefäl fich endiget, als auch bey der 1. Fig. No. 10. zu sehen ist

. No. 12. „Das Bächlein, so in den Sammel: Kasten geleitet wird. Fig. 1. Tab XIV. Und dieses möchte also genug feyn von der andern Art derer unterschlächtigen Wasser Mühlen zu schreiben, maßen dasjenige, was an abgehandelten beiden Arten, nemlich des Staber: und Strauber Zeugs, etwa nicht deutlich genug vorgekommen, bey der dritten Art, nemlich der Panger soder Panster Mühle vollends erklåhret werden sou.

Das VII. Capitel,

1. Anfang

Von Erbauung einer Panster-Mühlemit sechs Gången.

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ansters Zeug heißt demnach: Wenn die Wasser - Råder in die Höhe gezogen werden können, und noch einmahl so breit als bey Staber: Zeuge find, und ein Rad zwev

Mahl: Gånge treibet : als Tab. XV. da es im Grunds Riß, und Tab, XVI. und XVII. im Stand-Riß zu sehen ist.

Bon gangbaren oder gebenden Zeuge. §. 1. Unter den gangbaren oder gehenden Zeuge verstehet man alle Räder und Getriebe mit ihren Wellen und anderer Zugehörung, welche aus und innerhalb des Mühl - Hauses befindlich, und den Umlauff der

sogenannten Låuffer oder Dbern · Mühl - Steine bey denen Mahl : Mühlen sowohl, als das Heben und Fallen derer Stämpffen, bey denen Hierses Graupen Dehl: Pulver- und Papier: Mühlen, ingleichen die Bewegung anderer Maschinen in denen improprie sogenannten Mühlen, verrichten und befördern. In denen Panster - Mühlen, von welchen hier insonderheit die Rede ist, bestehet der gehende und gangbare Zeug, so vornemlich zum Umtriebe des Mühlsteins gehörig,

I. in Wasser - Rådern.
II. Stirn: Rådern.
III. - Drehlingen.
IV. - Kamm Ridern.

V. - Getrieben.
Diesen gangbaren Zeuge folgen annoch drey Stücke, fo zu Ausziehung oder Aufziehung derer
Wasser: Råder erfordert werden, und diese bestehen:

a. in Ausziehe: Stirn Rådern.
b. Ausziehe: Scheiben.

Kumt: Wellen. Don aller dieser Stücke Beschaffenheit, auch richtigen Maaß und Proportion, nunmehro in möglichster Kürße deutlich gehandelt werden soll.

I. Bon Wasser-Rådern. $. 2. Das erste Wasser-Rad A Tab. XV. ist 7. Ellen hoch, und hat 7 Schauffeln in jeden Biertheil. Das andere B. in eben der Tab. hat 32. Schauffeln, 8 in einem Viertheil; die Höhe ist 7 Ellen 18 Zoll. Das dritte C ist 8 Ellen 12 Zou, unð find 9 Schauffeln in jeden Viertheil. Die eigentliche Ursache oder Nothwendigkeit dererer diversen Höhen obbeschriebener Wassers Råder ist folgende: Weil hier drey Råder in einem Gerinne gehen sollen, so muß immer eines tieffer als das andere hangen; dannenhero die Höhen, (wann die Wellen Horizontal liegen sollen,) nothwendig unterschiedlich seyn müssen. A18 Tab. XVII. ist der Durchschnitt dieses Gerinnes nebst denen Wasser - Rådern A.B.C. aufgerissen; D ist der Mahl : Pfahl, so die

Dber:

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C.

1

Das siebende Capitel, Von Panster: Mühlen.

45 Ober: Fläche des Fach Baums D. anzeiget $. 3. Cap. III. Die Höhe des lebendigen Gefälles von d. bißc, ist Elle oder 30 Zoll, diese theilet man durch a. und e. in drey Theile, so bekommt jedes Rad io Zoll

