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Ban der Enfilir - Batterien bei Gammelmark angeordnet worden. 3n Batterien bei Gammelmark.

der Nacht vom 11. zum 12. gelangte zunächst der Bau von zwei Batterien zur Ausführung, von denen die eine zur Aufnahme von vier gezogenen 24-Pfündern, die andere vorläufig für die sechs gezogenen 6-Pfünder unserer 3. 6pfündigen Batterie bestimmt waren. Bei dem Bau der Batterien zeigten sich feine Schwierig keiten, um so größere jedoch bei dem Einfahren der Geschüße, bejonders der 24-Pfünder. Die 3. 6pfündige hatte vier Gespanne zu zwölf zur Fortichaffung der vier 24-Pfünder gegeben. Der Kolonnenweg bei Dünth war jedoch jo tief und ausgefahren, das jelbst 24 Pferde nicht im Stande waren, auch nur einen 24-Pfünder vorwärts zu bringen. Mit Mannschaften gelang es, die vier Ge

schüße auf Bohlengeleisen in drei Stunden 200 Schritt weit zu schaffen. Erfte

Am Abend des 12. März waren beide Batterien armirt; am Beschießung der Düppeler

13. und 14. beschoß Schanze Nr. 2 die Batterien mit einigen Schüssen, Schanzen. welche am 14. durch vier Schüsse aus den 24-Pfündern erwidert wurden.

Für den 15. März um 8 Uhr früh war die Eröffnung des Feuers in Aussicht genommen; die trübe Beleuchtung gestattete den Beginn desselben jedoch erst um 11 Uhr. Ziele: Schanzen des linken Flügels. Der General-Feldzeugmeister Prinz Karl von Preußen wohnte dieser Beschießung bei und hielt sich bei der von der 3. 6pfündigen Batterie beseşten Batterie auf. Diese erhielt daher zu Ehren des Prinzen den Namen „General-Feldzeugmeister-Batterie“.

Das Feuer wurde bis Mittag 1 llhr mit anscheinend günstigem Erfolge fortgejetzt. Munitionsverbrauch 125 Granaten. Abends 6 Uhr wurde der mittelste Zug aus der Batterie zurückgezogen, da die Batterie, gleichfalls für vier 24-Pfünder bestimmt, noch eine Traverse erhalten sollte.

Am folgenden Morgen um 9°/2 lihr wendeten sich die vier (Sejdüge der (Weneral-Feldzeugmeister Batterie hauptsächlich gegen Schanze Nr. 2, welche bis dahin allein das Feuer gegen die Gammelmart Batterien aufgenommen hatte, und verschoß bis 1 Uhr Mittags 103 Granaten.

Am 17. März jollte die Bedienung im Part zu einer mög lichen Verwendung bereit stehen. Dieje fand sich, indem infolge des Gefechtes von Kacebüll – Düppel die Truppen alarmirt wurden. Die Bedienungsmannsdaften wurden sofort auf Wagen in die Batterie gesdajft. Außer Stanze Nr. 2 feuerte heute auch Schanze Nr. 1 gegen die Batterie bei Hammelmart, doch ohne Wirkung, da nur

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vereinzelte Sprengstücke auf der Brustwehr aufjetten. Beginn des Gefechts 24/7 Uhr, Ende, nach dem Schweigen der dänischen Gejchüße, um 4 Uhr. Verschossen wurden 41 Granaten. Schanze Nr. 2, welche am folgenden Tage erneut den Geschüßfampf gegen die 24-Pfünder aufnabm, wurde am 18. März von der 3. 6pfündigen Batterie mit 62 Granaten beschossen. Am 19. stand die Batterie zur Verfügung des die Artillerie bei Gammelmark kommandirenden Majors vendewerf, ohne zur Verwendung zu kommen.

Durch das lebhafte Feuer, welches die Schanzen Nr. 1 bis 5 am 20. März gegen die preußischen Vorposten und die Gammelmart Batterien eröffneten, jah sich Hauptmann Minamever veranlaßt, nach eigenem Ermessen wieder Schanze Nr. 2 unter Feuer zu nehmen. Die gegen diese auf 3000 Sdritt abgegebenen achtzig Granatschüsje batten anscheinend eine sehr gute Wirkung, denn don nach einigen Lagen schwieg das Gescüt der Schanze, welches im linfen ausipringenden Winkel über Bant jeuerte.

Die Batterie lag während dieser Tage in Broacter.

Mit der 3. 6pfündigen Batterie war auch die 2. 6 pfündige zur Verwendung gekommen.

Am 14. März, Abends, war bei diejer Batterie der Befehl eingegangen, daß sie am folgenden Tage mit Tagesanbrud bei Gammelmart bereit stehen solle.

