Abbildungen der Seite
PDF
EPUB

Batterie war ihr bereits angewiejen und vom Batteriechef erfundet worden.

Am 31. Abends 10 Uhr ging in Broader der Befehl für die Batterie ein, am 1. April in die Gegend von Blans zu marschiren. Ter vorgeeilte Batteriechef erhielt vom Major v. Held den Auftrag, mit der 4. 6pfündigen Batterie zusammen nördlich von OsterSonabet, vorwärts des Wester Holzes (d. i. das Gehölz an der Püste nordwestlich Oster-Schnabet) mit Eintritt der Dunkelheit die (Geschüte einzuschneiden. Vorläusig rückte die Batterie in Osterduabet ein und erhielt hier die Nachricht, daß wegen des un günstigen Wetters für heute das Unternehmen ausgegeben sei. Am 2. April Abends 71/2 Uhr marscirte die Batterie in Gemeinschaft mit der 4. 6pfündigen nach dem ihnen zugewiesenen Bauplatz. Der Kau begann jofort unter dem Sdug der Dunkelheit und eines jebr heitigen abstehenden Windes. Die 3. 6pfündige Batterie nahm redts, die 4. 6pfündige links Stellung. Für zwei Munitions wagen wurde auf jedem Flügel jeder Batterie ein deđender Ein idhnitt ausgehoben. Schon um 11 Uhr konnten die Geschütze eingefahren werden, und beide Batterien meldeten um 11"/Uhr, dai jie ichubereit seien. Während das Wetter am Tage ziemlich klar und beiter gewesen war, steigerte sich der Wind während der Nacht zu einem von heftigen Regenschauern und Schneeböen begleiteten Sturm; der fette idwere Boden war nach furzer Zeit grundlos. Nad 6 lihr Morgens am 3. April erhielten die Batterien den Bejebl, in ihre Quartiere zu rüden.

Die Thätigkeit der 4. 6pfündigen Batterie am 2. April, welde ño der der 2. 6pfündigen eng anschließt, ist im Vorstehenden ge idildert. Nachzuholen wären nur nod die Ereignisse bei der Hatterie seit dem 6. März, an welchem Tage wir sie verlassen baben, als sie einen in die Stegwig Bucht einlaufenden Dampfer beidejjen hatte.

Am 15. März wurde die Batterie durch einige im Weiten bei dem Blaufruge fallende Schüsse alarmirt, welche von den auf Strandwadhe befindlichen Dragonern auf sich nähernde Shijfe abgegeben waren. Am 16. ging der 1. Zug nach dem Pachsjange, da sich ein großer Kriegsdampfer und zwei Schaluppen in der Aljener Föhrde zeigten. Der Zug fam jedoch nicht zum Stu3. Am 20. März Morgens 12/: Ihr fuhr ein Kriegsdampfer, von der Augusten burger Föhrde fommend, bei der Batterie vorbei: die (bejdütsbedienung gab drei Schuß, von denen der legte wahrscheinlich getroffen hatte, da der Dampfer in die Stegwig-Bugt einlief und nach den Meldungen der Jäger-Strandwache auf ihm viel gehämmert wurde. Am 24. März, Nachts gegen 1 Uhr, ging ein Kriegsdampfer von Apenrade nach Augustenburg. Die Nachtwache feuerte auf diejen vier Sduß. Am 1. April hatte die Batterie die Geschüßeinschnitte bei Wester Holz für sich und die 3. 6pfündige vorbereitet.

Die 1. 6pfündige Batterie, welche am 29. März in Alt- und Neu-Schobüll eingerückt war und dort am 30. und 31. Ruhe hatte, erreichte am 1. April die Benachrichtigung, daß der Uebergang aufgehoben sei, so frühzeitig, daß sie an diesem Tage überhaupt nicht ausrückte. Am 2. April Abends 8 Uhr begann die Batterie mit dem Bau der Geschüßeinschnitte, welcher schon um 10 Uhr beendet

Von 10 bis 2 Uhr hatten die Mannschaften Kube, die Pferde waren in Gehöften untergebracht; um 6 Uhr ging die Batterie wieder in ihre Quartiere zurüd.

