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das Oberfommando, daß die 6. Division in die Gegend von Alpen rade abrücken jolle. Der 13. Division wurde Alien und der Sundewitt, der Reserveartillerie der Sundewitt zur Unterkunft angewiesen.

Die Batterien der 6. Division waren auf die Brigaden ver theilt, von denen sie 11. in id jüdlich Hadersleben, die 12. nördlid dieser Stadt lag. Der Division war die Sicherung der Ostküste gegen Internehmungen von Fünen *) her übertragen, und sie hatte Saber die Küste von Kolding bis Apenrade in vier Abidhnitte getheilt.

Am 9. Juli nahmen die 3. Baubitz und die 3. 6pfündige Batterie an einem fleinen Unternehmen gegen die Zujel Barjö, nordöstlid

Insel ) Apenrade, theil, welche bisher der Botmäßigkeit der von den Ber: bündeten eingesetzten Regierung 10d nicht unterworfen war, die ausgedriebenen Steuern noch nicht bezahlt hatte und den kleinen Candungen des Feindes zum Stützpunft diente. Die beiden über gejetzten Kompagnien Regiments Nr. 35 trafen auf der Insel feinen Feind, trieben die Steuern ein und fehrten mit mehreren Booten zurück. Zum Schutz der lieberfahrt hatte die 3. 6pfündige Batterie Müdlich, die 3. Haubit Batterie nördlich der Hjennerbucht **) gestanden; die erstere vertrieb durd zwei (Hranatidhiisie einen dänischen Ritter am Südrande der Insel.

Die Nähe der Jujeln Fanö iud jünen machte es am 12. Juli nothwendig, daß an dem Stenderuper Strande bei Gammel Alvö, ostlid Molding, Sejdite in Stellung gebracht wurden.

Dazu wurde ein 311g der 3. 6pfündigen Batterie bestimmt, welder mit täglider Alojmmg bis zu 15. Juli dort verblieb und am 12. durdy vier (Hranaten ein Kanonenboot vertreiben konnte. Am 17. war beabsichtigt worden, von dem Fährhaus 311 Harjud, ütlich vaders leben, nad der Juel Aarö überzugehen.

Dieje: Hluternehmen sollten die 3. 12 pfündige und 3. 6pfündige Batterie aus Stellungen am Fährhaus unterstützen.

Der am 17. aufgegebene levergang jollte dann am 20. statt findeni, jeine Ausführung wurde jedod durch den an diesem Tage vertündeten Wajjenstillstand vereitelt. Die übrigen Batterien des forps waren am Abend des 28. Juni in ihre Quartiere vom 25. zurückgegangen: von ihnen wurde die 2. 12pfündige und die 4. opfindige Batterie der 13. Division zugetheilt. Sie alle nahmen ibre duurd den llebergang nad Aljen nur furze Zeit imterbrochenen Friedensübungen wieder auf.

*) Sfisse 19, S. 159. **) Bariö westlich gegenüber.

b. Ereignisse in Jütland bis zur zweiten Waffenruhe.

(tizie 24 S. 215.) Mit Ablauf der 1. Waffenruhe stand die Avantgarde des III. Korps, weldes durd Allerhöchste Kabinets-Ordre vom 5. Juli die Bezeidnung .. Preußisches II. tombinirtes Armeeforps" erhielt, bei Vobro, nordöstlich Viborg, das (üros war bei Randers verjammelt, die Reserve hatte Aarhuus, Skanderborg und vorsens bciest.

Der Avantgarde war die 4. 12 rfündige Batterie 311getheilt, welche zu diesem Zwecke am 25. Juni nad (Slenstrup, drei Viertel Meilen südlid Vobro, marschirt war, jedoch schon am 2. Juli in ihr bisheriges Verhältniß zur fombinirten Garde Division zurück trat ind an diesem Tage nad varaldslimo, jüdlich handers, ging.

Die 1. 6pfündige Batterie befand sich bei der Kejerve und batte zunächst als Strand - Batterie bei Aarhus Verwendung gefunden.

Dem Bejeble Seiner Majestät vom 23. Juni entsprechend traf das Oberfommando nad dem Falle von Aljen jofort Anordningen zum lleberschreiten des Vim Fiords zwijden Yögstör und der Citmündung. Zu dem llebergang wurde das III. Morps bestimmt: das I. Rorps sollte dieses Internehmen, dessen Ausführung vom 17. auf den 14. Juli verlegt wurde, durd) ein Porgehen gegen den Calling ud Otte-Sund interstützen.

