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Mannschaften nach dem Tammelplah der III. Fuß-Abtheilung binter dem Satruper Holz abmarschirt. Die Batterie war für den 2V, der Brigade Goebeu zugetheilt, welche nach dem Uebergang beim Vorgehen auf Sonderburg den rechten Flügel bilden sollte.

Um 3'/l Ubr Morgens erhielt die Batterie den Befehl, nörd lich des Satruper Holzes neben der dort stehenden Strand-Batter« des Hauptmanns Schaeffer in Stellung zu gehen, um das Feuer der Feldgeschütze gegen das aus der Augustenburger Föhrdc aus gelaufene Panzerschiff „Rolf Krale", welches den Uebergang zu flantiren suchte, zu unterstützen.

Nach dem Uebersetzen der 2. 6pfundigen Batterie folgte rcn 4 bis 5'/« Uhr die 3. 6pfundige nach Alsen.

Das Ein- und Ausschiffen ging im Allgemeinen glücklich von statten, nur beim 3. Geschütz wurde durch zu frühzeitiges Abstoßen der Fahre die Laffete aus derselben hcrabgeworfen und dabei ein Stangenpferd so schwer beschädigt, daß es getödtet werden mufzic.

Um 5'/4 Uhr trat die Batterie bei Arntiel mit aufgesessen^ Mannschaften ihre Vorwärtsbewegung an, um möglichst schnell ibre Perbindung mit der Brigade soeben aufzunehmen und thatigen Antheil an dem weiteren Gefecht zu nehmen. Da diese bereits sebr weit vorgegangen war. so traf die Batterie erst um 6'/» Ubr, na<t den« sie eine Meile im Trabe zurückgelegt hatte, auf den Höben vr» Strohberg bei der Brigade ein und vereinigte sich hier mit der 2. tipfiiudigeu Batterie zu einer Artillerielinie unter dem Befehle teMajors v. Held. Die Batterie hatte i» dieser Ttellung noch Oe lcgenheit den Angriff der Infanterie auf Möllbn lBororl nort westlich 3onderburg) und Tundsmart vorzubereiten und Heiner« abziehende Kolonnen noch auf der Entfernung von 2(XX) Zchrin zu beschießen.

Etwa um ?'/« Uhr giugen beide Batterien im Trabe über Ultebüll, Wollerup und Vambergholz auf der Straße nach Horupban vor, um, wenn möglich, dort uock tbatig gegen die Einschiffung am zutreten.

Die Batterien waren in scharfer Gangart der Infanterie weil vorausgeeilt und mußten bei ^ambergholz so lange verdeckte Am stellung nehmen, bis die Infanterie das südlich dieses ^rles belegene Holz genommen hatte. Während die 2. 6pfündigc Batterie de, Höruphaff noch zur Verwendung gegen den abziehenden Feind law fand die 3. 6pfundige Batterie, welche am Strande unmittelbar a^

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den Einsckiffu»gsbrückc» aufgefabren war, tri» ^ic! uicbr, da auf rem Hl'ruvbaff tciu feindliches Transportschiff mcdr in Sicht war.

Die Batterie verblieb au diesem und dem nächsten Tage iu dieser Stellung zum Schutz der >tüste, jedoch »ur mit einer Wache ron einer Gcschützbcdicuung besetzt. Mannschaften nnd Pferde errillten am 29. Nachts nn> 12 Ubr das eine balbc Stunde von der '"e'ckiitzflcllunq entfernte Dorf >lliutiugc als Quartier.

^rluüei ein Pferd todt. ein Pferd durch (Granatsplitter vom .Roli jlrale" verwundet.

Munitionsverbrauch' 25 l^rauatschiissc.

Die 3. l2vfüudigc Batterie und die 3. Haubitz Bat leric. Beide Batterien standen am 2l). Morgens nm 2 Ubr m der Bersammlung binter dem Satruper Hol,;. Tic bildeten die Atierrearlillcrie für die li, Division und folltcn, sobald die In 'mlerie derselben übergegangen wäre, sofort nachfolge». Der Ucber ^ng verzögerte sich iudesscu durch Einschieben von anderen Batterien, ^raüeric und Vazarctbfabrzeugcu, bis gegen l2 Ubr Mittags der l^enbl des Qberstlicuteuanls Bergmann aus Souderbnrg eintraf, >af, die Batterien, falls sie noch nicht übergegangen wären, in ibrc il.u<irtiere zurückgeben sollten.

Die 4. tipfündige Batterie. Die Tage vom 25. bis i5. Juni batte die Batterie bcuntzt. ibrc frübcrc» l^eschühstände bei tsener Holz östlich Ballegaard, wieder berzustcllc». Am Abend des 2^ marsckirle sie dorthin ab. Der lnrzc Marsch ivurdc durch die ackere Nacht, durch vormarschirendc Mu»ltio»stolo»»c», welche mit Knltriipferden befpannl »raren, und durch entgegeutommende In»lerie sehr erschwert, dock staub die Batterie um 12',« Ubr sckuftlreil.

