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durch das brennende Anijchniß und fuhr in heftigem feindlichen Granatfeuer ungefähr 200 Schritt südöstlich des Dorfes auf. Gegen 4 llhr fuhr die 1. 4pfündige, rechts vorwärts gestaffelt, neben der idon stehenden 5. 4pfündigen auf. Beide Batterien nahmen vom

1:60000.
7000
Cidlina

Skizze 26. Knischte

Biesda

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feindlichen linken Flügel ber eine Batterie nach der andern zum Ziele; ihre Wirkung war anscheinend eine sehr gute. Die 1. feindliche Batterie ging nach 20 Minuten zurück

. Die beiden anderen Batterien der I. Fuß Abtheilung waren zwischen der 9. und 10. Infanterie - Brigade maridirt, und durch das Einschieben eines leichten Feldlazareths in die Maridordnung der Avantgarde und durch Verzögerungen in dessen Marjd hatte sich der Abstand zwischen Avantgarde und Gros vergrößert. Dies wurde die Veranlassung, daß die Batterien, als sie den Befehl erhielten, möglichst rasch vorzukommen, einen sehr anstrengenden, langen Trab zurüdflegen mußten, ehe sie nisduit, bei weldem Dorfe die ersten feindlichen Geschosse einschlugen, erreichten.

Die 1. 6pfündige Batterie ging um 41/2 Uhr auf einer flachen Anhöhe östlic) Kenijchnitz in eine Stellung, welche eine Wirkung gegen die jedhs feindliden Batterien gestattete. Das Feuer wurde auf die dritte auf 3200 Schritt stehende feindliche Batterie eröffnet. Der Gegner erwiderte sofort das Feuer. Um noch erfolgreicher in das vorläufig nur durch Artillerie geführte Gefecht eingreifen zu können, ging die 1. 6pfündige Batterie noch etwa 800 Scritt vor. Da in diesem Augenblick die 4pfündigen Batterien durch Bewegungen der Infanterie zum Theil verdedt und am dießen verhindert wurden, jozog die 1. 6pfündige in ihrer neuen Stellung eine Zeit lang das Feuer fast aller feindliden Batterien allein auf jich. Die Batterie doß auf 2000 und 2500 Sdritt und verbraudte in kurzer Zeit ihre gesammte Brogmunition. Zwar war eine feindliche Batterie schon nach 20 Minuten zum Sdweigen gebracht worden, aber der Gegner zeigte gegen 5 Uhr plöglich auf der Höhe des Brada Berges eine neue Batterie, welche eingeschnitten und bisher dem Auge durch vorgelegte Holzstämme entzogen war. (iegen diese richteten nun die beiden 4pfündigen Batterien ihr Feuer, doch bedurfte es eines fünfviertelstündigen (ejdütlampjes, um über dieje idywer sichtbare Batterie einen Erfolg 311 erringen. Die 4. 12 pfündige Batterie war der 1. 6pfündigen bis östlich Linijdnitz gefolgt. „eider erwies es sich, daß die unter Feuer zu nehmenden feindlichen Artilleriestellungen zu weit (3000 bis 3500 Scritt) von der Batterie entfernt waren und ein Sampf mit denselben für die 12 Bfünder erfolglos bleiben musste, da ihre größte Soußweite 2000 dritt war. Es wurde der Batterie die idywere Aufgabe 311 Theil, fid paljiv 311 verbalten, unter einem lebhaften feindlichen Feuer von Sdrapnels und (Granaten."

Als auf Befehl des Generallieutenants v. Tümpling I. 48 vorging, um das Dorf Podulid) zu nehmen, ging die 4. 12pfündige Batterie im beitigiten Feuer mit aufgeiesener Bedienung auf 1700 bis 1800 Sdiritt östlich der Chaussee an die feindliche Infanterie beran und unterstützte durch ihr Feuer das Vorgeben der preußiden

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Infanterie. Bald ging auf ihrem rechten Flügel die 1. 6pjündige in eine dritte Stellung. Auch die 1. 4pfündige Batterie war der Infanterie gefolgt und in der Höhe von Ginolip westlich der Chaujjee aufgefahren. Inzwischen waren Podulich und Zames genommen worden, wodurch die österreichischen Batterien bei Diletz gezwungen wurden, rückwärtige Stellungen zu suchen.

Major Küstow nahm nun seine Batterien, zunädist 1. 6pfiindige und 4. 12 pfündige, um 6/2 Ilhr Abends in eine außerordentlich günstige Stellung nördlich des Weges Bodulid-- Zames, von wo aus er ebensowohl gegen Dilek als auch gegen die feindliche Artillerie auf dem Eijen und auf dem Zebin-Berge wirken fonnte. Die zuerst eintreffende 4. 12 pfündige und die fast gleichzeitig folgende 1.6 pfündige vermochten aus dieier Stellung dem Angriff des Veib-Regiments auf das inzwischen von den Sachsen wieder besetzte Diletz vorzuarbeiten, dann wandten sich beide Batterien mit großem Erfolg gegen die Attade der öster reidide Ravallerie-Division Goelsheim, welche die über Dilet ver folgenden Grenadiere in den Rücken zu fassen suchte. Der Angriji wurde glänzend abgewiesen.

Die preußijde Artillerielinie wurde nac furzer Zeit durch das Eintreffen der 1. 4pfündigen, dann auch der 5. 4pfündigen rerstärkt. Während die gezogenen Geschütze ihr Feuer wieder auf die feindliche Artillerie lenften, mußte die 4. 12pfündige Batterie im immer noch lebhaften feindlidien Feuer schweigen, da der Gegner über 2000 Sdiritt entfernt stand.

