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nachdem Schanzen Nr. I bis VI und dann VII genommen, Nr. VIII stürmen jollen und mußten unter starkem Artilleriefeuer derselben sehr leiden, bis wir es durd) unser Feuer aus der Stellung beim Dorfe Düppel auf uns zogen und von ihnen ablenkten) »und wurden schon ganz ängstlich, weil wir nun nicht weiter konnten und halten mußten, aber mit einmal hörten wir Euch knallen, und da idrieen wir Alle auf vor Freude, daß unsere Artillerie da wäre. Jhr habt uns schmählich geholfen!"

Möllmarf, den 26. April 1864. Gestern Vormittag waren sämmtliche dienstfreie Artillerie offiziere nach Gravenstein befohlen, wo uns der Generallieutenant Hinderjin, unser neuer Inspekteur, den der König hier unter Verleihung des Ordens pour le mérite zum zweiten General inspekteur ernannt hat, vor seiner Abreise Adieu sagen wollte; auch (General Colomier, der denselben Orden erhielt, war anwesend. Beide sprachen sich sehr anerkennend über unsere Leistungen aus und theilten uns mit, daß auch der König sich ungemein lobend über die Artillerie ausgesprochen habe." Verluste des Regiments für die Zeit vom 1. bis 18. April.

Todt

Datum

Batterie

Offi: Mann-
ziere schaft

Pferde

Verwundet Be

merkun: Offi: Mann:

Pierde gen ziere schaft

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(in Arzt.

*Bar von der8.mum. Rolonne tomdt.

2. April 3. 12pfündige
3.
2.

1* 3
3.

2 4. 2. Þaubiß

1 6. 3. 12 pfündige

1* 8.

2. Haubig 10.

2. 12pfündige 18.

3.
3. 6pfündige

3

1
2. 12 pfündige
2. 6pfündige

1
2. Haubit

1

31 5
Zusammen:

3
2

7 und zwar: 2. 12pfündige

1
3.

1
2. Þaubit
1 3 1

5
2. 6pfündige

1
3.
1 3

1
Namentliches Verzeichniß der Offiziere:
2. 12pfündige Batterie: Assistenzarzt Dr. Robert
2. Hanbit Batterie: Premierlieutenant nobbe.

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ایم این اے

12-113-7 5741

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6. Vom Falle von Düppel bis zum Ablauf der erften Waffenruhe. a. Ereignisse beim I. Korps bis zum Eintritt der Waffenruhe.

Nach dem Fall von Düppel hatte im Sidewitt das I. Corps die Aufgabe, die auf Alen befindlichen Streitfräfte des Gegners möglichst festzuhalten und einen späteren llebergang dorthin vorzubereiten. Das II. Rorps jollte Fredericia belagern, während zum Schuße desselben das wieder vereinigte III. Korps bei Veile Aufstellung nehmen sollte.

Schon in der Nacht vom 18. 31m 19. April waren zwei Batterien des Regiments, die 2. 6pfündige bei Düppelmühle, die 1. 6pfündige bei Schanze Nr. 10, auf Vorposten geblieben; am 19. beschränkten sich diese Batterien darauf, Arbeiterabtheilungen, die sich in den Strandbefestigungen zeigten, zu besdrießen. Da jedoch die Dänen nicht antworteten und Befehl ergangen war, nur dann zu schießen, wenn der Gegner dazu zwänge, so verlief dieser Tag im Allgemeinen ebenjo rubig wie die folgenden.

Nur die 4. 6pfündige Batterie batte Gelegenheit, am 19. April die wiederhergestellten Sdarten der von ihr schon bäufig beschossenen Batterie auf Alien durch adot Granaten 311 demontiren, während vier Strapnels gegen die sich zeigende Infanterie an der Fohlen: toppel verfeuert wurden. Am 20. April früh 5 Uhr wurde ein in die Augustenburger Föhrde einlaufender Dampfer mit 22 Granaten, darunter ansdeinend zwölf Treffer, beschossen, dann gegen Arbeiterabtheilungen einige Strapnels abgegeben.

Am Abend des 19. April wurde sie 2. 6 pfündige von der 3. 6 přündigen Batterie, die 1. 6pfündige von der 4pfündigen (WardeBatterie auf Vorposten abgelöst. Bei der 1. 6pfündigen creignete jich der traurige Fall, daß bei dieser Gelegenheit, beim Entladen des 4. Geschützes, Nanonier Nr. 6 die Granate fallen ließ. Dieje platte, verwundete den Wejdsützführer, Unteroffizier Tarum, am rediten nie, den Obergefreiten Seering schwer am rediten Overidenfel, den anonier Stürmer II. (Nr. 6) dwer am rediten Unterschentel und den anonier Robjod leidt.

Für die fernere Zeit wurde der Dienst in den Vorposten derart geregelt, daß die einzelnen Batterien, sich täglich ablöjend, jeden 4. ad 5. Tag die Geschützstände bei der Düppelmühle und Sdanze Nr. 10 bejetten und biwatirten. im llebrigen wurden die Batterien durch Arbeitsdienst im Belagerungsparf bei Nübelfeld, durch das Abrüsten der Belagerungs-Batterien und das Fortführen der genommenen Geschüte start in Anspruch genommen, so daß die Biwafs bei den Vorposten je nach der Witterung als eine mehr oder weniger angenehme Abwedhjelung der Truppe erschienen. Danebenher gingen häufige Revisionen des Materials und der Bes fleidung, auch wurde, wenn angängig, ererzirt und auf diese Weise die Schlagjertigkeit der Truppe in jeder Weise zu steigern gesucht.