Hm Morgeu des 2^». um .'»Ubr uähcrte sich der „Nolf «rate" :? auf 1400 Schritt der Batterie uud wurde vo» ibr mit .'l ^l^naten bc!chi.'ssc!!, von dcne» ? als Treffer erschienen. Er nmrelltle mit 14 Sckravnels «nd Karlatschschüssen, olme jedoch Ber>°n< berdeizuführcn.

^egcn 6 Uhr erhielt die Batterie Bcschl zuiu llebcrgaug, »«le aber bis gegc» 2 Ubr warte», »m welche ^eit der Befebl noni». das, sie in ihre alten Quartiere zurückgeben sollte.

Nack der Einnabmc von Älsen blieben die beiden über "^»g«nen Batterie» 2. uud 3. tivfünrige — zunächst uoch der >^ Twiilon unternelil auf der Insel: am M>. I»»i jedoch bestimmte das Oberkommando, das; die 6, Division in die Gegend von Apen rade abrücken solle. Der 13. Division wurde Alsen und der Sundewitt, der Neservecirtillerie der Tundewitt zur Unterkunft angewiesen.

Die Batterien der 6. Division waren auf die Brigaden ver theilt, von denen die l l. in und südlich Haderslebcu, die 12. nördlick dieser Stadt lag. Der Division war die Sicherung der Osttüstc gegen Unternehmungen von Minen*) her übertragen, und sie hatte datier die Küste von Kolding bis Apeurcide in vier Abschnitte getbcill.

Am 9. Juli nahmen die 3. Hanbitz nnd die 3. Kpfündige Batterie an einem tleincn llutcrnehmcn gegen die Insel Barsö, nordöstliä' Apenrade, weil, welcbc bisbcr der Botmäßigkeit der von den Verbündeten eingesetzten Regierung nock nickt unterworfen war, die ausgeschriebenen Steuern »ock nickt bezahlt hatte und den kleinen Vandungen des Feindes zum Stützpunkt diente. Die beiden über gesehten Kompagnien Regiment'? Nr. 35 trafen auf der Insel keinen Feind, trieben die Steuern ein nnd kehrten mit mehreren Boote» zurück. Zum Schutz der Ueberfabrt hatte die 3. 6 pfundige Batterie südlich, die 3. Haubitz-Battcric nordlich der Hiennerbuckt**» gestanden: die crstcrc vertrieb dnrck zwei c>'ranatscküsse einen dänischen Kulter am Südraude der Juscl.

Die Nähe der Inseln Fanö und Füuen »lachte es am 12. Juli uothwcndig, das; an dem Stcnderuper Ztraude bei Gammel Albö, ostlick Holding, Gesckützc in Stellung gebracht wurden. Dazu wurde ein Zug der 3. 6pfundigen Batterie bestimmt, welckcr mil täglicher Ablösung bis zum 15. Juli dort verblieb uud am 12. durch vier Granaten ein Kauoneuboot vertreiben tonnte. Am 17. «vor beabsichtigt worden, von dem Fährhaus zu Aarösund, östlich Haders leben, nach der Insel Aarö überzugehen.

Dieses Unternehme» sollte» die 3. 12pfündigc uud 3. «»pfundige Batterie aus Stellungen am Fährhaus uutcrstützc».

Der am l l. aufgegebene Ucbergang sollte dann am 20. statt finde», seine Ausführung wurde jedock durch de« an diesem Tage vertündctcn Wasfcnstillstcmd vereitelt. Die übrige» Batterien des Norps waren am Abend des l?8. Juni in ihre Quartiere vom 25. zurückgegangen: von ihnen wnrdc die 2. 12 pfundige uud die 4. 6pfundige Batterie der l 3. Division zugetbeilt. Sic alle nabme» ihre durch de» Uebergang nacl, Alscn nur kurze Zeit »»tcrbrockencii Friedensübnngen wieder auf.

*) 3tiuc 19. ^, lüü. — **) Zarsö westlich gesscnübcl.

K. Ereignisse in Iütland bis zur zweiten Waffenruhe.

«öti,,,c 24 2. 215.»

Mit Ablauf der I. Waffenruhe stand die Avantgarde des III, Korps, welches durck Allerhöchste Kabinets-Ordre vom 5. Juli die Bezeichnung ..Prcustischcs II. tvmbinirtes Armeetorps" erhielt, 5« Hobro, nordöstlich Viborg, das (Hros >var bei Randers veriannnelt. die Reserve hatte Aarhuus. Standerborg und Horsens deietzt

Der Avantgarde war die 4. 12pfundige Batterie zugctheilt. irellbc ,u diesem Zwecke am 25). Juni nach Menstrnp, drei Viertel Heilen südlich Hobro, marschirt war. jedoch schon am 2. Juli in 5? bisheriges Verhältnis; zur tombinirten ^arde Division zurück n«< und an diesem Tage nach Haraldslund, südlich Randcrs. ging.