Am 15. um 4 Uhr Morgens maridhirte die Batterie aus Gdensund ab. Bis gegen 8 Uhr war das Wetter hell und flar. In den Stanzen herrschte ein solches Leben, daß der Feind eine Eröffnung des Feuers von Gammelmark her nicht zu erwarten idien. Der ,, Rolf Krate“ und zwei Kanonenboote lagen nidt weit von Sonderburg am Eingang des Alien-Sundes. Eine große Menge Transportschiffe, in drei inien aufgestellt, anterten auf 1000 Schritt von der Batterie. Um 8 Uhr fiel plöblid ein jo sicer Nebel, daß weder von den Schanzen, noch von den Idrijfen das Geringste zu erkennen war. (Wegen 11 lihr Fürte sich das Wetter auf, und man jah nun, daß die Dänen mit großem Eifer in den Schanzen arbeiteten.

Die 2. 6 pfündige Batterie, welche redits von der 24 pründigen Hatterie in Beschübeinschnitten stand, hatte den Auftrag, bauptsächlich Schanze Nr. 1 zu beschießen.

Als das Feuer eröjfnet wurde, jah man die Transportsdijfe Tich jdnell aus dem Schußzbereich entfernen. Der „Wolf Mrate" und die beiden Kanonenboote blieben liegen, alle drei hatten geheizt

und es schien fast, als ob Ersterer seine Thätigkeit beginnen wolle. Beschießung von Hauptmann Hundt gab dem 3. und 4. Geschüß auf, ihr Feuer kanonenbooten.

gegen die Kanonenboote zu richten. Gleich der 1. Schuß schlug dicht vor einem Kanonenboot auf. Sofort gingen die beiden Schiffe mit vollem Dampf in den Alien-Sund hinein. Zwischen 1 und 2 Uhr richtete der 1. Zug sein Feuer mit gutem Erfolge auf größere Infanteriemassen an der Düppel-Mühle.

Die Batterie war gar nicht beschossen worden. Sie stellte, nadh dem sie 165 Granatschüsse abgegeben hatte, ihr Feuer um 3 Uhr Nachmittags ein und ging nach Schelde (südlich Dünth) ins Quartier. Am folgenden Tage rückte die Batterie um 8 Uhr in ihre Stellung vom vorigen Tage. Sie erhielt den Auftrag, die hölzernen Baraden bei Schanze Nr. 1 zu beschießen, und hatte bald ihre Aufgabe erfüllt, da diese inwendig mit Stroh eingedecten Barađen in Brand geriethen. Der gerade bei der Batterie haltende Oberst Colomier bemerkte, daß bei den Gehöften südlich der Düppel-Mühle viele Wagen mit Heu und Stroh hielten; die Batterie erhielt Befehl, auf diese zu schießen. Trotzdem die Entfernung 4200 Schritt betrug, traf jeder Schuß der Batterie, und in kurzer Zeit gingen die Gehöfte in Flammen auf.

Um 5 llhr Nachmittags ging die Batterie nach Schelde zurück, nachdem sie 180 Granaten verfeuert hatte. In den folgenden Tagen stand die Batterie jeden Morgen im Belagerungspark von Düntb zur Verfügung des Majors Hendewert. Zur Verwendung fam fie bei Gammelmarf nicht mehr.

b. Vorgänge bei den Einschließungstruppen bis zum 20. März.

Am 13. März hatte das Generalfommando angeordnet, daß am 14. März zum Shut der im Entstehen begriffenen Depots die 12. Brigade Nübel und Stenderup stark beseßen und von diesen Orten aus Vortruppen vorschieben sollte. Die 11. Brigade joute Schmöl belegen und dementsprechend mit den Vorposten vorgehen. Die Bewegungen wurden ausgeführt, ohne sonderlichen Widerstand bei den Dänen 311 finden. Die 2. Haubiz-Batterie, welche hierzu mit herangezogen war, gelangte nicht zur Verwendung. Sie bezog zu dieser Zeit Ortsunterkunft in Stenderup und mußte die Pferde des Nachts gesdirrt halten, da sie kaum 2000 Schritt von der Vorpostenlinie entfernt war.