Der Königliche Kriegsherr hatte schon am Abend des 18. April dem Prinzen Friedrich Karl durch folgende Depesche gedankt:

, Nächst dem Herrn der Veerschaaren verdante 3d Meiner herrlichen Armee und Deiner Führung den glorreichen Sieg des heutigen Tages. Sprich

Sprich den Truppen Meine höchste Anerfennung aus und Meinen Königlichen Dank für ihre Leistungen.

Wilhelm.“

Am 21. April traf Seine Majestät auf dem Kriegsichauplatz jelbst ein und nahm noch an demselben Tage die Parade über die ,, Tüppelstürmer“ ab, zu denen auch die Batterien der Hauptrejerve, die 3. 12 pfündige, die 2. Haubit- und die 3. 6pfündige Batterie, gehörten.

Dieje Batterien hatten Morgens den telegraphischen Befehl er balten, Nachmittags 1'/, Ihr im Sturmanzig, Mütze, Mantel über der Soulter, auf der Chaussee zwischen Atzbüll und Gravenstein zu stehen. Dort wurden die Batterien in redits abmarscirter Zugfelonne aufgestellt und zunächst zwischen 2 und 3 lihr durch Seine Majestät besichtigt. Der Besichtigung folgte ein Parademaric in Zügen. Nach der Parade wurden jämmtliche mit Orden und Ehrenzeichen für den Feldzug jdon ausgezeichneten Offiziere und Manndaften zu Seiner Majestät befoblen, welcher in huldvollster Weise ihnen seine Freude und Anerfennung aussprach.

Am 22. April batten die übrigen noch auf dem Simdewitt stehenden Truppen, unter ihnen die 2. 12pfündige, die 3. Haubitzund die 2. 6pfündige Batterie, die Ehre, der seiner Majestät in Parade zu stehen. Auch hier bejahl der König die Deforirten zu sich; zu Hauptmann V. Buvlenstierna äußerte sich Seine Majestät sehr gnädig: „Sie haben sich ganz ausserordentlich ver: dient gemacht, viel Ehre und Keputation erworben.“

Am 24. April fand ein Dantgottesdienst bei Schanze Nr. 4 statt. Am 29. April stand die 2. 12 vjündige Batterie in (ravenstein Weitb. d. Felbart. Regto. (Sen. Feldzeugmeister (1. Brandenb.) Nr. 3.

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in der Trauerparade für den General v. Raven, welcher seiner beim Sturm erhaltenen schweren Verwundung erlegen war. Sein Rönig hat ihn noch besucht und ihm den Orden pour le mérite auf sein Sterbelager gelegt.

Zufolge des Abmarsches der Garde - Division nach Jütland konnten den Truppen des I. Korps weitere Quartiere zu Anfang Mai angewiesen werden. Es bezogen:

2. 12pfündige Batterie am 1. Mai Nübel,
3.

1. Gravenstein,
2. Haubitz-

3. Möllmark, 3.

blieb in Schottsbüll, 2. 6pfündige

am 1. Mai Ecensund, 3.

blieb in Broader, 4.

am 5. Mai Dünth. Am 11. Mai Morgens ging dem Prinzen Friedrich Karl vom Oberkommando die Nachricht vom Abidluß einer vierwident lichen Waffenruhe zu, welche am 12. Mai beginnen foute.

Vor Weiterführung der Ereignisse möge noch erwähnt werden, daß die bei Düppel eroberten dänischen Geschütze im feierlichen Zuge nach Berlin gebracht wurden. Zur Führung des aus Abordnungen aller am Sturm betheiligt gewesenen Truppen zusammengejegten Begleitkommandos wurde Premierlieutenant Stöphasius befohlen: Feldwebeldienste that Feldwebel Þinfo der 2. 6pfündigen Batterie. Premierlieutenant Stöp hajius hatte sid) freiwillig zur Führung der aus Garde Festungsartilleristen gebildeten Artillerie-Abtheilung der 4. Sturmkolonne gemeldet. Ihm war es vergönnt, sich in den Feldzügen in hervorragendem Maße auszuzeidinen; sein Name wird noch häufig genannt werden. Die Geschütze wurden am 2. Mai von Flensburg in drei Eisenbahnzügen nach Hamburg befördert. Von hier aus erreichten sie am 3. Mai Nadımittags 5 Uhr Berlin. Auf dem Hamburger Bahnhof wurde der Zug von Vertretern der Stadt empfangen und das Begleitfommando in dem festlich ge schmücten Güterschuppen bewirthet.

Nadidem am folgenden Tage die Hejchütze durch Mannschaften der Gardeartillerie Brigade fahrbar gemacht worden waren, erfolgte am 5. Mai Mittags 1 lihr der festlide Einzug durch das Branden burger Thor.

Die Norddeutide Allgemeine Zeitung“ vom 6. Mai 1864 berichtet bierüber:

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