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gehende Navallerie unterbroden, bis die den feindlichen Kücfzug
defenden feindliden Artilleriestellungen bei Kosnik sowie marschirende
ujanteriefolonnen sichtbar und auf 1500 bis 1800 Sdritt er
reidbar wurden. Theils mit Schrapnels reine Schußart, die dem
12 Bründer noch das Wort spricht) theils mit (Wiranaten wurde
gewirft, so lange es eben der auch zu diesem Zweck nicht aus-
reidende Wirkungsbereich des 12- Psünders erlaubte. Die Batterie
batte vergeben fönnen, aber allein aus einer Feuerlinie von fünf
gezogenen Batterien heraustretend, würde sie nur eine störende
Maste für das so wirkjame Feier derselben gewejen sein. Oberst
lieutenant v. Kamm gab daher den Befehl, daß die Batterie in
eine Deckung zurüdgehen sollte.“
Die 2. épjündige und 4. 6pfündige Batterie waren der 9. u. 4. 6pfdge

Battr.
4. 12 pfündigen Batterie in der hidhtung auf Langenhof gefolgt
und ebenjalls gegen die jeindliche Artillerie bei hosnit aufgetreten.
Hei diesem Vorgehen fehlte wenig daran, daß der den Batterien
rorauseilende Major v. Held und der Hauptmann Burbach in
tie davallerieangriffe verwicfelt worden wären. Feldwebel Schulz
der 1. 6pfündigen Batterie, der als Führer der 1. Wagenstaffel
rergeritten war, um die Verbindung mit der Batterie zu balten,
rurde mit einer Attacke fortgerisien und dabei an einem Fuß durd
einen Säbelhieb leidit verwundet.

Nadinem die österreidride Artillerie bei kosnitz zum Aufgeben ihrer Stellung gezwungen war, führte Major v. Held auf Befelt des Oberstlieutenants v. Kamm im 5-2 libr seine beiden 6pfün digen Batterien auf eine Döbe nördlid Charbujit, Front gegen dieies Dorf und gegen Stößer. Das bedecte (velände hinter Charbuïtz in der Nichtung auf Stößer und Ziegelidlag benutzte der tegner iehr geschickt mit mebreren Batterien zu veridiedenen taum erkennbaren Artilleriestellungen, gegen welche die Batterien stets von Neuem fid wieder einidießen musten, da sie Entfernungen von 110 bis 3000 dritt wecielten. Nad 6%, lbr erlabute jeded Tags feindliche Feier, weldes joließlich mir noc mit drei Geschüren fortgeiett wurde, bis es bald darauf gänzlich dwieg.

Als letzte der westlich des Waldes von Sadowa stebenden t. Ipfdge Battr. Watterien mar die 4. 4pfündige Batterie Birdberg) vorgegangen. Auch sie folgte über das Edoladitjeld in der hidtung auf Problus und ging in Verbindung mit zwei Bataillonen Regiments Nr. 35 durch den (Grund nördlid des Waldes bei genanntem Dorfe. Beim

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Vorgehen aus diesem Grunde erhielt die Batterie Artilleriefeue
von Stößer her, welches sie bis zum Schweigen der feindliche

Geschütze lebhaft auf 1900 Schritt erwiderte (6/2 Uhr).
2. 4pfdge and Die 2. 4pfündige und 3. 6pfündige Batterie haben wir au
3. Epfdge Battr. ihrer Stellung zwischen dem Walde von Sadowa und dem von Mag

lowed zunächst eine Bewegung gegen die österreichischen Batterie
auf den Höhen von Chlum ausführen sehen (S. 270).

Während die 2. 4pfündige Batterie nach dem Abfahren des Hoh Gegners auf den Befehl des Generals Schwarz, daß die Reserve Hoten artillerie sich wieder sammeln solle, jede weitere (Gefechtsthätigkeit aufgab, ging die 3. 6pfündige jo iduell, als es die Kräfte der ermatteten Pferde gestatteten, nach Strejetit vor.

Sie fam zwar noch rechtzeitig genug an, um hier eine Stellung gegen die lepté feindliche Kavallerieattacke zu nehmen, fam aber nicht mehr zum Schuß, da ein preußisches vusaren Regiment durch ihre Zwijden, räume ging und vor ihrer Front aufmarschirte. Die Batterie folgte to dann mit dem Infanterie-Regiment Nr. 60 dem allgemeinen Vors, gehen bis Problus, wo sie bis gegen 8 lihr blieb, obne zli weiterer

