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Die neu erworbenen Provinzen wurden von bejonders dazu zus dem Inlande herangezogenen Truppen belegt; bis zu ihrem Eintreffen blieben noch Theile der mobilen Armeekorps zurück. So tam es, daß aud) unsere Batterien nicht gleichzeitig die Heimath erreidten, sondern mit den Verbänden, denen sie angehörten, früher oder später in ihre Standorte zurückkehrten.

In erster Linie traten von den Batterien des I. Korps die der 4. Brigade den Kücmarsch an; die 4. 12 pfündige und die 1. 6pfünrige folgten später nach.

Die III. Fuß- Abtheilung lag während der Waffenruhe mit der 6. Tivision in der Gegend von Hadersleben, zunächst in engeren, Aann mit Beginn des Waffenstillstandes in weiteren Quartieren.

Es möge hier gleich für alle Batterien des Regiments gesagt werden, daß dieje während der Zeit der Ruhe sid eifrig den Ariedensübungen, besonders der Einzelausbildung, hingaben. Wiedervolte Besichtigungen durch die Vorgelegten gaben diesen Gelegenheit, fin ren den Fortschritten in der Ausbildung zu überzeugen.

Am 3. November marscirte die III. Fuß Abtheilung aus der thegend von Hadersleben nad) Eckernförde und Umgegend. Sie verblieb dort bis zum 14. und trat an diesem Tage den Rückmarsch aber Yübeck, Schwerin, Parchim, Wittstock, Brandenburg nach Witten

erg. ihrem Demobilmadungsort, an, den sie am 6. Dezember er: reiden jollte. Ueberall wurden die ., Düppelstürmer“ herzlich begrüßt, in Sowerin ward ihnen ein besonders ehrender Empfang.

Seine sönigliche Hoheit der Großherzog holte die Triwpen ein und nahm ihren Vorbeimarsd) in der Nähe des Odlojies ab, an dem sich Infanterie-Regiment Nr. 64, die 1. 12 pfün21:3€ und 3. 6pfündige Batterie betheiligten.

Sämmtliche Offiziere waren um 4 Uhr zur großherzogliden Taiel befohlen, lInteroffiziere und Mannschaften hatten freien Zuiritt zum Theater imid später allgemeine Bewirthung mit Musik in Ser Tonballe, auch hatten die Unteroffiziere der Batterien eine tinetadidaftliche Zusammenfunft mit denen der medlenburgisdien Artillerie. Der festliche Empfang in Schwerin wird sicherlich den izomtlichen Mannschaften dauernd in Erinnerung geblieben sein. am anderen Morgen geleitete das Trompeterkorps der medlen turgiiden Artillerie die Batterie aus der Stadt. In Brandenburg, In die Batterien in den später so lange von unserer reitenden ab heilung belegten Ställen der Altstadt untergebradt waren, deren

ehrwürdiges Alter hierdurch festgestellt jein mag, erhielt am 2. Dezember die Abtheilung den Befehl, an dem Einzug der Branden burger Truppen in Berlin mit den Geschüßen theilzunehmen. Die Wagen jetten unter Sekondlieutenant Horn den vorgeschriebenen Marsch nad) Wittenberg fort.

Am 4. Dezember marschirte die Abtheilung in das festlich ge schmücte Potsdam ein, empfangen vom Kommandanten, General v. Löwenfeld, und dem gesammten Offizierkorps mit der Mausit des 1. Garde-hegiments zu Fuß. Am andern Morgen marsdirte das Trompeterkorps des 1. (Harde-Ulanen-Regiments an ihrer Spiše.

Am 6. Dezember hatte die Abtheilung Ruhetag in den dicht vor Berlin gelegenen Ortschaften, am 7. Dezember fand der feier liche Einzug statt.

Die Batterien rückten nach dem Platz an dem Srolliden Garten, dem heutigen Königsplatz, wo außer den vier Kegimentern der 6. Division das Leib-Regiment, das Brandenburgische Pionier Bataillon, je zwei kombinirte Eskadrons des Zieten - vujarenKegiments und 11. Ulanen-Regiments und die drei Batterien der III. Fuß-Abtheilung treffenweise zur Besichtigung durch Seine Majestät den König aufgestellt waren.