Gemäß dem Belagerungsentwurfe sollten vor dem Ausheben Gefecht bei dem der 1. Parallele die Dörfer Düppel und Radebüll in Besig genommen Dorf Düppel. werden. Brinz Friedrich Karl befahl daher am 17. Vormittags der 12. Brigade, auf Düppel vorzugehen und das Dorf dem Feinde zu entreißen. General v. Köder stand mit seiner Brigade und der 2. Þaubig-Batterie um 1 Uhr in der Büffelkoppel und am Stende ruper Holz bereit. Ein Zug der genannten Batterie hatte ichon vorher in das Gefecht eingegriffen, welches sich infolge des dänischen Borstoßes gegen das Radebüller Holz bei der 26. Brigade unabbängig von dem Kampf der 12. Brigade entwickelt hatte. Der Zug war aufgefahren, um feindliche Abtheilungen nördlich von Kacebüll auf 1500 Sdritt mit Granaten zu beschießen. Um das Vorgehen der 12. Brigade gegen Düppel zu erleichtern, fuhr die wieder vereinigte Batterie nördlich des Weges von Stenderup nach Düppel erst auf 1300, dann auf ungefähr 1000 Schritt von der Kirche auf und besdoß diese und den befestigten Kirchhof mit im Ganzen 73 Granaten, von denen drei das Dach des Kirchturms, drei andere die Kirche selbst und mehrere den zum Stützpunft eingerichteten Hirdhof trafen. Mit der vorgehenden Infanterie, welche Düppel und den Spiz-Berg zwischen Alt- und Neu-Freudenthal, jüdlich der Chaussee nahm, fuhr auch die Vaubig-Batterie bis auf 400 Schritt an das Dorf heran und traf hier mit der 3. 12 pfündigen Batterie zusammen, welche südlich des Weges auffubr. Beide Batterien tamen nun nicht mehr zum Schuß.

Auch der 3. Haubit - Batterie, welche gegen 3 Uhr an der Püjjelkoppel eintraf, gelang es nicht mehr, an den Hämpfen um den Südosttheil des Dorfes theilzunehmen.

Am 19. März wurde die 3. 12 pfündige Batterie und 2. Haubiza Batterie der 10. Brigade, v. Raven, zugewiesen. Diese war von Holstein her zur Verstärkung der Belagerungstruppen eingetroffen und löste nun die 12. Brigade auf Vorposten ab.

c. Die Ereignisse vor Düppel bis zum 3. April.

Gleichzeitig mit den Vorbereitungen zur Belagerung der Tüppeler Schanzen hatten Erwägungen darüber stattgefunden, ob nigt durch einen Uebergang nadh Aljen, von Ballegaard oder Satrup holz aus, der Angriff auf die Düppel Stellung vermieden werden fonnte. Man war hierbei der Ansicht, daß selbst nach Einnahme der Tüppeler Schanzen doch noch der llebergang über den Alien

Sund erzwungen werden müsse, da es nothwendig erschien, daß Allen, als letter, von den Verbündeten noch nicht besegter Theil Schleswigs, beim Friedensschluß sich in ihren Händen befände.

Mit Rücksicht auf diesen beabsichtigten Uebergang war bisher mit der Eröffnung der 1. Parallele gezögert worden. Am 27. März wurde nun befohlen, daß die Vorposten am nächsten Morgen bis auf die Entfernung von 400 bis 600 Schritt an die Schanzen herangeschoben werden sollten, um in der folgenden Nacht unter ihrem Schuße die 1. Parallele ausheben zu können. Der von der 10. Brigade unternommene Angriff mißglückte aber, und zwar nicht zum Mindesten deshalb, weil keine einzige Feld-Batterie zur Thätig keit gebracht wurde und die Reserven, jo auch die 2. Haubit-Batterie, zu früh zurückgezogen wurden. Am 29. März wurde die vom Vorpostendienst erschöpfte 10. Brigade durch die Garde-Division abgelöst. Man entichloß sich nun, die 1. Parallele ungefähr 1000 Sdritt entfernt von der Schanzenlinie anzulegen, da augenblidlich noch der Gedanke eines Uleberganges bei Ballegaard der herrschende war, und es von diesem Gesichtspunkte aus als nicht von Bedeutung schien, ob die 1. Parallele etwas näher oder weiter läge. Hinter dieser 1. Parallele sollten Batterien erridhtet werden, welche, am Tage des Ueberganges die Schanzen lebhaft beschießend, die Aufmerkjamkeit des Feindes auf sich zu lenken hatten.

Die Verwendung unserer Batterien trennt sie in solche, welche vor der Front der Stellung thätig wurden, und in solche, welche für den Uebergang bei Ballegaard bestimmt waren.

a. Die Batterien vor Düppel. Nachdem in der Nacht vom 29. zum 30. März die erste Parallele eröffnet worden war, begann am Abend des 31. März der Baut von 8 Batterien hinter dieser Parallele.

Bon den Batterien des Regiments erbauten: die 2. 12pfündige die indirekte Batterie Nr.8 zu 6 glatten 12-Pfündern, 3. 12

-11 - 6 12 2. Þaubitz: die Wurf-Batterien Nr. 10 und Nr. 12 zu je vier

7 pfündigen Haubiten.*) Die 2. 12pfündige Batterie erbaute eine gesenfte Batterie mit sieben Kasten, deren Stärfe 18 Fuß betrug; die Kasten und die wenig

* in Skizze 22 sind die Batterien 8, 10, 11 und 12 bezeichnet durch die Ziffern 5, 3, 2 und 1.

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