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b. In die Heinmth.

Hm 3. Juni traten die 5. Infanterie Division und die Korps «tilleine ihren Rückmarsch in die Heimath an. nachdem am 2. noch bei allen Batterien Gottesdienst stattgefunden hatte.

Die III. Fuß-Abtheilung verblieb mit der 6. InfanterieDivision bei der Oltupations-Armee in Frankreich; ihr wurde die 1. Artillerie- und 1. Infanterie-Munitionstolonne zugetheilt, Sie «rlor jedoch schon am 8. Juni die 6. leichte Batterie (Hptin. o, Schlicht), welche dem neugebildcten XV. Armeekorps überwiesen nmrdt. Die Batterie marsckirtc über Berdun—Mars la Tour naä' Metz, wo sie am I?. Juni eintraf »nd dcmobil wurde.

Die übrigen Batterien der Ili. Fuß Abtheilung marschirteu bis 12 Juni in die Gegend von Reims, am 18. Juli standen sie m folgenden Garnisonen:

Stab: 5. schw., 5. l. Ehälons sur Marue, 6. schw. Reims.
1. Art M»n. Kol. Iälons. nordwestlich ühälons.
1. Inf. Mun. Äol. Sarrv.

Für den Rückmarsch waren angewiesen: der Korpsartillcric, »elcher l>'./52 zugetheilt war, die Straße St. Menehould-VerdunEtilin - Eonflans- Mev Saarbrücken—St. Wendel —Ensel—Wolfnein—Alzci, dcr l. Fuß Ällbcilung: die über Bar le Duc—Fresnes «n Wosore—Metz—Taargemünd.

Am 10. Juni überfchritt die Korpsartillerie, am 16. die l. Fuß Abtbcilung unter Hurra die neue deutsche Grenze. Zu den Emzugsfestlichleiten in Berlin hatte das Regiment die Ehre, einen Unteroffizier (Serg. Alisch) und acht Mann, sämmtlich mit dem Eisernen Kreuze geschmückt, entsenden zu dürfen. Von Seiner Majestät war für den 16. Juni ein allgemeiner Dankgottesdienst befohlen, der bei den Batterien, wclcbc sich auf dem Marfchc be fanden, des Morgens beim Abrücken dura, eine Ansprache der Batteriechefs und darauf folgendes stilles (^cbct begangen wurde. Der zanze Rückmarsch, besonders der der Norpsartillcric iu der Psal;. zlich einem Triumpl',',uge, überall Ehrenpforte» und festliche Empfinge; das dankbare Baterland konnte sich nickt genug thun in der Ehrung seiner tapferen Sobne. Einen sctwue» Beweis treucu l^edenlens gab die 3. schwere Batterie am >.'>. Juni, als sie an dem .Ehrenthal" bei Saarbrücken vorbcimaricbirte. Sic gcdacl'lc, nacl' de» die Trompeter eine» Cl'l'ral geblasen balle», des bicr icixcn Wunden erlegenen Pr. Lts. Hildebrandt, zu dessen Andenten Kirr bei drei Schuß abgefeuert wurden.

Von der reitenden Abtheiluug wurde die 2. nnd 1. reitende Batterie am 26,, die 3. reitende Batterie und der Stab am 27. in Mosbach bei Bieberich am Rhein verladen.

Sie fuhren über Ober-Lahnstein, Ems, Wetzlar. Paderborn. Halberstadt nach Bittcrfeld, bezogen in der Nabe dieser Stadi Quartiere und vereinigten sich am 30. Juni zum gemeinschaftlichen Einmarsch in die Garnison Düben,

Auch der II. Fuß-Abtheilung war Mosbach als Einschiffung? pnntt für den 2^. <A schw Battr.) und 29. Juni (Stab und die übrige» Batterien) zugewiesen worden. lieber Paderborn. Köchen Wittenberg erreichte sie Jüterbog, woselbst der Einzug am 2. Juli stattfand.

Der Transport der I. Fuß-Abtheiluug vollzog sich vom 26. Juni ab auf der Linie Saargcnuind—Hamm—Magdeburg— Halle bis Dahlen, Hier war die Abtheiluug bis auf die 2. leichte Batterie im Laufe des 29. Juni ausgeladen worden. Auf Wunsch der Stadt Torgau fand der Einzug der drei zuerst eingetroffenen Batterien am 30. Juni, der 2. leichten Batterie am folgenden Tage statt.

Alle diese alten lieben Garnisonen, von denen dem Regimen: min leine mehr gehört, batten in ausgedehntester Weise Sorge gc tragen, ihrer Freude dnrcb feierlichen Empfang, Ausschmückung der Straßen nnd festliche Beranstaltungeu für Offiziere nnd Mannschaften den hcrzlichsicn Ausdruck zu geben.

Am I.Iuli war der Bcfcbl zur Dcmobilmachung eingegangenes wurde sofort zur Ausführung derselben geschritten.

Wahrend der laugen Zeit des Rückmarsches »raren häusige Verschiebungen in der Offizicrsbcsctznug nölbig geworden, denen, da die eigentlichen kriegerischen Ereignisse ihren Abschluß gefunden hatten, nicht mcbr besonders nachgegangen worden ist. Es sei darum hier nur die Vcvsctzungslistc vom N, Inni, dem Tage, an dem ein großer Thcil des Regiments die Grenze wieder überschritt oder überschritten hatte, gegeben,

<>. Ve.schungsliste des Vraudenburgischc» Feldartillerie-Regiments Nr. :l (Gfz.) am II. Juni 1871.

