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*) Siehe den plan von Bergen-op-zoom im XII. Heft

der militärischen Zeitschrift 1836, welche den Plak To darslellt, wie er 1747 bei Löwendals Angriff be: standen.

12. Juli begann der Angriff. Die Befaßung konntefowohl auf der hinter ihr fließenden Schelde, als hinter jener Linie von Forts, durch welche sie mit der drei Stunden entfernten Feste Steenbergen verbunden war, jede Unterstübung erhalten. blbersdwemmungen deckten einen Theil des Umfanges. Hinter den Linien nächst der Stadt stand ein ganzes Urmee Eorps mit der Besaßung in freier Verbindung. Durch eine trefflich bediente Artillerie, zahlreiche Ausfälle und häufiges Minen: spiel wurde die Wertheidigung verlängert. Die ungesunde Gegend verbreitete anstecende Krankheiten unter den Belagerern, und verminderte die Zahl der Streitbaren um mehrere tausend Mann. Doch wurden diese Lücken immer schnell wieder durch frisde Truppen era Teßt. Nachdem die Transcheen drei Wochen eröffnet waren, zeigten die drei beschoffenen Werke noch keine gangbaren Bresden. Dennoch wurde der Plaz am 16. September mit Sturm erobert.

Seit die Udiirten im November 1813 in Holland eingedrungen waren, batte Gen. Decaen, und nach ihm Gen. Maison, die Garnison von Bergen op - foom auf 4000 Mann verstärkt, und den Plat mit allen zur Vertheidigung nöthigen Bedürfnissen versehen. Uber Entweichung und Krankheiten hatten die Besaßung, bis Anfangs März 1814, rdon wieder auf 2700 Dienstfähige vermindert; welche bei weitem nicht genügten, die so weitläufigen Werke eines Plages zu vertheidigen, der bierzu bei 12,000 Mann erfordert hätte. Die Engländer unter GL. Grabam hielten seit Jänner die Stadt blockirt, und der Herzog von Weimar hatte zu deren Unterftügung, an den Netben, noch 5 Bataillons und 4 Eso kadrons aufgestellt.

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von 1000 Mann, sollte links zwischen den Ihoren von Antwerpen und vom Hafen, - die zweite, von 1200 Mann, in der Mitte rechts vom Thore von Breda an: greifen,- die dritte von 650 Mann, einen Schein: angriff auf das Thor von Steenbergen machen, und dann als Reserve dienen, — die viertevon 1100 Mann sich während der Ebbe, rechts durch den Hafen, in die Stadt schleichen. Um 8. März um halb eilf ufr Nachts follte der Ungriff beginnen. Jede Kolonne hatte einige Einwohner zu Führern. Einige Berichte sagen, daß die Bevölkerung des Hafens sich, in Bereitschaft bielt, den Angriff zu unterstüßen. Nach Anderen sollen Kundschafter, welche im Solde der Franzosen ftanden, dem Gen. Graham falsche Nachrichten über die Schwäche und Muthlosigkeit der Befagung gebracht, und den Gen. Bizanet von dem Angriffsplane unterrichtet, dieser sodann alle Straßen mit vielem Gerdüße, und die Häuser an den Wällen und Thoren mit Infanterie stark beseßt haben. – Da jedoch der Überfall Anfangs wirklid gelang, und aud ein Theil der Werke durch Überrasdung erobert wurde, so ersdeinen jene Anga: ben als unbegründet.

Zwischen neun und zehn Uhr Nachts überfiel die, dritte Kolonne den Uußenposten vor dem Thore von Steenbergen. Sie drang dann zu der festen Brücke des Plages vor, wurde jedoch durch das Feuer der Blockhäuser aufgehalten, welche den Zugang vertheidigten. Die alarmirte Garnison trat unter die Baffen. Dieser erste Angriff wurde durch einen Theil der dahingeeilten Truppen aufgebalten. - Indeß war die von den Generalen Skerret und Goore befehligte vierte Kolonne durch den Kanal in den Hafen gedrungen,

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