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25, 49 und in der zum 27. 3 Granaten. An diesem Tage hörte die Beschießung auf, da sich Gortum unter der Bedingung ergab, daß bis zum 30, Januar kein Ersatz käme.

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Der Perluft der Batterie durch feindliches Feuer bestand nur in einem schwer Verwundeten, Kanonier Scherbarth, der auch seinen Wunden erlag, (Großer waren die Verluste durch eigenes Feuer, denn bei den Geschützen des Lieutenants Dollen sowohl als bei denen des Lieutenants Valette erhielten mehrere Kanoniere so erbeblicke Brandwunden, daß einer, Kanonier Sombert, an denselben starb, ein anderer sein Augenlicht verlor.

Für ihre Perdienste um die Beschießung (Hortums erhielten durch Allerhöchste Kabinets-Ordre vom 31, Mai 1814 der Kapitän o. Glasenapp das Eiserne Kreuz l. Klasse, der Tetondlieutenant Valette und Unteroffizier Wendorf das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Vorgeschlagen zu dieser Auszeichnung waren außerdem noch die Unteroffiziere Staffenhagen und Katz und Kanonier ZiegenHagen.

Kurze Zeit nach der Beschießung von Gorlum wurde der Lieutenant Dollen zum Kommandeur der Munitionslolonne Nr, 4 er nannt und durch den Lieutenant Duoui ersetzt.

Wahrscheinlich noch vor der Ucbergabe Gorlums marschirte die 3. Brigade mit ihrer Batterie der schon nach Laon in Frankreich voran gegangenen 4. und 6. Brigade des lll, Armeekorps nach: nur die 5. Brigade blieb bei dem II, deutschen Bundestorps in Holland zurück. Die 6pfündige Fuß-Batterie Nr. 5 gelangte in zum TKcil sebr anstrengenden Märschen über Breda, Mecheln. Mons, AvesneS nach Laon (Stizze 9).

Auf seinem Vormarsch nach Paris war Blücker mit der M«sch ««a. Schleichen Armee (I. preußische Korps ?»ort und die beiden russischen ^«nkltla,. Korps Sacken und Langeron) durch die unglücklichen (^cfeckte bei Ehampaubert, Montmirail, Chateau Thierry. Etogcs und Vauchamps i ll». bis 14. Februar 1814) gcnöthigl worden, sich auf LlMonS zurückzuziehen. Nachdem er sich zur Unterstützung der von Napoleon bedrohten Haupt Armee unter Schwarzcnbcrg dieser am 21. Februar wieder bis Mery an der Seine gcnäbert battc, erbiclt er von Sckwarzenberg die Aufforderung zum Nückzug. Das war aber nicht nach dem Sinne des alten Helden. Er beantragte bei feinem König, daß er an die Marne zieben und »ack seiner Vereinigung mit dem aus Holland licranriiclciidcn Bülow zum zweiten Male den Marsch auf Paris antrete» dürfe. Dies wurde ibm gcslattcl. Die Vereinigung des Korps Bülow nnd Winzingcrode mit der Tcklesifchen Armee sollte bei Soisfons stattfinden, wobin sick nun

Blücher in starten Märschen vor dem von Troyes her anmarschirendcn
Kaiser Napoleon begab.

Das III. preußische Armeekorps sPülow) brach demzufolge am 1. März von Laon auf und traf am 2. vor Soisfons ein. Dieser Ort war Festung, befand sich aber in einem fehr schlechten Iustande, so daß eine einfache Beschießung der Stadt am 3. März zu ihrer ücschilßmlgvon Uebergabe führte. An dieser Beschießung betheiligte sich die ßpfündige H«iff«n«. ^uß-Batterie Nr. 5 mit 30 Kugelschüssen und 28 Granatwürfen, von denen erstere gegen das Thor von Croup am linken Anschluß des Brückenkopfes von St. Bast, letztere gegen die in der Stadt selbst dem rechten Anschluß gerade gegenüber gelegenen Abtei NotreDame gerichtet waren.

Nach der Einnahme von Soissons vollzog sich die Bereinigung der Korps Bülow und Winzingerode auf dem rechten Ufer der Aisne. Die Blücher sche Armee nahm eine Aufstellung an der Straße nach Laon, in welcher sie am 4. und 5. März stehen blieb, das III.Armeekorps westlich der Straße. Durch das Vorgehen Napoleons von Reims aus gegen Laon sah sich Blücher genöthigt, nach diesem Ort zurückzugehen, auf welchen gestützt er mit seiner ganzen Armee am 8. eine Aufstellung nahm. Das III. Armeekorps war schon in der Nacht vom 6. zum 7. aus einer Zwischenstellung der Armee zwischen Aisne und Lette zur Deckung von Laon dorthin abmarschirt. Es wurde mit der Besetzung der Stadt selbst und der südlich geschl«ch> !>ll legenen Abhänge beauftragt. Laon*) liegt auf einem steilen helfen c»,n. ,„it schwierigen Zugängen. Der südliche Abhang ist ganz mit Weinbergen bedeckt, welche mit Hecken und Mauern umgeben sind. Das vorliegende Gelände ist eine vielfach von Sümpfen, Gräben und Bachen durchschnittene Ebene, die besonders für Reiterei sehr viel Schwierigkeiten bietet.

