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2chon Nachmittags 4 Uhr an demselben Tage war der Batterie ter Best!'! zugegangen, die 2, leichte Nescrvc-Batteric am Abend in der Batterie Nr. 39 abzulösen. Um 8 Uhr Abends standen der 2 und 3. Zug l^-älmr. Noloff und Lt. Bnsckiusi bei der c>» der Zaberner Chaussee liegenden Pavqnclsabril. l(X)l» n, hinter Batterie Nr. 39, von wo man die (beschuhe mit de» ^langcnpferden über das freie I<ld bis ,,»>» Eingang der Laufgräben brachte, in denen sie durch die Bediemüigsinaiinschaften bis znr Batterie vorgezogen wurden. Tämmtliche (beschütze wurdcn mit Äartätfchen geladen; die 2eitenrichtung wurde nach dem Münster genommen, und bei jedem ^'»eschüh blieb ein Mann auf Wache, während die übrigen sich in den bombensicheren Nntertunftsräumcn bargen. Ein Ausfall erfolgte nicht. Am anderen Morgen »vurden die Scharten geblendet und die (««schütze dinier eine Nüclcnwehr gezogen, wäbrend die Bedienung in der Batterie blieb. Mit Anbruch der Dmitclheit am 22. wurden die Mannschaften der Züge abgelöst: Lieutenant Delhier und Vi;efeldwebel Äellerborn traten als Zugführer ein. Während der Nacht fand der 3türm auf Lünctte Nr, 52 statt-, die Bedienung? Mannschaft blieb in Gefechtsbereitschaft am Geschütz. Auch in dieser Naä't erfolgte lein Ausfall: das Verhalten der Batterie während des 23. war dasselbe wie an dem vorhergehenden Tage, aber mit Anbruch der Dunkelheit wnrde sie durch eine badische Batterie ab gelöst.

Die Batterie hatte während dieser -4X stunde» trotz des ,eil nciscu heftigen feindlichen Feuers leine Verluste.

Nachrichten über eine Vorbewcgung französischer 2trc>lträilc r^'n Belfert her zum Entsatz von ötraßburg veranlaßle» General r. Werder, eine stärlcre gemischte badiscbc Truppenablbcilung zwischen Nosbeim, Nicdcrnai und Ersttin anfz»slcllen. während rreuftischc Truppen zwischen Mutzig und Hangcnbiclcn standen. Zu d'tsc». unter Befehl des Generals »trug v. Nidda, geborte» unsere Neseroe Batterie», nclckc am 24. September in die legend von «clbsheim marschirlen.

Die oben erwähnten Nachrichten erwiese« sic>> indesic» als uu richtig. Infolge davon lame« die Batlcricu nicht zur Verwendung: F«» ,«» sie wurden nach dem ,^llc von Strasburg, am 30. September, in si«»»» ^ weitere Quartiere rcrlcgt. iu denen sie bis zum '». Oktober rer> blieben.

Aus dieser Zeit ist zu erwähnen, daß am 27. September jede Batterie 234 Schrapnels vom Belagerungspart zu Mundolsheim empfing, deren Verpackung von der Abtheilung dahin geregelt wurde, daß zehn Schrapnels in der Geschützprotze, zehn in der Wagenprotze und zwanzig in dem Hinterwagen jedes Munitionswagens untergebracht wurden. Doch wurde gleich darauf hingewiesen, daß ein späterer Ersatz verfeuerter Schrapnels nicht zu erwarten sei. Die Verpflegung der Offiziere und Mannschaften geschab während dieser Zeit aus Magazinen, jedoch wurde den Offizieren vom I. Ottober ab freigestellt, sich selbst gegen Erstattung von 2 Thalern für den Hauptmann und l Thaler 20 Sgr. für den Lieutenant zu beköstige».

Durch Allerhöchste Kabinets-Ordre vom 30. September wurde das XIV. Armeekorps unter Befehl des Generals der Infanterie preußische All,v. Werder gebildet, zu dem die 2. tombinirte Artillerie-Abtheilung H!„l,tll»n,. ^ „Preußische Artillerie-Abtheilung" trat.

3. Vpellltionln des XIV. Korps bis Ende Zlrzmbel.

»Skizze 58, S. 520, Stizzc 62, S. 536 u. Sl.M 63, S. 537.!

Nach dem Fall von Straßburg hatte General v. Werder am 30. September den Auftrag erhalten, mit dem neugebildetenXIV. Korps den Marsch gegen die obere Seine, auf Ehätillon und Troyes anzutreten, bei feinem Porrücken Truppensammlungen des Gegner« auseinander zu sprengen und die Bevölkerung zu entwaffnen. Das Korps durchschritt die Vogesen auf den beiden Straßen über Schirmeck und Barr. (Stizze 58.) Beim Anstritt cm? den VogesewPässen stieß das Korps auf ernste Gegenwehr, indem am 6. Oktober die von Raon l'Etape auf St. Di6 vorgehenden badischen Truppen das verlustreiche Gefecht bei La Vourgonce zu bestehen hatten. Am 9. Ottober hatten die preußischen Truppen mit dem Gros Raon l'Etape erreicht, und noch an demselben Tage setzte sich die Avantgarde derselben unter Oberstlieutenant Nachtigal in den Besitz von Rambervillers. Die beiden Reserve-Batterien kamen an diesem Tage nicht zur Verwendung; sie hatte« am l0. Oktober Ruhe und am 1l., während die Vadener das GcfcäU bei Nruyäres hatten, schloß das Gros der preußischen Brigade bis Bru auf.