Ilm 7"/Ihr war Dilet genommen. Zur Sicherung des gefährdeten Rückzuges seiner Batterien versuchte der Gegner jest einen Vorstoß von Eijenstadtl her. (Segen diejes Vorgehen, dessen Kidung den ganzen Gewinn des Tages in Frage stellte, wurde bald nad 8 Uhr das legte noch verfügbare preußijde Bataillon mit Erfolg eingesett.

Sedis feindliche Batterien zwisden belnitz und Kobuitet*) fonnten zwar den eigenen Abzug auf (Sitidin decen, nicht aber das Pordringen der 5. Division auf den Brada - Berg verhindern, zumal die 3. Division, von Sobotfa fommend, glerdifalls siegreich fid Gitidin näherte. Dieje Stadt wurde im Mitternacht in Besitz genommen.

Tie Batterien waren in ihrer leyten Stellung, nadidem das feindlige Feuer gegen 8/2 Ilhr verstummt war, bis 10/2 libr verblieben und maridirten dann in Biwafs bei Sinolit zurück.

*) Westlich Kbelnik.

Die Haltung der zum ersten Male im Feuer gewesenen Mannschaften war vorzüglich gewesen. Diejenigen der 4. 12 pfündigen Batterie hatten ihre Aufgabe, mit der eigenen Waffe im feindliden Feuer schweigen zu müssen, mit größter Ruhe erfüllt.

Verluste.

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Namentliches Verzeichniß der Offiziere und Offizier

dienstthuenden. 4. 12pfündige Batterie: Bort. Fähnr. Nirrnheim, tliet in der Batterie Scrapnelfugel gegen die Brust).

5. 4pfündige Batterie: Vauptmann und Batteriecher Munt blieb in der Batterie, Sekondlieutenant Cordemann, Port. Hübnr. Damel.

Munitionsverbrauch.
4. 12 psège Batterie: 38 Granaten, 18 Schrapnels, – Brandgranaten,
1. 6

117
6

3
1. 4

402 5. 4

623 Das ierīcrocene Benehmen des Ranoniers Karl der 1.6pfün digen Batterie in diesem Gefecht verdient eine besondere Erwäbnung. Er war Stangenreiter des 3. Geschützes, an dessen Prote drei Wände durch eine feindliche (Granate zertrümmert wurden, wobei die (Granate zwischen den Winterbeinen des Stangenjattelpferdes eindrang, 005 jelbe der Vänge nach durdbohrte und ohne zu frepiren, in der Brujt des Pferdes stecken blieb; Alles diejes, während Karl auf sein Pferde jas. Als die zer dosjene Frote durch eine Wagenproge ersetzt werden sollte, trat Narl an den Batteriedief mit der Bitte berani, jetzt die Stangenpferde der neuen Prote übernehmen zu dürfen, um bei seinem Geschütz bleiben 311 fönnen. Dicie Bitte weldie ihm jofort gewährt wurde, verrieth unter dem Eindruđe

:

eines sehr heftigen feindlichen Feuers um so mehr einen hohen Grad von Naltblütigkeit, als der Mann andernfalls ohne Vorwurf mit seiner zeridosjenen Proße zur 2. Wagenstaffel hätte zurückgehen fönnen. Noch bevor der Wedsel der Prozen ausgeführt war, schlug eine (vranate in den Zwischenraum zwischen der 2. und 3. Proße ein ud tödtete dabei das Vorder- und Mittelsattelpferd des 3. Geitübes, io daß beim Umtaus nur noch die drei vandpferde lebten.

Bei der 1. leichten Batterie wurde der Dreijährig Freiwillige, Nanonier Pritsche aus Wittenberg in der linken Sdulter durd) eine (Viewehrfugel verwundet. „Er blieb jedoch beim Geschüt, ließ sich die Sugel durch seinen Geschütjührer herausziehen und die Wunde etwas verbinden. Als er zum Vorgehen der Batterie auf der Proße aussigen wollte, war der Arm jo start geschwollen, daß er ibn nicht mehr hebent fonnte und deshalb zum Verbandplate geitbicft werden mußte. Naum stand jedod die Batterie in der neuen Stelling, so war aud) Pritsche wieder bei seinem Geschütz und blieb, allen Zuredens ungeachtet, bei demselben. Bei Möniggrät erbielt er noch zwei Wunden durch Granatsplitter, verblieb aber bis zuletzt bei seinem Beschütt."

für die Naltblütigkeit und Begeisterung der Leute giebt aud) das Verbalten der Verwundeten ein glänzendes Zeugniß: ,Sergeant Deine und die ebenfalls dwer verwundeten Ranoniere siejelbad und Friedrich II. der 4. 12pfündigen Batterie verließen diese mit Ermahmungen, nur fest zu stehen und sich brav zu halten; die beiden Yeşteren mit zersdimetterten Armen litten nidit, daß sie zum Verband rlage geführt wurden, sondern gingen allein dortbin."

Tie Reserveartillerie war an diesem Tage Vadimittags um 21/2 libr bei drückender Vitze aus dem Biwaf bei Bodol angebrodent und hatte Abends 11 llbrunter einem sehr beftigen (Bewitter Collet (zwijden Fürstenbruc im Ober Banten, westlid Cobotfa) erreicht, wo sie wieder biwatirte. Pebensmittel waren nicht beran gekommen, mr kaffee fonnte ausgegeben werden.

Tie Batterien der 6. Division trajen mit diejer 3 lbr Nachts im Biwaf bei Cobotfa ein. Bon der zweiten Armee wurde beute das 1. Armeetorps über Trautenau berangezogen und biwatirte um Pilnifau (jidwestlich Traitenau, das Garde im V. Rorps erreidten unter Nämpfen bei söniginhof und dweindudel die ibnen an gewiesenen Punfte Königindoj mnd (vradlitz. Das VI. Norps stand am Abend bei Stalik.

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