Kommandeur: Oberst v. Krensli- Abs.: Pr. Lt. Tiey: Ordonnanzoffiz.: 2et. Lt. Eämmcrer von der 3. reit. Battr.

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Kolonnen-Abtheilung. Hptm. Burchard (beurlaubt)- Adj.: Set. Lt. Eichmann (trank).

1. Art. Mun. Kol.: Hptm. Batsch (beurlaubt,; Pr. Lt. Römer.

Sek. Lt. Semmelroth.

2. Art. Mun. Kol: Pr. Lt. Beckh; Sek. Lt. Wagner (R.).

3. - - - Wendland (8. C.); Augustin (L. C.».
4.- - - Bodenstein; Set. Lt. Nicolai (R.).
5. - - - v. Garßen.

1. Inf. Mun. Kol.: Hptm. Riemer; Set. Lt. Behrens.

2. - - - Caspari (a. D.); Set. Lt. Betcle (R.,.

3. - - Pr. Lt. Krulle; Set. Lt. Büttner (R.).

4. - Hptm. Müller 111.; Pr. Lt. Langner.

Ersatz-Abtheilung:
Hptm. Meyer; Set. Lt. Fleischer.

schw. Ers. Battr.: Hptm. Schmidt: Set. Lts. Nackow (R.). Bal-
lack (R).

I. Ers. Battr.: Hptm. Reimer (L>: Set. Lts. Kelterborn (R>.
Hintze (R.).

reit. Ers. Battr.: Hptm. Krüger; Set. Lt. Zoch (R.).

Die iil der Kriegsrangliste genannten Pr. Lt. Hörn, Set, '>'l5. Bodenstein II., Dethier (R), v. Rabenau (R.) standen bei der vom Regiment besetzten Hessischen Festuugs-Abtheilung. Die Reserve Batterien sind hier nicht angeführt, ihrer Thätigteit im Feldzuge soll in einem besonderen Kapitel gedacht werden.

In dieser Versetzungsliste steht Oberst v. Krensti wieder an der Spitze des Regiments, welches er mit Ausbruch des Krieges abgegeben hatte, um i» einer bevorzugten Stellung Verwendung zu finden, «linst Durch eine Allerhöchste Kabinets-Ordre war Oberst v. Dre 5 tv

v. vlt«Ky. Mfang April wieder zum Direktor der vereinigten Artillerie- und Ingenieurschule ernannt worden; am 12. April verließ er da« Regiment. „Am 10. April nahm ich Abschied von meinen Kanoniere». Sic waren in Parade aufgestellt, und unter Blasen des Marsche? von Möllendorf — meinem Licblingsmarsch — ging ich die Fron« I'inunter. Darauf hielt ich eine Ansprache an die Leute und schloß mit einem Hoch auf deu Kaiser. Major v. Lyuckcr brachte dann mein Hoch aus. Der Abschied von den braven Kerls, mit denen :ch neun Monate long Leid und Freud getragen Kalte, wurde «rr sckwer".

Ebenso sckwer würde aber auch dem Regiment, insbesondere der Korpsartillerie, die Trennung von ihrem hochverehrten Kommandeur. In den Schlachten und Gefcckten der ruhige, die Lage jederzeit beherrschende Fübrer, unter dessen Leitung die Batterien nck nimmer verweilenden Lorbeer erringen durften; wahrend der Märsche und bei Metz der wohlwollende, sorgende Vorgesetzte, der allerdings auch rücksichtsloses Eingreife» dort nicht scheute, wo er es für nöthig hielt so steht die Gestalt des Oberst v. Dresty icucklend in der Erinnerung seiner damaligen Untergebenen. Wer d« Heier der fünfundzwauzigjährigcn Wiederkehr jener großen Zeit i» Regiment mit erleben durfte, dem wird es unvergessen bleiben, »n welcher viebc uud Verehrung au jenem Abend im Stadtpart :u Brandenburg die alten Kameraden ibren ebemalige» Kommandeur merte».

Achter Abschnitt.

Die Velerve-Patterien des Regiments im
Feldzuge l8?N/7l.

l.

Das Regiment tiatte bei der Mobilmachung drei ReserrePallerien aufgestellt, eine schwere und zwei leichte.

Die Batterien führten den Namen l. schwere, bczw. l. und ^. leichte Reserve-Batterie, und als Mobilmackungsone »varen der idweren Wittenberg, den beiden leichte» Jüterbog angewiesen worden.

Die Besetzung mit Offizieren ist sckon bei der Hriegsranglisle l<s Regiments angegeben worden < 3. 293). Es befanden sich dem nick bei jeder Batterie zwei altive Offiziere, der Batteriechef uud c'i '.'ieutenanl.

Au Unteroffizieren des altive» Dienstüandes balle jede Batterie ,»rei erhalten, den diensttlmcuden Feldloebel und de» jlapilandarmeS. K« 2l. Juli waren die ersten, an, IN. Juli die letzte» Mannschaften und Pferde eingetroffen, die (^cickiitze bronzene 4 Pfüuder mit Iteil

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