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Als die Preußen am folgenden Tage ihren Marsch auf Epinal 'ortschten. stieß die Avantgarde westlich Deuvillers auf französische Truppen. Das I. Bataillon Infanterie-Regiments Nr. 30 drängte die ^m Waltraude südlich der Straße Widerstand leistenden Franktireurs uirück und wendete sich dann gegen den dicht vor dem Nordosten«qange von Epinal liegenden Part und Kirchhof. Bei diesem Angriff «eflchl »ei wurde das Bataillon durch das Feuer der 2. leichten Reserve- *"" Batterie und der aus dem Gros vorgezogenen schweren Batterie unterstützt. Der Gegner wartete jedoch de» Angriff nicht ab, sonder» gab die Stadt auf. welche 4 Uhr Nachmittags besetzt wurde.

Am 13. Ottober erreichten die badischcn Brigaden Epinal, Älchcs und Docelles, von den Preußen wurden von Epinal ans zwei Avantgarden auf das andere Mosel-Ufer nach ^cs Forgcs nnd 2t. Laurent vorgeschoben. Die 1. leichte Reserve-Batterie hatte Mittags 12 Uhr den Befehl erhalten, z» diesen Avantgarden zu treten. Sie gab einen Zug. Vieutciiant Dcthicr. an die auf 2t. Laurent marschircnde ab und folgte selbst 1./34 auf Vcs Forgcs. Die 1. und 2. Kompagnie vertrieben vor Les Forges mit Unter ^/lA.dci ftützung der Batterie eine stärkere Truppenabtheilung, welche nach 2üd«n zurückging. Während der Nacht vom l3. zum 14. Oktober blieben beide Theile der Batterie in den Ortschaften inAlarmauarlicrcn gtichirrl. eine am 14. ans Darniciilles vorgehende Ertunduugsabthnlnng stellte fest, daß der Gegner abgezogen sei. Am >5. hatten rie Züge in diesen Ortschaften Ruhe.

General v. Werder hatte beschlossen, den ibm befohlenen Aiarsch an die obere Seine mit seinem bei Epinal versammelten üorps fortzusetzen. Das große Hauptauartier wies ihn jedoch an. l«n zunächst stehenden Gegner zurückzuwerfen. Das ilorps fetzte nch nun auf den beide» Straßen tcrtigny —St. Vonp und Remire »ont—Lufeuil in Marsch auf Acsoul. Unsere Batterien erreichten. H»f der westlichen Straße marscbirend. am 2l. Oktober Ncuvellcs >es la Charit^, südwestlich Besoul. »Skizze l>3. S. 5,Z<.> De» Gegner, der am i^gnou Halt gemacht balle, beschloß Genera! r, Werder sofort anzugreifen. Dies ivnrdc von de» badiicbc» Brigaden am 22. Otlobcr in den Gefeckle» bei Marnan nnd Pin. bei Etuz u«d Euffcu s»r ^gnon ioivic bei Pcronic und ^orcw. nerdlvestlich und nördlich Beian^o» l2liz-,c ti2 n. s,.l» glücklich dunl, Mhrt. Die preußische Biig.idc war m» ?'/, Uhr Bormilla,i> ren Neuvelles aufgc>.'r!,'l1'e» 2ic sl.i,>d bei Oiielav !2Ii»et>>, nordwestlich Besan^on von ll Uhr Mittags an in Versammln!!.-!. Um 3 Uhr Nachmittags ging der Befehl zum Abkochen ein, unr mit Anbruch der Dunkelheit bezog die Brigade Biwats au derselben Stelle. Am 23. Oktober verblieb sie um Oiselay in Ortsunterkunfl.

Die Franzosen hatten in der Festung Besannen einen festen Stützpunkt. Bon der Erwägung ausgehend, daß ein Angriff ain den Gegner selbst im günstigsten Falle nicht von entscheidender Wirkung sein tonne, entschloß sich General v. Werder, sein Korpc zunächst in das Saune Thal zu führeu nnd dann über Gray und Dijon seinen Marsch nach dem Westen anzutreten. Die Avani garde der preußischen Brigade, ?. Kompagnie, eine Eskadron, I. leickic Batterie, wurde von dem Gros, welches bei 3a Chapelle St. Ouill.iin Halt gemacht hatte, gegen den Saüne-Uebergang von Sevenr (zwischen Pcsoul und Gray, Skizze 62) vorgeschoben. Diese Truppen trafen an dem Tüdeingang des Waldes von Belle Paivre auf bewaffnenBauern, welche von hier wie später bei Sevenr durch das Feuer der Batterie vertrieben werden mußten.

