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Begen 1 lhr begann sich der Festzug auf dem zwischen dem Neuen Thor und dem Hamburger Bahnhof belegenen Theile zu

Boran das Mufittorps der reitenden Abtheilung der (Sardeartillerie Brigade, dann der Premierlieutenant Stöpbajius von der Brandenburgischen Artillerie - Brigade als Führer des Zuges,

eine schöne fräftige Kriegergestalt, mit vollem Bart und wettergebräuntem Antlitz. Hinter diesem, an der Spitze des Zuges, Teputationen der bei dem Sturme auf die Düppeler Stanzen betheiligten Sturm Kompagnien .... Jeder Einzelne dieser Mannichaften war mit Kränzen und Laubgewinden von Damenhänden geidmüdt. Die Velme, die Säbel und Bajonette waren mit Humenguirlanden umwunden.

Duro Truppentheile der Berliner Garnison passirend, traf der Zug gegen 21/4 Uhr vor dem Brandenburger Thor ein; bald darauf erschien auch Seine Majestät der König zu Pierde von der Lenne-Straße kommend. Ein enthusiastijdhes Hurrah begrüßte von allen Seiten den Monarchen, welcher freundlich grüßend die Front der in Parade aufgestellten Truppen entlang zu den Siegern ron Düppel ritt und diese auf das Herzlichste bewilltomumete. Premierlieutenant Stöphasius überreidite demnädist Seiner Majestät den namentlichen Rapport der amvejenden Mannschaften, nath Regimentern geordnet. Dann sette sich der Zug unter den Fanfaren der Musit in Beweging.

Mit Seiner Majestät, den rönigliden Brinzen, den Ministern v. Hoon, v. Bismarck 1. A. an der Spitze pajjirte der 3ug das Palais Seiner Majestät, auf dessen Valfon Jbre Majestät die Königin Wittwe and jhre Königlichen Vo: beiten die Prinzessinnen des Mönigliden Daujes fich ein gefunden hatten, vor welchen die Truppen mit angefaßtem (Wewehr Defilirten. Seine Majestät der sönig nahm vor dem Standvild Blüters sodann die Parade der Truppen in Zügen ab. Zuerst defilirten die Deputationen der Tüppeler Sturmtelennen umd, nad dem dieie nach dem Vorbeimarsch sofort rechts algeidwenft und zur hedten Seiner Majestät des Nönigs Wustellung genteumen, rer diejen sodann die Manndaften der übrigen Truppentbeile. Als der Zug seinen Weg zum yustgarten genommen hatte, begaben fic Seine Majestät der Konig in Begleitung der Konigliden Brinzen und der Suite zu den Deputationen der Sturmelemen und stellten sich diesen gegenüber auf. Nach einer furzen Ansprache Seiner Majestät an die Mannschaften verlas der Flügeladjutant, Prinz zu Hohenlohe- Ingelfingen, etwa acht Namen. Die betreffenden Peute, Feldwebel, Unteroffiziere und Gemeine, traten vor die Front und zu Seiner Majestät dem Könige heran, Höchstwelcher einem Jeden unter huldvollen Worten fräftig die vand schüttelte und im rotben Etui die Auszeichnung erster Klasse für Tapferkeit, ein silbernes Kreuz am dwarzweißen Bande, überreidte. Sodann ritt Seine Majestät die Front der übrigen Truppen entlang und überreichte dabei jedem Manne derselben in einem schwarzen Etui die Tapferfeitsmedaille am schwarzweißen Bande. Zulegt wurde Premierlieutenant Stöphasius zu Seiner Majestät befohlen, an welchen der König ebenfalls eine längere Ansprache hielt und dem er dann eine Deforation im rothen Etui inter fräftigem vändedrud überreichte. Wie wir hören ist dem Offizier der Kothe Adler-Orien III. Klasse mit den Schwertern verliehen worden. Sichtlich tief bewegt entließ Seine Majestät der Nönig gegen 31/2 libr die Mannschaften. Alle Generale und das Offizierkorps beglückwünschten den tapferen Offizier, während das Publikum ihn wie jeden Deto rirten mit lautem Hurrah begrüßte“.

Feldwebel Pinto wurde an demselben Nachmittag beim zi1 fälligen Vorübergehen vor dem Kronprinzlichen Balais zi1 brer Königlichen Hobeit der Kronprinzesiin befohlen und batte die Ehre, Dödstoerselben einen 1/2 stiindigen Vortrag über die Feldzugserlebnisje halten zu dürfen.

Am 5. Mai wurde das Kommando im Offizier - Speijejaal der Bardes du Corps Majerne von Seiner Majestät festlid bewirtbet. Die Mitglieder der Söniglichen Familie, welche während der Tafel anwesend waren, unterhielten sich huldvollst mit den Mannjdajten. Am Abend fand (Balavorstellung im Opernhause statt, 120 Bartett plage für die Ehren-Esforte waren mit Guirlanden befränzt und jeder Plag mit einem Corbeerfranz geziert. Tags darauf gab das Offizier: forps der immobilen 3. Artillerie-Brigade den fommandirten Artilleristen ein Mittagessen im Speisesaal der vereinigten Artillerie-und Ingenieur: schule linter den vinden. Schließlid wurde das Kommando auf Aller hödsten Befehl unter Bewilligung freier Fahrten auf Posten und Eisenbahnen bis zum 20. Mai beurlaubt und gleichzeitig durch die (Gnade Seiner Majestät den Feldwebeln und linteroffizieren ein Doppel-Louisdor, den Mannschaften ein Louisdor als Ehrenge dent bewilligt und aus der Schatulle Seiner Majestät gezahlt.