. Durch den Theilungs: Punct a. ist mit dem Horizont parallel eine Linie 4. g. gezogen, so gleichsam den 5. 9. Cap. V. eingeschlagenen Pfahl berühret, und hier den nieðrigsten Drt des Bodens im Gerinne vor das Rad A. anzeiget; Von dieser Linie an, wird die Höhe des ersten Rades A. ausgemessen und berechnet. Es Teve demnach g. i. die Höhe des Ufers und der Punct i. so gelegen, daß er bey anwachsenden Wafler annoch eine oder wenigstens 4 Elle über das Wasser vorrage; Wann nun dieses ro befunden wird, (welches sich ein Baumeister, so er den Drt zu' der Zeit, da das Wasser sehr groß gewesen, nicht selbst recognosciret hat, allemahl erkundigen muß,) To giebet g. i. den Semi: Diameter des Wassers Rades A. welcher 31 Elle beträgt, und der Punct i. zeiger die Höhe des Fuß: Bodens: Solte aber widrigenfalls das Wasser, wenn es sehr groß ist, biß in i, fiehen, måste man der Höhe annoch 1. oder 1 Elle, wie bey Anlegung der Staber: Mühle 9. 8. Cap. V. geschehen, zugeben. Ben jener, nemlich der Staber:Mühle, rechneten wir auch vor die Erhebung der Weltie z. über den HaußBaum o. o. Tab. X. Elle, welches aber hier wegfället, denn diese Welle, woran das Wasser : Rad A. hanget, reicher nicht biß auf den Hauß: Baum p. wie Tab. XVI. Fig. 1. zu sehen, sondern nur bißb, allwo sie, wie bey d, in denen Zieh · Gattern hanget, und vers mittelst dieser bald höher, bald niedriger gestellet wird, und bey der großen Erniedrigung Elle tieffer als die Welle B. liegen muß, dannenhero gehet hier die 1 Ellige Erhebung die Welle B. an, wovon an gehörigen Orte mehr Nachricht

folgen soll. Bey so gestalten Sachen bekommt das Wasser - Rad A. Tab. XVII. zu seinen Semi: Diameter: die Hdhe g. i: (0 31 Elte ausmachet, daß also die ganze Höhe 7 Ellen ist. Bey dem folgenden Rade B. ist nicht nöthig eine neue Messung anzustellen, sondern man addiret zu den Seini Diameter des ersten Rades A. das Gefåüe des andern Rades; als der Halb · Messer i. g. dos Rades A. ift 31 Elle, das Gefälle a. e. des Rades B. ijt 10 Zolt, thut zufammen 3 Ellen 22 Zoll, und so groß würde der Radius des Rades B. und folglich das ganze Rad 7 Ellen 20 Zoll, wann die Wellen Horizontal liegen solten. Wir wollen aber, damit das lebte Rad nicht auzu hoch wird, die Wete b. einen Zou niedriger legen, als die Welle i, und vor die Höhe des Gefälles a. e. nur 9 Zoll rechnen, daß also dem Radé B. an der ganßen Höhe 2 Zoll abgehet, und nur 7 Ellen 18 Zou wird. Bei dem Rade C. geschiehet ein gleiches, und rechnet man vor die Hdhe e.c. To 10 Zoll hålt, auch nur 9 Zoll zu der halben Höhe des andern Rades B, so wird der Semi: Diameter des Rades C. 4 Ellen 6 Zoll, und das ganze Rad 8 Ellen 12 Zoll, welches denn mit seiner Weile f. ebenmäßig 1 Zoll tieffer, als die Wëlle b. des Rades B. lieget.

Anmerdung. $. 3. Man kan auch die Höhe des ersten Rades A. Tab. XVIII. To gleich von Mahl: Pfahl D. abmessen, und die 10 Zoll d. a. (oder das Gefälle) darzu addiren, so giebt die Summe die Höhe besagten Wasser-Rades A. Wo kein Mahl-Pfahl vorhanden, wie S. 8. Cap. V. fan man den Interims-Pfahl nach Befinden der Wasser-Waage ebenınåßig in so seine Höhe, in welcher der Mahl-Pfahl stehen müfte, schlagen, und wie oben Meldung geschehen, die Höhe des Wasser- Rades, und alles übrige darnach einrichten. Es ist zwar einerlen, die Messung mag von den höchsten oder niedrigsten Orten des Gerinnes angefangen werden, wenn nur des Bau-Meisters Absicht nach vorgeschehener Abwägung des Wassers allezeit dahin zielet, daß erstlich das Wasser, To geschüßet, oder angespannet wird, daß

es dem am Fluß liegenden Lande keinen Schaden zufügen fan: Vors andere, daß der Fuß: Boden des Mühl Hauses in Tos eine Höhe kommt, wo bey grossen Wasser keine Gefahr der Uberschwemmung zu befürchten ist.

Bon Anlegung des gesammten gehenden Zeuges. S. 4. In diesem Paragrapho wollen wir die eigentliche Ursache betrachten, und sehen auf was Art und Weise eines jeden Rades Zahl der Kåmme bestimmet werde. Man reßet sich demnach eine gute Verhältniß derer Umgånge des Mühlsteins, gegen den Umgang des Wassers Rades, zum Grunde, und berechnet so dann nach selbiger zu diversen Waffer : Rådern, die Umgånge derer Mühl: Steine. Wir haben an unterschiedenen Panjter-Mühlen, deren Gerinne 5 Elien iveit, und das geschüßte Wasser . Elle hoch gestanden, wie wir auch §. 14. Cap.