Die Parade kommandirte der Kommandeur der 6. Division, Generallieutenant v. Manstein. Gegen 114/, Uhr erschien Seine Majestät auf dem Plaße und ritt die Front der Truppen ab; dann erfolgte der Einzug durch das Brandenburger Thor, die Mitte der Vinden entlang, nach dem Opernplaže, wo Seine Majestät an der Bildjäule des Feldmarschalls Blücher den Vorbeimarjd abnahm. Die Truppen marschirten in dem Lustgarten auf. Von hier wurden die durch Orden ausgezeichneten Offiziere und Mannschaften auf den Shloßhof berufen, wo Seine Majestät an die dort Versammelten die gnädigsten Worte richtete.

Bjerde und Mannsdaften rücften erst gegen 5'/2 Uhr in die Cuartiere, nachdem die Geschütze der Abtheilung bei dem Laboratorium hinter dem Zellengefängniß bei Moabit aufgestellt waren. Quartiere und Ställe waren allerdings dürftig. „Die Stadt Berlin hatte zwar für jeden der eingerückten Interoffiziere einen Thaler, für jeden (Semeinen 15 Silbergrojden extraordinären Verpflegungszujduß bewilligt; die meisten Quartiergeber weigerten sich jedod), die Mann: ichaften zu verpflegen, und zahlten denjelben nur fünf Silbergrojden heraus, welche Summeum in weniger für eine angemessene Er

nahrung der Mannschaften genügen konnte, als diese, mit den Berliner Verhältnissen nicht vertraut, in abgelegener Stadtgegend, wo ne cinquartiert waren, das erste beste Lokal wählen mußten, um nberhaupt Verpflegung zu finden, welche über die Gebühr bezahlt mrerden mußte.“ Seine Majestät der König hatte sämmtliche in Feldzuge mit Orden ausgezeichnete Offiziere zur Tafel befohlen, sen linteroffizieren und Mannschaften waren Einlaßkarten zu den Königlichen Theatern bewilligt worden.

Am 8. Dezember waren jämmtliche in Berlin anwejende friziere der brandenburgischen Artillerie 311 Seiner Möniglichen pobeit dem Prinzen Karl befohlen.

Rad den bewilligten beiden Ruhetagen marichirte die Abtheilung, an deren Spiße sich der 2. Generalinspekteur, Generallieutenant Hindersin, der Brigade- und Regimentskommandeur mit dem Trompeterforps der (Hardeartillerie befanden, aus Berlin jus. Sie hatte das Glück, beim Einbiegen von den Linden in die Wilhelmstraße noch einmal bei Seiner Majestät vorbeimarsdiren il dürfen. Am 14. Dezember rückte die Abtheilung in den Dörfern nerdlid Wittenberg ein, machte hier bis zum 21. demobil und zog 2m 23. Dezember in ihrer Garnison Jütervog ein, wo ihrer ein eftlicher Empfang harrte.

Die II. Fuß-Abtheilung wurde init dem Begim des Waffenitillstandes am 7. August aus dem Sundewitt nad) Angeln verlegt. #brend die übrigen Batterien in dieser Zeit dem Friedensdienst colagen, hatte die 4. Opfündige Batterie (Belegenheit, an dem unblutigen Zuge gegen die Erefutionstruppen des deutschen Bundes. Sadjen und Hannoveraner, theilzunehmen.

Breußen und Desterreid) batten zwar die Eretution des peutiden Bundes gegen Dänemark für jid allein übernommen, die Truppen der beiden andern, gleichfalls vom Bunde beauftragten Staaten, Sadsen und Vannover, waren indes während des Jeldilliges in Dolstein verblieben. Die politischen Meinungsverschieden zetten zwischen der Mehrheit des Bundestages und den beiden

froßmachten hatten fortgedauert und aud) eine gewisse Spannung umjden den Truppen der Bundes - Erefution und denen des per sumbeten Deeres zur Folge.

Ini Rendsburg ließ der bairnoversche Nommandant die bei (+HET patriotijden Feier aufgezogenen esterreidischen und preußijden abnen wegnehmen, es famam 17. Juli 311 Gündeln zwijden

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