Das III. Norps batte über jeine Trurpen folgendermaßen bestimmt:

Die Avantgarde, gefolgt vom Gros, jollte am 9. Juli auf Aalborg und Nibe vorgeben, die Kejerve am 8. von Viborg gegen Stive eine Schein beweging ausführen und dann den Vormarid auf Yogitor antreten.

Am 8. icon wurde Aalborg vom Feinde frei gemeldet.in folgedesjen bejegte in der Nacht noch ein Theil der Avantgarde die Stadt; am 9. wurden auch die Schanzen am Nordstrande des Fjords von den Dänen verlassen gefunden und jofort mit dem lleberjegen der Avantgarde begonnen. Die übrigen Norps wurden angehalten, nur die Reserve erbielt Beiebl, am 11. nadi Aalborg 311 rüden.

Die 4. 12pfündige Batterie, weldie mit dem (ros am 8. Juli über Randers und Vobro abmarsdirt war, traf der Bejebl ziim Valten in (vravlev, jüdlic Aalborg, am 11. juli

. Vier batte Ceine Königliche Dobeit Prinz Friedrid Marl, welder auf der Reise nach Aalborg in Gravleviimspannen ließ, die Gnade, die Peute der Batterie, wie sie eben an den Kochlöchern gejesjen batten, zu sich kommen zu lassen und mit einigen zu sprechen. Die Batterie verblieb zunädist bis zum 13. Juli in Gravlev und fehrte damn mit der Garde-Division in die Gegend von Kanders zurück, wo sie vom 15. bis 19. Juli in Pem, dann in Christrup, einem großen, wohlhabenden Dorfe, lag. Die 1. 6pfündige Batterie war vom 4. bis 7. Juli zur Versammlung der Kejerve von Aarhuus nad Viborg marscirt und hatte mit diejer am 9. den Vormarsch zunädst auf Simestedt, dann auf Aalborg angetreten, wo sie am 11. Juli eintraf. Am 12. 4 Uhr Morgens stand der Zug des vieutenants Wille am Dafen von Aalborg zum Uebersetzen bereit. Es wurden auf zwei zusammengefoppelten Pontons ein Gejchütz und vier Pierde, oder ein Munitionswagen und vier Pferde verladen, so daß der Uebergang des Zuges, da außerdem ruhiges Wetter war, sehr jdnell von Statten ging. Um 6 Uhr fonnte der Zug am anderen User seinen Vormarsch antreten, aber auch er fam leider nicht zur Ver wendung. Die Batterie blieb bis zum Beginn der Waffenruhe in Aalborg.

9. Friede und Rüdmarsch.

Auf Anjuchen Dänemarts war ihm am 20. Juli eine Wassen ruhe zımädist bis zum 1. August gewährt worden. Am 25. Juli begannen in Wien die Verhandlungen zur Feststellung der Friedens präliminarien. Stwierigkeiten, von den dänischen Bevollmädtigten erhoben, maditen es nöthig, die Waffenrube noch bis zum 3. August hinauszuschieben, doch wurde am 1. August der Präliminar Frieden unterzeidnet, in weldiem ein Waffenstillstand bis zum endgültigen Frieden, unter Beibehalt des angenblicfliden militärijden Besitstandes cingejd lojjen war. Am 30. Oftober erfolgte 311 Wien die Inter zeichnung des Friedens, am 16. November der Austauid der Rolla zugsurudent.

Entsprechend diejen veridiedenen politischen Vorgängert bis zur (Gewinnung des Friedens regelten sich die Bewegungen der Truppen, melde zımädist während der Waffenrube in ihren Quartieren ver blieben, mit dem begin des Waffenstillstandes aber weiter aus einander gelegt wurden und mit dem Abidhluß des Friedens den hücmarid antraten.

Die neu erworbenen Provinzen wurden von besonders dazu aus dem Inlande herangezogenen Truppen belegt; bis zu ibrem Eintreffen blieben noch Theile der mobilen Armeeforps zurück. So tam es, daß aud unsere Batterien nicht gleichzeitig die Heimath er reidten, jondern mit den Verbänden, denen sie angehörten, früher oder später in ihre Standorte zurüdfehrten.

jn erster Linie traten von den Batterien des I. Korps die der 9. Brigade den Kücmarsch an; die 4. 12 pfündige in die 1. 6pfiin dige folgten später nadı.

Die III. FIB Abtheilung lag während der Wajjenrube mit der 6. Division in der Siegend von Hadersleben, zunächst in engerent, cani mit Beginn des Waffenstillstandes in weiteren Cuartieren.