Am 21. Nachmittags nach beendetem Urlaub wurde die Ehren Esterte Seiner Majestät dem Könige auf dem Hoje jeines Balais wieder vorgestellt, und geruhten Seine Majestät huldvolle Abidietsivorte an jeden Einzelnen zu richten und Sich nach den Erlebnissen während des Urlaubs zu erkundigen. Am 22. Mai wurden die Mannsdaften nochmals von den Prinzen Karl und Albredt festlich bewirthet, wobei Feldwebel Pinto die Ehre hatte, zwisden beiden hohen Herren zu sitzen. Am 24. Mai trafen Alle irieder bei ihren Batterien auf dem Kriegsschauplate ein.

b. Besetzung des nördlichen Jütlands und Borgänge auf der

Znjel Fehmarn. (Sfijze 21, S. 167 und Skizze 24, S. 215.) Das II. (osterreichisde) sorps idloß Fredericia ein. Mit der Tedung desselben gegen Norden beauftragt, stand bei Veile die Ab theilung des Generals Grafen Münster, welcher die 4. 12 pjündige Batterie angehörte.

Um die idon Anfang März bejdilossene Besetzung Jütlands vollständig durdführen zu können, war Anfang April die Heranziebung neuer Verstärkungen (der 21. Jnfanterie Brigade) angeordnet worden. Diese Brigade mit der bisherigen Abtheilung des (enerals (yrafen Münster bildete vom 20. April ab die fombinirte Division Münster. Die aus dem Sundewitt herangezogenen Truppen sollten als kombinirtes III. Sorps wieder unter den Beiehl des (Henerals v. der Mülbe treten; zu ihnen gehörte die 1. 6pfündige Batterie. Am 1. Mai wurden beide Divisionen als III. Norps dem Overbeiehl des (Generals Vogel v. Falfenstein unterstellt, die die idajte des Chefs des (Veneralstabes dieses Korps überniabm der Chef des Generalstabes der preußischen Armee, Generallieutenant Freiherr v. Moltte. Die Bejeping Jütlands bis zum lim Fiord geidah obne Zusammenstöße mit dem Feinde; es dürite genügen, die Däride unserer Batterien bis zur Waffenruhe zu verfolgen.

Tie 4. 12pfündige Batterie hatte die Zeit in eile dazu berligt, ihre Sdlagfertigteit durch die verichiedenartigiten llebungen, durch Einstellen besserer Pjerde und durd Justaucieuungen an Material und Befleiding zii erhöhen.

Am 22. April trat sie im (bros der Division Münster, unter Nommando des (Generals v. Bornstedt, den Marid über Deriens clanderborg -- L'inda, Biat bei Rjellerup auf Viborg an, wo jie am

26. eintraf und bis zum Beginn der Waffenruhe verblieb. Die Friedensübungen, welche die Batterie sogleich wieder aufnahm, wurden zu Anfang des Aufenthaltes in Viborg durch einen Marid in der Nacht vom 29. bis 30. April nach Stive unterbrochen, wo größere Getreidemengen unter dem Schuße dänischer Truppen auf Schiffe verladen werden sollten. Das Unternehmen verlief ohne Zujammenstoß mit dem Feinde; am 1. Mai traf die Batterie in Viborg wieder ein.

Die 1. 6pfündige Batterie hatte am 20. April, nachdem fie am Abend des 19. von Vorposten bei Düppel abgelöst worden war, den Befehl erhalten, wieder zur Garde-Division zu treten und mit dieser nach Jütland zurück zu marichiren. Sie hatte Quartier am 21. in Tatrup, jüdlich Apenrade, in den folgenden Tagen in Þoptrup, Christiansfeld, Viuf und traf am 25. in Beile ein, mo jie bis auf Weiteres verbleiben jollte.

Am 26. April erkundete der Batteriedief die Stellung für eine Strand Batterie am Veile-Fiord. Ein günstiger Punft wurde am

Südufer des jorns zwischen der Chaussee und dem alten Candwege nach Fredericia gefunden. Die Batterie wurde am 27. für vier Geschübe auf einer vorspringenden Bergkuppe erbaut, deren östlider Abjall die ganze Breite des Fjords bis auf eine halbe Meile vor fich hatte: ein 3119 der Batterie wurde bespannt gelassen, um nöthigerweile an anderen Stellen Verwendung finden zu fönnen.

Bis zum 14. Mai multe die Batterie in ihrer Stellung rer bleiben. Die Geschitze durften nicht aus der Batterie zurückgezegen werden, wodurdi alle lebungen mit bespannten Gedigen sich von jelbst verboten: es wurde aber desto eifriger am Geschüt ererzirt.

Am 28. April trat die Batterie zufolge Norpsbefehls zur Tejerve-Brigade (Hegimenter Nr. 18 und 52) über.

Mit dem Beginn der Waffenruhe vom 14. bis 16. Mai maridirte die Batterie über Petersholm, jidlid Veile, Friering

nach Aarhuus, wo sie verblieb. Vorgänge auf Die 1. 12pfündige Batterie und 1. Daubitz Batterie

der Insel Fehmarn.

hatten auf Fehmarn am 22. April (elegenheit, noch einmal, und zwar zum letzten Mal, zu jeuern.

Bei einem llebungsmarsch an sem genannten Tage war die 1. Vandip Batterie auf der Anhöhe bei Bannesdorf, südlid von Puttgarden, angefeueil, als sie ein längs der Küste gebendes Dampfboot bemerfte. Sie nahm segleid Eilmarsdformation an und ging in der Richtung auf Puttgarden vor, wo sich der Strand gut zur Aufstellung eignete. Da es auf möglichst große Schnelligkeit

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antam, wurden von den Bedienungsmandaiten zirei in dicier hichtung liegende anids durdisteden, so daß die Batterie auf dem fürzesten Wege an den Strand femmen feite. Dies war unio

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