Auf dem rechten Flügel des III. Armeekorps stand das Korps Winzingerode; den linken Flüge! bildeten die Korps Kleist < welches jetzt auch zur Schlesischen Armee gehörte) und ?)orl; in Reserve standen die Korps Langeron und Sacken, welche am 7. in der Schlacht bei Craonne stark gelitten hatten.

Bülow hatte mit sieben Bataillone» die Stadt Laon besetzt, secks Bataillone waren in und bei Semillv verwendet und sieben Bataillone waren auf dem Tiidabbange vertbeilt.

*> «iehc 3kwc Kl.

Die Artillerie des III. >lorps battc General v. Holtzcndorss am ,^ufte des Berges westlich der Strafte nach Soissons, an de», Abhang und zwischen den Dörfern Temillv und Ardon aufgestellt. Ein« russische ILpfündige Batterie «sechs Geschütze) stand nördlich Zemilll, ans dem Abhang »restlich des Thores der nach Toiffons führenden 3trotze, und 100 Schritt östlich von dieser uud etwas tiefer unsere Lpfündige Futz - Batterie Nr. 5 unter Hauptmann r>. Glafenapp. Diese Batterie stand, wie es das Gelände bedingte,

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auf einzelnen'Absähen des Hanges auseinander gezogen, mit den Haubitzen auf.dem linten Flügel, und es fchciut, das; diese oder einzelne Kanonenzüge zeitweise die nach Süden vorspringende Spitze des Plateaus besetzten, um in der Richtung auf Ardo« zu wirlcn. Beim Dorfe St. Marcel l nördlich oon Laon, stand der Nest der Neservcartillcrie, deren Batterien oon lner aus leicht zur linier flühung der verschiedenen Puuttc heraugezogcu werde» tonnten.

liegen den reckten Flügel der Blüchcrscken Armee >oandlc sicb am !). März Morgens der Marschall Neu. bei welchem um 7 Mir Napoleon eintraf: gegen den linlen Flügel Blüchers folllc der Marfchall Marmont, von Reims tommcnd. vorgeben.

<is hatte i» der Nacht zum !). März ziemlich ftarl gefroren, der Boden war leickt mit Zchncc bedeckt und ein dicktcr Nebel binderte jede Aussicht. Napoleon hatte geglaubt, bei Laon nur auf den schwachen Widerstand einer Arrieregarde zu stoßen und gehofft, nachdem dieser überwunden, gleich in Laon einziehen zu können. Nur so ist es erklärlich, daß seine Truppen gegen den stärksten Punkt der Stellung Blüchers stießen.

Ney ließ unter dem Schutze des Nebels eine dichte Schützenkette, zusammen mit 30 Geschützen, gegen Semilly vorgehen und dieser ersten Vinie eine Infanterie-Brigade folgen. Der Angriff wurde abgewiesen, die Franzosen setzten sich aber in den Gräben von Semilly fest. Eine andere Brigade ging gegen Ardon vor, nahm das Dorf und ging über dasselbe hinaus. Sie gelangte aber nur bis zur Hälfte des Bergabhanges, mußte dann umkehren und auch das Dorf unter schweren Verluste» wieder aufgeben.

Blüchers Absicht war die Offensive zu ergreifen, wie es sein Befehl vom 9. früh morgens klar ausspricht. Derselbe lautet: „Wenn der Feind gegen die Position vorrückt, welche wir einnehmen, so werde ich die Offensive ergreifen. Jeder der Herren Korpstommandeurc wird sich eine Reserve bilden. Wenn zur Offensive übergegangen wird, so werden die Batterien vorgezogen und damit die Schlackt eröffnet. Bei dem jetzigen Nebel müssen die Truppen ziisammengcbalten und die Front durch Infanterie bewacht werden."

Um l 1 Ubr verschwand der Nebel auf einige Zeit, so daß man von Laon aus die feindliche Stellung übersehen tonnte, und sofort bcsabl Blücher, daß das Korps Winzingerode zum Angriff vorgeben sollte. Zu derselben Zeit ging aber auch eine französische Division, unterstützt von einer Kavallerie-Brigade gegen Ardon vor: »ahm das Dorf und drang, verhüllt von dem wieder eingetretenen Nebel, bis zum Fuße des Abhanges unter der Abtei St. Vincent vor. Andere feindliche Kolonnen waren an Semilly vorbei bis zur Tlvahc von Soissons fast bis zum Thore von Laon gelangt, wurden aber, als sich der Nebel wieder hob, durch das Feuer der (i pfundigen Fuß Batterie Nr. 5 zum Rückzüge gezwungen. Hierbei battcu bei den Geschützen, die etwa 300 Fuß über der Ebene standen, zuerst Untersteckteile und, als diese nicht genügten, die Handspcichen unter die Bodeustückc gesteckt werdeu müssen, um zu Verbindern, daß die Schüsse über den bis zum Fuß des Hauges vorgedrungenen Gegner hinweggingen.

Als der Angriff bei Semilly abgeschlagen war, mußten auch die über Ardon vorgegangenen Truppen zurückgehen. Zwei Ge

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