Es möge hier gleidfür alle Batterien des Regiments gejagt mrerden, daß dieje während der Zeit der Nube fid) eifrig den Friedensübungen, besonders der Einzelausbildung, bingaben. Sieder belte Berichtigungen durch die Vergejegten gaben diesen (Helegenheit, Tid ron den fortidritten in der Ausbildung zu überzeugen.

Am 3. November maridirte die III. Fut Abtheilung aus der Wegend von Hadersleben lad Edernförde und Ilmgegend Cic verbliet dort bis zum 14. und trat an diesem Tage den Küdmarsch über Vübeck, Sowerin, Þardim, esittjtoit, Brandenburg nad QSitten berg, ihrem Demobilmadingsort, an, den sie am 6. Dezember er: reiden jollte. llcberall wurden die , Düppelstürmer“ herzlich begrüßt, in werin ward ihnen ein besonders ehrender Empfang.

Seine siönigliche Hoheit der (broßherzog bolte die Truppen ein und nahm ibren Korbeimarjd in der Nähe des Edlojies ab, an dem sid) Infanterie shegiment Nr. 64, die 1. 12 pfün dige id 3, 6pfiindige Batterie beteiligten.

Sämmtliche Difiziere waren un llbrzur großherzogliden Taiel bejubleni, lnteroffiziere und Manhajten batten freien 3.1 tritt zum Theater ud später allgemeine Bewirtung mit Mujif in der Tonballe, and batten die linteroffiziere der Batterien eine tameranidaftliche Zusammenfuit mit denen der medlenburgiiden Artillerie. Der festlide Empfang in diwerin wird sicherlich den iammtlichen Mannidaten dauernd in Erinnerung geblieben jein. Am deren Morgen geleitete das Trompeterforp. der meclen burgiiden Artillerie die Batterie aus der Stadt in Brandenburg, wo die Batterien in den später so lange von unserer reitenden ab theilung belegten Ställen der Altstadt untergebradt waren, deren

ehrwürdiges Alter hierdurch festgestellt sein mag, erhielt am 2. De zember die Abtheilung den Befehl, an dem Einzug der Brandenburger Truppen in Berlin mit den Geschüten theilzunehmen. Die Wagen jegten unter Sekondlieutenant vorn den vorgeschriebenen Maric nad Wittenberg fort.

Am 4. Dezember marschirte die Abtheilung in das jestlid geschmüdte Potsdam ein, empfangen vom Kommandanten, General v. Löwenfeld, und dem gesammten Offizierforps mit der Musif des 1. (Sarde-Regiments zu Fuß. Am andern Morgen maridirte das Trumpeterkorps des 1. (Sarde-lllanen-Regiments an ihrer Spike.

Am 6. Dezember hatte die Abtheilung Kuhetag in den didt vor Berlin gelegenen Ortschaften, am 7. Dezember fand der feier liche Einzug statt.

Die Batterien rückten ilach dem Play an dem Krolliden Garten, dem heutigen Königsplatz, wo außer den vier Kegimentern der 6. Division das Leib Regiment, das Brandenburgische Pionier Bataillon, je zwei kombinirte Eskadrons des Zieten - VusarenRegiments und 11. Illanen-hegiments und die drei Batterien der III. Filiz Abtheilung treffenweise zur Besichtigung durch Seine Majestät den Rönig aufgestellt waren.

Die Farade kommandirte der Kommandeur der 6. Division, Generallieutenant v. Manstein. Gegen 111/, lhr eridien Seine Majestät auf dem Platze und ritt die Front der Truppen ab: dann erfolgte der Einzig durch das Brandenburger Thor, die Mitte der Yinden entlang, nad dem Opernplage, wo Seine Majestät an der Bildjänle des Feldmarschalls Blücher den Vorbeimarsd) abrahm. Die Truppen marjdirten in dem Yustgarten auf. Von hier wurden die durch Orden ausgezeichneten Offiziere und Mannschaften auf den Sdlohoj berufen, wo Seine Majestät an die dort Bersammelten die gnädigsten Worte riditete.

Pierde und Manndajten rückten erst gegen 5/2 Uhr in die Quartiere, nadidem die Geschüte der Abtheilung bei dem Laboratorium hinter dem Zellengefängnis bei Moabit ausgestellt waren. Cuartiere und Ställe waren allerdings dürftig. „Die Stadt Verlin batte zwar für jeden der eingerüiften linteroffiziere einen Thaler, für jeden (Vemeinen 15 Silbergrojden ertraordinären Verpflegungszuscus bewilligt; die meisten Quartiergeber weigerten sich jedod), die Mann ichaften zu verpflegen, und zahlten denjelben nur fünf Silbergrojden heraus, welde Simeum io weniger für eine angemeljene Er

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