II. einen Panster:Gerinne diese Weite und Tieffe zugeeignet haben, wahrgenommen, daß die Mühlen,

von einen 7 Ellen hohen Waffer-Rade getrieben worden, gute Dienste verrichtet, wann der Mühl Stein

zirálf mahl herum gekommen, indem das Wasser : Rad einmahl umgelauffen ist; und nach dieser Proportion wollen auch wir die Umgänge zu unsern Wasser-Rädern, und folglich

M

den

12

3.

den gangen gangbaren Zeug einrichten, und per Regulam de Tri sprechen: Ein 7 Ellen hones Wasser: Rað bringet den Mühl Stein zwdiff mahi herum, wie vielmahl wird er bey einem 7 Ellen und 18 Zoll hohen umgehen?

7 Ellen: 12 Umgånge. = 7 Ellen, 18 Zou ? 24

24 4) 168

186. 2(2
42.

31
93. t

13 kommt 13 und Umgang 6). 7.

. 3.
77

vor das Rad B Tab. XV. 39.

oder XVI. Verfährt man nun bey den 8 Ellen und 12 Zoll hohen Rad C. vide nur besagte Tabelle auf gleiche Art, so kommt vor dasselbe 14 und Umgang. Nach denen Umgången muß man die Zahl derer Kämme oder Stecken in den Rådern einrichten, damit selbige bey ihren Umlauff just oder wenigstens bey nahe

den Mühlstein so viel mahl herum bringen, als es erfordert wird: Wir wols len es demnach abhandeln, wie uns solches die Mechanic lehret. Der Mühlstein a. You ben dem Wasser: Rade A. so nur 7 Ellen hoch ist Tab. XV. 12 mahl herum gehen, dannenhero gehet auch das Rad oder Getriebe c. so ilyn treibet, ia mahl herum; diese Zahl iz zerfället man in kleinere zahlen, durch deren Multiplication fie erwachset, als 3 mahl 4 ist í2. Die Zerfåtung zeiget an, daß zwey Råder mit

Stecken, und zwey mit Kämmen erfordert werder.; man eignet also denen Drehlingen G. und Getrieben c. eine gehorige Zahl der Stecken zu, und multipliciret dadurch die vorhergehende Zahlen, fo kommen die Zahlen der Kämme vor die Kamm: und Stirns Råder, so in die Getriebe eingreiffen müssen, heraus,

Erempel:
12. Umgånge des geschwindesten Rades
zerfällt 4 mahl 3 ist 12.
das Getriebe fou haben 7 Stečen, und 20 der Drehling.

4

3 Kamm: Rad 28 Stirn: Rad 60. Kamme. Also bekame das Getriebe 7 Stecken, das Kamm: Rad 28 Kämme, der Drehling 20 Stecken, das Stirn- Rad 60 Kämme. Es würden aber dieses zum Theil Råder, so bey den Mühlen keine gute Proportion haben, denn ein Kamm Rad von 28 Kåmmen, und Drehling von 20 Stecken wird viel zu niedrig und leichte, den Mühlstein umzutreiben: dannenhero müssen in den Panster - Mühlen die Råder nach Beschaffenheit der Umstände eine proportionirliche Zahl der Kämme und Stecken bekommen, wie folget. Die Getriebe c. c. fönnen 7 biß 8 Stecken, die Kamm-Råder H.J.K.56.60. biß 64. Kämme, die Drehlinge G. 32. und auch 36. Stecken, die Stirns Råder D. E. F. 56. 60.64. höchstens 66. Kämme haben, und dieser Art Råder wollen wir uns bedienen, und in der Rechnung fehen, ob die Zahl 13. nicht auf eine geschicklichere Art zu zerfällen sey. Erempel:

12. Umgånge gerfällt durch

8 in i oder. 1 das Getriebe soll haben 7. Stecken, und:36: der Drehling.

56. Kåmme 2)- 3. vor das Stirn:

+ 108

54 Kåmme, vor die Kamm-Råder H. H. Rad D.

Tab. XV. Kommt vor das Stirn: Rad D. 56 Kämme, die Drehlinge G. G. bekommen 36 Stecken, die Kamm: Råder H. H. 54 Råmme, und die Getriebe c. c. 7 Stecken, welches alles Zahlen ob: beschriebenen Radewercks sind.

Probe: Wenn man die Zahl der Stecken oder Kåmme der kleinen Råder durch die Zahl der grösseren dividiret, und die herauskommenden Quotienten in einander multipliciret, so zeiget das Product die Zahl der Umgånge des geschwindesten Rades oder Mühlsteins.

Erempel:

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