Während des ferneren Vormarsches des XIV. Korps ans Dijon kamen die Reserve-Batterien nicht mehr zum Eingreifen. Am 27. Ol tober erhielt die !. leichte Batterie Befehl, znr Unterstützung der bei Essertenne «südwestlich Grav. Skizze 62) im Gefecht stehenden badisckcn l. Brigade mit I./34 und einer Eskadron Dragoner von Gray aus, wo die Batterie Tags zuvor eingetroffen war, vorzu gehen, wurde jedoch schon in Are (nördlich Gray) wieder zurück gerufen. Am folgenden Tage rückte die preußische Brigade in der Richtung auf Dijon bis Rcnövc l'Eglise, dicht westlich Elscrtcnne, vor, wo sie am 29. Oktober Rübe hatte.

General v. Werder hatte nach dem Falle von Metz neue Weisungen von der obersten Heeresleitung erhalten.

„Es galt, den Bormarsch der Zweiten Armee nack der Loire in der linken Flanke zu sichern, zugleich das Elsaß nnd die Bc lagcruug von Belfort zu schützen. Es sollte das XIV. Korps, unter Fcslhaltnng von Dijon, nach Besoul rücken und von dort die feind lichcn Truppcnansammluugen um Besanyon sowohl wie bei Langrc? im Zaum halten."

Der General beschloß daher, mit dem Korps nach Vesoul ad zurückcn. Da aber Dijmi am 2!). vom Feinde frei gemeldet war, so befahl er zwei badischcu Brigaden, am 30. diesen Ort zu bc setzen. Da die Franzosen Dijon noch hielten, kam es hier zu hari

nackigem Gefecht. Die preußische Brigade trat c>» diesem Tage ibrcn Riickinarsch auf (^ray an. Bon ihren Batterien war die 2, leichte Reserve-Batterie unter Bedeckung von zivci Estadrons Dragoner zur Unterstützung der Badcuser nach Diso» vorgescndct worden, l'dnc jedoch Verwendung finden z» t^uncu.

Unter ^urücklassuiig einer stärleren Ablheilung aller Waffen in Gray - Regiment Nr. 30, zwei Esladrons 2. Reserve Dragoner, 2 leichte Reserve-Batterie - sehten die preußischen Truppen ihren Marsch auf Besoul fort, wo sie am 3, November einträfe« und wahrend der folgenden Tage verblieben.

Alle zu dieser Zeit in Besoul eiugcheuden Nachrichten liehen erlennen, daß die französischen Streitkräfte bei Besan^on eine Ber einigung mit denen (^aribaldes vei Düle und ^liifoune >Stizze 62< erstrebte». Bevor sich aber (General v. Werder entschloß, gegen Düle vorzugehen, suchte er durch ltrtundungsabthcilungen, welche in dieser Richtung und gegen Nesanyon entsendet wurden, nähere» Einblick in die Vage beim «Hegner zu gewinnen. Die eine dieser (irluuduna.cn scheint erwähnenswert!,, nicht weil es dabei zu einem .zusammcilsloft mit dein Gegner tam, sondern weil die l. leichte Reserve-Batterie bei dieser mit 600 auf Wagen gefetzten Infanteristen und einer Estadron Reserve Dragoner über Oiselau und NeuvelleS le« la i!l,arit«i ausgeführten Unternehmung eine ganz de deutende Marschleistung hatte. 3ic legte in 22 Ttunden. von denen nur 2',.. Stunde gehalle», gcnmcvl und umgcsaitcll wurde, ungefähr 70 Km zurück. Es fanden sich bei der Tags darauf abgehaltenen Pferdercrision nur ein gedrücktes und ein geschwelltes Pferd.

Au dein Marsch des Generals v. Werder gegen Düle und Diso« vom 10. bis l4. November nahmen beide Batterien Tbeil. ohne mit dem Feinde in Berührung zu lommeil. Bis zum 23. No vember verblieben sie in und bei Diso», wo das NorpS ;unächsi eine beobachtende Tlelluug eingenommen hatte.

Am 24. rückte das bei Antun, südwestlich Dijon. versammelte Uorps Garibaldis gegen Diso« heran. General v. Werder de schloß, die gegen das Taünc Tba! entsendete I. Badisckc Brigade nach Dison heranzuziehen, und übertrug den preußischen Truppen die Sicherung gegen Süden, Infolgedessen verliehen auch unsere Batterien die Stadt und rückte» in die südlich derselben belegenen Qrlscbaslcn

Ucber Tombernon und 3t 3eine ging «Garibaldi vor uud lam am 2»i. bei PaSaucS an. wahrend General Cr 6mer bis Acoren vorrückte.

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