Thätigkeit zu gelangen. 3. Apfdge Battr. Die 3. 4pfündige Batterie (Schäffer) hatte bis zu dem all

gemeinen Vorgehen nördlich Sadowa westlich der Chaussee gestani en. Nach 3 Uhr ging sie durch Sadowa und auf der Straße nach Königgrät 1200 bis 1600 Sdritt über Yipa hinaus vor. Bon ; hier wurde die Batterie in jüdlicher Richtung gegen die österreichische Artillerie auf den Döhen von Kosnit vorgesendet. Sie

Sie! E eröffnete das Felier auf 1600 Sdiritt gegen dieje Batterien und das Dorf hosnitz, welches nadh wenigen Sdüssen in Feuer aufging. Neben der Batterie standen noch solche des 4. Feldartillerie Kegiments unter Oberstlieutenant v. Scherbening im Feuer. Mit diejen ging die Batterie gegen 54/2 Uhr auf die vom Feinde ver lajjene Vöbe, etwa 1000 Sbritt jüdwestlid) Kosnik vor.

Der Vormarsch dorthin fonnte nur langsam vor sich geben, da von binten her stets neue Ravallerie Regimenter die Batterie überholten und ihr für längere Zeit Weg und Aussidit versperrten. Um 7 Uhr erst fam die Batterie in dieser Stellung zum Abprogen. Sie eröffnete auf 1500 Schritt das Feuer gegen feindliche Geschüte zwischen Briza und Slacow. Das Edweigen des Gegners, das weitere Vorgehen der Ravallerie und die Dunkelheit machten hier dem (Gefecht ein Ende. Seine Königliche Wobeit Prinz Friedrich

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Dge

71. Josefstadt

he ng.

Höhe

von Horehowes

Sendrašitz

Lochenitz

Predmèrity

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Rarl fam in dieser Stellung zur Batterie und ließ sich über
Wirfung und Verluste Bericht erstatten.

Die 3. 12pfündige Batterie war aus ihrer Reservestellung 3. 12 pfdge nördlich Sadowa den vorgehenden Truppen über das Schlacht

Battr. feld bis 7 Uhr Abends gefolgt, ohne zur Verwendung zu fommen.

Ebenso erging es der gesammten reitenden Abtheilung. (Begen Reitende + Ilhr wurde sie vorgezogen und ging zunädst durch Sadowa auf

Abtheilung. der Chaussee bis zum Südrand des Waldes von Sadowa vor. Vier bog jie rechts von der Straße ab in der Richtung auf Langenhof und nabm in diesem Orte Versammlungsstellung. Bald brach sie wieder auf und ging an Stresetig vorbei durch den Wald östlich Nieder-Prim bis Charbusit, erreichte hier jedoch nicht mehr den Feind. Die Abtheilung machte darauf Kehrt und marschirte durch den Wald bis Problus zurück, wo wieder bis 9 Uhr Abends Halt gemacht wurde.

Am Abend des 3. Juli biwafirten die 5. Division bei Westar, midlich von Chlum, die 6. Division am Rostos Berge, die Reserve artillerie westlich davon bei Plenit.

Die 4. 12 vjündige Batterie hatte sich bei der 5. Division noch auf dem Schlachtfelde zurückgemeldet und erreichte mit ihr im 8/ lihr das Biwat bei Westar, wojelbst die 1. und 5. 4pfündige Batterie erst abends um 10 Uhr eintrafen. Die 1. 6pfündige

. Batterie batte bereits auf dein Sdladtfelde in der Nähe ihrer letten Stelling das Biwak aufgeschlagen, als sie um 9 Uhr Abends den Befehl erhielt, zur 5. Division zu fommen. Naddem sie vergeblid zwei Stunden auf dem Schlachtfelde umhergeirrt war, fehrte sie schließlich auf den von ihr verlajjenen Biwafplat zurück.

Von den Batterien der III. Juiz Abtheilung biwatirte feine im Abtheilungsverbande. Die 3. 6pfündige ging in ein Biwaf bei Be natet, nordöstlich Sadowa, die 3. 4pfündige erreidte ihren Biwafplatz nördlid Sadowa um 9 Uhr, die 4. 4pfündige verblieb auf dem Sdlachtfelde, die 3. 12 pfiindige war dem Infanterie Regiment Nr. 60 bis Vnewcowes nördlich Sadowa gefolgt imd bezog bier, ohne jeden Befehl gelasjen, Ortstiwat.

Die II. Fuß Abtheilung, ohne 6. 4pfündige Batterie, hatte sich für den Marid in die Biwats der reitenden Aitheilung angeschlossen. Curd das Antraben der reitenden Batterien, welden die Futsa Batterien nidit folgen fonnten, verloren dieje, da ihnen der eigent lidhe Biwafsplaß nicht mitgetheilt war, den Anschlui. Vadidem fie Meich. d. feldart. Regts. Gen. pelbzeugmeister (1. Prandenb. Nr. 3.

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