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Auf Befehl des Generals v. Bülow rückten die Batterien soü'll in die Artillerielinie ein. Als Ziel war ihnen Flavigiw be,c«t>net werden.

Die zuerst angelangte 3. schwere Batterie (Voß« mußte sich bei

äderst v. Drestn melden nnd traf dort ein, als derselbe seine Batterien

ungefähr 800 Schritt weit in eine günstigere Tlellnng vorführte.

?ic 3. fchwere fand hierbei Plalö links neben der 6. leichten.

-tizze 37.»

Die 3. leichte (Premierlicntcnant v. Presse»»in) wurde südwestlich Bionville nnd die 4. lcickte «Müller II. > und 4. schwere <>romme> an der Südwcstscitc des Kirchhofs von Vionville aufMellt. Es war dies etwa gegen Il'/< Uhr.

Die Batterien der >iorpsartillcrie hatte» in ihrer erste» 3lcli»ng feindliche Batterien südöstlich Nezonville beschossen, wahrend üc von links vonvärts lebhaftes Tckntzenfencr crbielte». Das lncderboltc Erscheinen feiüdlicker I»fa»teric vcra»laßte ei»e» haungen Zielweckisel, bedingt durch die größere Wichtigkeit, welche das eine Ziel vor dem anderen erbiclt. Die feindliche Artillerie gab bald ihre Stellung auf. Hier verlor die reiteudc Abtheilung de» Hauptmann Rocdcnbcck «schwer verwundet) uud den Lieutenant Wolter «verwundet.

Die Stellung hatte offenbar ihre Vortheile, doch verlor sie an Einfluß, je mehr nach (ti»»abme von Bionville sich der Kampf in ter Richtung auf Nczonville lnlizog.

Auf Beranlafsnng des Generals v. Biilow führte daher Oberst 'Dresln seine Batterie» »»« etwa I1'/4 Uhr 8t>0 Schritt i» der Wicklung ans ^lavignv weiter vor. Hier wurde» die am westliche» Ausgang von Rezonvillc n'iedcr erschienene feindliche Artillerie, sowie feindliche Infanteriemassc», sobald stc sick, südlich von Nezonville ^«gehend, zeigten, »ntcr ^encr genonime» «Ttizze 37».

Klavigny war bereits »in 11'/< Ilbr von Truppen der 5. Division Tncile der Regimenter Nr. 12 nnd 52, genommen, aber wieder rcrlassm worden. Nach der Einnahme von Bionville um 1 l V» Uhr locken säst die ganze 11. Infanterie-Brigade nnd das Negimcni Ar. 64 gegen die Vinie Banmgriippc nördlich ,^Iavignv — Flavignu vor. unter kräftiger Mitwirkung der südlich Bionville stehenden Balteric» ^nig es. diese Stellung, den 3till»p»»tl der scnicre» ^chlachtlinie ^« UI. Anneetorps. »ach heiße,» «ampic »»> >2''^ Nl'r ',n nehmen. ?>e zurückweichenden nnd auch die wieder gegen die Herme vorgehe«

de» Kolonnen des Gegners wurden geradezu vernichtend beschossen Auch in den französischen Berichten wird allgemein die Ueberlcgendcn der preußischen Artillerie anerkannt, lieber die Leistungen des sie giments und seiner Führer spricht sich das 18. Heft der ..Kriegs geschichtlichen Vinzelschrifteu" in folgender höchst anerkennender Vene aus: „Möglichst bald zu großen Batterien vereinigt und nur ihren Standort wechselnd, um weiter vorwärts neue günstige Stellung!', zu gewinnen, füllte die Artillerie die, infolge der großen, nicki ,r vermeidenden Frontausdehnung zwischen beiden Infanterie Divisionen entstandenen Vücken in wirtsamster Weise aus. Sie gab dem recken und linken Flügel Festigkeit: an ihrer glorreichen Haltung zencbcllic besonders, wo Infanterie fehlte, ein großer Thcil der vielfachen feindlichen Porstöße."

Zur besseren Uebersicht möge die Stellung der Batterien. ;m Zeit der Eiuuahme von Flaviguv, um 12'/2 Uhr, einheitlich angcgcdm werden: Es standen um diese Zeit die Batterien unseres Regiment, verstärkt durch sechs Batterien des X. Armeekorps und der 5. >^ vallerie-Division, vom rechten Flügel beginnend, in folgenden vier Gruppe» «Skizze 34, hinter 3. 320):

1. Rechts angelehnt an das Bois de Vionville:

2^s. 2. l. 1. f. I^l. 1^
III. X.

2. Südlich Vionville, nördlich der Statue St. Marie und an dcr

-. . , . .^ 3. r. l.r. 2. r. 6. l. 3. f.
^lembrnckmulde: ,,,

3. Südlich und nördlich des Kirchhofes von Vionville:

4. l. 4^s. 3. r. 3.1.

III. X. III.

4. Westlich und nordwestlich Vionville:

1. r. 1. s. 1. r. 6. s. 5. s. 5. l.
X. IV. III.

l>. Die Batterien des Regiments uo» 12 Uhr Mittags bis zun Ende der Schlacht.

Nach der Einnahme der Stellung: Baumgruppe nördlich D vignv- Flavigny ging das 2. französische Korps geschlagen zurück, General v. Alvcnslebcn ließ die 6. Kavallerie-Division zum Na<t> baue» vorrücke». Diese Division stand hinter den Batterien dcl llorpsarrillerie und bildete mit der 5. Kavallerie-Division, welche mit ibrer Hauptmasse sich bei Tronville befand, fast die einzige Reserve des III. Armcetorps.

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Vor dem Eingreife» der N, Kavallerie-Division gelang es der srigade Nedern der 5. Kavallerie Division, ans eigener Entsä'Iiesiimg. tincn Ibeil der gesiblagenc» feindlicken ^niantcrie niederzureiten, 5l< aber dann die in ibrer Entwickclung belinderl gewesene 6. )ta ^llerie-Division gegen l llbr vorging, lra» sie ans andere ^crballnisse

sorpsarnllerie und bildete mit der 5. Kavallerie-Division, welche mit ibltl Hauptmasse sich bei Tronville befand, fast die einzige Reserve i«s III. Armeekorps.

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