Die 3. Haubit-Batterie fand während dieser Zeit feine Ber: wendung, sie stand bei der 11. Infanterie-Brigade bei Schottsbül.

Die Elemente hatten das Unternehmen vereitelt; nach Ansicht des anwesenden Norvettenkapitäns bent war es bei einer jo be wegten See unmöglich, selbst mit wenig Booten den Uebergang auszuführen.

Auch war wohl anzunehmen, daß den Dänen die Vorbereitungen nicht verborgen geblieben waren; ein Haupterforderniß für das glüdliche Gelingen war aber die Ileberraschung.

Man gab daher dies fühne Wagstück auf, um sich nun mit desto größerem Nachdruck dem artilleristischen Angriff auf die Schanzen zuzuwenden.

d. Die Thätigkeit der Batterien vom 3. April bis zum Sturm.

Nachdem der Plan eines leberganges bei Ballegaard auf gegeben war, wurde der förmlide Angriff auf die Düppeler Sdan zen mit allen Kräften und mit um so größerem Nachdruck weitergeführt, als England hartnädig zu einer Vergleichskonferenz drängte. Dem Ministerpräsidenten v. Bismard gelang es, den beabsichtigten Termin vom 12. bis zum 20. April hinauszusdieben, weil er den Vortheil nicht aus der vand geben wollte, mit dem Schwergewicht einer gefallenen Entscheidung in die Verhandlungen eintreten 3.1 fönnen.

Dem Kommandeur der 3. Artillerie-Brigade, Oberst Colomier, wurde die freie Verfügung über die gejammten artilleristischen treitmittel des Belagerungskorps übertragen. Bei dem Angriff auf die Schanzentrat der aus der großen Entfernung der 1. Barallele hervorgehende Uebelstand zu Tage, daß die hinter derselben liegenden Frontal - Batterien für glatte Geschütze zu weit zurück lagen. In der Nacht vom 7. zum 8. April wurde daher die jogenannte Halbparallele ausgehoben, die dort lag, wo eigentlich schon die 1. Parallele liegen mußte. Die Entfernung genügte zwar für die Wirkung der Mörser Batterien, zu deren Sdut diese Halbparallele angelegt war, sie war aber noch immer zu groß, um den Sturm von hier aus unternehmen zu können. Dieser llmstand führte zur Anlage der 2. Parallele in der Nacht vom 10. zum 11. April.

Da die artilleristische Vorbereitung für den Sturm – die Feichießung der Schanzen mittels der Mörjer Batterien – erst am 10. ihren Anfang nahm und mindestens drei Tage fortgesegt werden mußte, jo erwuchs durch die Anlage dieser neuen Parallele tein weiterer Zeitverlust, weil an dem zur Ausführung des Sturmes ursprünglich festgesetzten Zeitpunkt, dem 14. April, jestgehalten werden tonnte. Am 13. entfaltete der Angreifer, nach Herstellung von jedis neuen Batterien mit im Ganzen 24 gezogenen Geschüßen, jeine volle Feuerfraft. Das feindliche Feier wurde vollständig niedergehalten, jo daß der Angreifer, frei auf der Brustwehr seiner Laufgräben stehend, an diejen arbeiten konnte. Da jedoch auch die 2. Parallele als für den Infanterieangriff zu weit von den Stanzen liegend erad tet wurde, trat am 13. eine Vertagung des Sturmes ein, um noch eine 3. Parallele anzulegen. Dies nöthigte zwar die Artillerie zu einer sparsameren Verwendung ihrer Munition, doch reichte die bis zum 17. Abends mit mäßiger Kraft fortgesepte Beschießung rollständig aus, um das Feuer des Vertheidigers bis zur Vollendung der 3. Parallele niederzuhalten.

in der Nacht auf den 18. imterbielt die Artillerie ein mäßiges Feuer, um idhließlich am Tage der Entdeidung ihre größte Hrajt zu entfalten. Der Sturm aus der nur 300 bis 100 Sdritt von den feindlichen Werten entfernten dritten Parallele auf die vollständig eridütterte Stellung fonnte nunmehr mit binreichender Aussicht auf Gricly unternommen werden.“