Die I. ßpfündigc Batterie befand sick bei der Reserve und lutte zunächst als Ttrand - Batterie bei Aarhuus Verwendung .emnden.

Dem Befehle 3 einer Majestät vom 23. Juni entsprechend nas das ^bcrlommando nach dem ,^al!e von Alsen sofort An.rbmingen zum Ueberfckreiten des Vim Fjords zwischen Vögstör und >er ^fnnündung, Zu dem Ucbergang ivurde das III. Korps bestimmt; dis II. jlorps sollte dieses Unternehmen, dessen Ausführung vom >7, au» den 14. Juli verlegt wurde, durch ein Vorgehen gegen den 3alling und Ttte-Sund unterstübe».

Das III. Xorps hatte über seine Truppen folgendcrmaften

'"ÜINMI

Die Avantgarde, gefolgt vom Gros, sollte am 9. Juli auf z^lborg und Ribe vorgehen, die Reserve am 8. von Viborg gegen «live eine Tckcinbeweguug ausführen uud dann den Vormarsch nu ^ognör antreten.

Am 8. sckon wurde Aalborg vom feinde frei gemeldet, ^n 'clqedtsien besetzte in der Rächt noch ein Theil der Avantgarde die 3ladl- am 9. wurden auch die Schanzen am Rordstrande des Fjords -« den Dänen verlassen gefniidc» und sofort mit dem Ueberfeheu ln Avantgarde begonnen. Die übrigen Xorps wurden angehalten, «n die Reserve erhielt Bcsehl. am 11. nach Aalborg zu rücken.

Die 4. l2pfüudigc Batterie, welche mit dem t^ros am 8. Juli »lder Rander« und Hydro abmarschirt war, traf der Befehl zum ballen in t^raolev. südlich Aalborg, am 11. Juli. Hier batte 3nne Königliche .Hoheit Prinz Friedrich >larl. welcher auf der Reise nack Aalborg in Gravlev umspannen lieh, die Gnade, die seilte der Batterie, wie sie eben an den «ochlöchern gesessen Kalten, zu sich tommen zu lassen und mit einigen zu sprechen. Die Batterie verblieb zunächst bis zum 13. Juli in Gravier und lehrte dann mit der Garde-Division in die Gegend von Randers zurück, wo sie vom 15. bis 19. Juli in Vem, dann in ühriftrup, einem großen, wohlhabenden Dorfe, lag. Die 1. 6pfündige Batterie war vom 4. bis 7. Juli zur Persammlung der Reserve von Aarhuus nack Piborg marschirt und hatte mit dieser am 9. den Vormarsch zunächst auf Simestedt, dann auf Aalborg angetreten, wo sie am 11. ^uli eintraf. Am 12. 4 llhr Morgens stand der Zug des Lieutenants Wille am .Hafen von Aalborg zum Uebersctzcn bereit. (5s wurden auf zwei zusammengetoppelten Pontons ein Geschütz und vier Pferde, oder ein Munitionswagcn und vier Pferde verladen, so daß der Uebergaug des Zuges, da außerdem ruhiges Wetter war, sehr schnell von Ttattcn ging. Um 6 Uhr tonnte der Zug am anderen Ufer seinen Pormarsch antreten, aber auch er tam leider nicht zur Per Wendung. Die Batterie blieb bis zum Beginn der Waffenruhe in Aalborg.

lj. Friede n»d Rückmarsch.

Auf Anstichen Dänemarks war ihm am 20. Juli eine Waffen ruhe zunächst bis zum 1. August gewahrt worden. Am 25. Juli begannen i» Wien die Verhandlungen zur Feststellung der Friedens Präliminarien. Tckwicrigtciten. von den dänische» Bevollmächtigten erboben, machten es »ötbig, die Waffeurubc noch bis zum 3. August binanszuschiebcn, dock wurde am 1. August der Präliminar Frieden »ntcrzcicknet, i» welchem ein Waffenstillstand bis zum endgültigen Frieden, unter Beibehält des augcnblicklicken militärischen Besitzstandes eingeschlossen war. Am 30. Qttobcr erfolgte zu Wien die Unter zcichuung des Friedens, am 16. November der Austausch der Pol!zugsurtunden.

Entsvreckcnd diesen verschiedenen politiscken Vorgängen bis zur ^cwinuimg des Friedens regelten sick die Bewegungen der Truppen, welche zunächst während der Waffeurubc iu ihren Quartieren ver blieben, mit dem Beginn des Waffeuftillstandcs aber weiter aus einander gelegt wurde» und mit dem Abschluß des Friedens den Rückmarsch antraten.

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