Wenden wir uns min zu der Thätigteit der einzelnen Batterien.

a. Die Batterien bei Gammelmarf. Die 3. 6pfündige Batterie hatte am 4. April den Befehl des Oberst Colomier erhalten, am 5. nach Broader zurüczukehren. Sie erreichte diesen Ort an diesem Tage, fand ihn aber derart überfüllt, daß nur noch ein Zug in ihm untergebracht werden konnte. Der Rest der Batterie wurde nach Möllmark verlegt. Am Abend des 7. wurden mit dem Eintritt der Dunkelheit Geschüßeinjonitte bei Gammelmark links rückwärts der Feldzeugmeister-Batterie erbaut, wobei schon früher für vier Geschüße hergestellte Geschüßstände benußt wurden.

Die Arbeit hatte um 7 Uhr begonnen, um /210 wurden bereits die Geschüße eingefahren und in die schon am Nachmittag begonnene Pulverfammer die sämmtlichen Granaten von drei Munitionswagen niedergelegt. Die Batterie war um 12 Uhr voll ständig ichußfertig; sie lag ungefähr 3100 Schritt von Schanze Nr. 1, 3600 Schritt von Schanze Nr. 2 und 4500 Schritt von Schanze Nr. 4 entfernt.

Am 8. April um 9 Uhr begann die Batterie ihr Feuer und sette dasselbe mit Ausnahme des 9. April, an welchem Tage undurchdringlicher Nebel jede Aussicht unmöglich machte, bis zum 14. April fort.

[merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][merged small][ocr errors][merged small][merged small][merged small][merged small][ocr errors][merged small][merged small][merged small][merged small][ocr errors][merged small][merged small][merged small][ocr errors]

| 1702 Gr. Am 15. April wurde die 3. 6 pfündige Batterie nach der Havenskoppel nordöstlich Kacebüll gesendet, um gegen eine Tags vorher auf Aljen aufgetretene gezogene Batterie, welche die Belagerungs- Batterien auf dem linken Flügel flankirt hatte, verwendet zu werden. Die feindliche Batterie dwieg jedoch, und da die Flanken der Belagerungs-Batterien bereits durch eine gezogene 24pfündige Batterie und durch den ersten Zug der 1. 6pfündigen Batterie gesichert waren, so marschirte die Batterie wieder in ihre Quartiere zurück. Den Ruhetag am 16. April benugte sie zu Instandjepungen und zum Entbleien der Geschüte. Am 16. April ging die Batterie wieder mit gleichem Auftrage nad Ravenskoppel. Tiesmal sollte sie die von der 4 pfündigen Barde-Batterie bis Dabin besegten vier Geschüßstände bejeben. Aber auch an diesem Tage erschien die feindliche Batterie nicht; die 3. 6pfündige ging wieder nach Broader zurück.

B. Die Batterien des Frontalangriffes. Die 2. 12pfündige, 3. 12 pjündige und 2. Haubitz - Batterie jetzten ihr Feuer zunächst auch nach dem 3. April fort.

Die 2. 12pfündige Batterie.

Datum

Ziele

Feuer:
Eröffnung

Beendig. Mun. Ver:

des Feuers

brauch

68 Schub

10

200 420

[ocr errors]
[ocr errors]

90

5. April Schanze Nr. 2 .

20 A. 80 A. 6. Wie am 5., Feld Batterie zwischen Schanze Nr. 3 und 4.

80 7. Schanze Nr. 2 .

90 M.

80: Schanzen Nr. 2, 3, 4 und die da:

zwischen liegende Kommunikation 90 80: Wie am 8.

40: 10. 8.

9120 :

80

während der Nacht 11. 8.

bis 71/20 A. 12. 8.

Tag und Nacht 13.

8.

8. lá

8. 16 8.

Bis 80 A.

173

95 228

[ocr errors]
[ocr errors]

240

[ocr errors]

.

[ocr errors][merged small]

.

[ocr errors]

2913 Sub.

Am 16. Abends batte die Batterie Befehl erhalten, die Be lagerungs - Batterie abzurüsten. Demzufolge wurden die Wejchüte und die Munition um 8 Uhr Abends in den Bedützpart der

« ZurückWeiter »