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26. eintraf imd bis zum Beginn der Waffenruhe verblieb. Die Friedensübuugen, welche die Batterie sogleich wieder aufnahm, wurden zu Aufang des Aufenthaltes in Biborg durch einen Marsch in der )iacht vom 29, bis 30, April nach Stive unterbrocken, wo größere Getreidemengen unter dem Sckutze dänischer Truppen auf Schiffe verladen werden sollten. Das Unternehmen verlief ohne Zusammenslof; mit dem Feinde; am 1. Mai traf die Batterie in Viborg wieder ein.

Die I. ßpfündige Batterie hatte am 2t», April, nachdem sie am Abend des 19, von Vorposten ^i Düppel abgelöst worden war, den Befehl erhalten, wieder zur Garde-Division zu treten und . mit dieser nach Iütland zurück zu marsckircn. Sie hatte Quartier am 21. in Tatrup, südlich Apcurade, in den folgenden Tagen in Hoptrup, Christiansfeld, Biuf und traf am 25. in Peile ein. wo sie bis auf Weiteres verbleibe» sollte.

Am 2(>. April erkundete der Batteriechef die Stellung für eine Strand Batterie am Beile-Fjord. Ein günstiger Punkt wurde am Südufer des Fjords zwischen der Chaussee und dem alten Landwege nach Fredericia gefunden. Die Batterie wurde am 27. für vier Geschütze auf eiuer vorspringenden Bergtuppe erbaut, deren östlicher Abfall die ganze Breite des Fjords bis auf ciue halbe Meile vor sick hatte: ein Zug der Batterie wurde bespannt gelassen, um nötbigcrweisc au anderen Stellen Verwendung finden zu können.

Bis zum 14. Mai muhte die Batterie iu ihrer Stellung vcr bleiben. Die Geschütze durften nicht aus der Batterie zurückgezogen werde», wodurch alle Hebungen mit bespannten Geschütze» sich von selbst verboten: es wurde aber desto eifriger am Geschütz cxcrzirt.

Am 28. April trat die Batterie zufolge jlorpsbefebls zur Ncserve-Brigade (Negimentcr Nr. 13 und 52» über.

Mit dem Beginn der Waffenruhe vom 14. bis 16. Mai

marschirte die Batterie über Peterslwlm, südlich Beile. Frucring

»ach Aarhuus. wo sie verblieb.

Vorgänge «nf Die 1. 12psüudigc Batterie und 1. Haubitz Batterie

/"nm«" b"lten auf Fcbmarn am 22. April Gclegenbcit, noch einmal, und

zwar zum letzte» Mal, zn feuern.

Bei einem Ilebnngsmarsck an dem genannten Tage war die 1. Hanbitz Batterie auf der Anhöhe bei Banncsdorf, südlich von Puttgarden, angekommen, als sie ein längs der Xiiste gehendes Dampfboot bemerkte. Sie nahm sogleich Eilinarsckformation an und ging in der Nicktung auf Puttgarden vor, wo sich der Strand gut zur Aufstellung eignete. Da es auf möglichst große Schnelligkeit

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anlam, wurden von den Bcdicnung^mannsckaflcu zivei in dieser Wicklung liegende >lnicts durclistoäien, so daft die Batterie auf dem kürzesten Wege an den Strand loinmcu lonnlc. 5ic> >var um so mehr nöthig, als sie sonst einen großen Umweg hätte mache» müssen. Die Batterie hatte noch Zeit, sich am Strände bei Puttgarden aufzustellen, bevor das Schiff in Schuhbereich kam.

Als es sich auf etwa 2000 Schritt genähert hatte, wurde Flügel feuer gegen dasselbe eröffnet und zwölf Schüsse abgegeben, worauf es sich wieder aus dem Schußbereich entfernte. Nach dem 4. Schuß battr es gehalten und das Feuer erwidert, jedoch schlug die Kugel weit von dem rechten Flügel der Batterie ein und beschädigte nichts. Nachdem es sich aus dem Schußbereich der 1. Haubitz-Batterie entfernt hatte, tam das Schiff in den der 1. 12pfündigcn Batterie, welche, ebenfalls auf einem Uebungsmarsch begriffen, sich bei Clausdorf aufgestellt hatte. Diese gab nun auch »och fünf Schüsse ab, doch tonnte man bei ihr ebenso wenig wie bei der Haubitz-Batterie wegen der großen Entfernung erkennen, ob das Schiff von dem Feuer der Batterien gelitten hatte. Indeß entfernte es sich schnell und legte sich außer Schußbereich vor Auter, wo es am nächsten Tage, wie man von der Insel aus beobachten tonnte, ausgebessen wurde.

7. Vir erste Waffenruhe.

Bei Eintritt der Waffenruhe bezog das I. Korps weite Quartiere, zu welchen ihm das ganze Festland von Schleswig mit Ausnahme einiger Aemter zur Verfügung gestellt war. Auf dem Sundcwttl blieben nur wenige Truppen zurück: die Batterien des Korps wurden sämmtlich südlich Flensburg untergebracht.

Es bezogen Ortsunterkunft:

2. 12pfdge Battr. in Oeversee, südlich Flensburg.

3. 12 - - Mildstedt bei Husum san der Westküste von

Schleswig, westlich der Stadt Schleswig).

2. Haub. - - Frörup, südlich Oeversee.

3. - - Gettorf, südöstlich Ecternfördc.

2. 6pfdge - dicht südlich Flensburg.

3. 6 - - in Karbn auf Sckwcmsee.

4. 6 - - - .«lein Sold, südöstlich Flensburg.

In einem großen Thcil der Quartiere wurden die Batterien festlich empfangen und durch Ansprachen der Prediger nnd Ortsvorstände begrüßt.

Die Batterien des III. Korps blieben in ihren Quartieren Aarhuus <l. ßpfündige) und Viborg (4. 12pfüudige). Bei allen Batterien wurde nun die Ausbildung vollständig friedensmäßig betrieben: es wurde mit dem Reiten auf dem Viereck begonnen, gefahren und mit der bespannten Batterie ererzirt. Dem Material und der Ausrüstung wurde eine um fo größere Aufmerksamkeit gesckentt, als zu Anfang Juni die Batterien durch den Brigadier oder die Abtheilungslommandeure ökonomisch gemustert werden sollten. Dazu standen die Batterien in feldtriegsmäßigem Anzüge: es wurden zuerst die (Geschirre und Pferde bcsicktigt, darauf die Betleidungs und Ausrüstungsgegenstände der Wahrer: demnächst wurden die bespanne im Inge besichtigt und cndlick die Fußmannschaften gemustert.

Während der Zeit der kriegerischen Ereignisse hatten sich Mann fchaften und Pferde in einem verbältnißmäßig reckt günstigen Gesundheitszustände befunden: jetzt litten bei einigen Batterien die Pferde cpidemisck an einer den Anfängen der Influenza ähnlichen Krankheit, die bei einer Batterie sechs ^pfer forderte. In dem Wechsel zwischen den Anstrengungen der verflossenen fünf Monate und der jetzt plötzlich eingetretenen Ruhe wird sich wohl eine Ursache zu diesen Erscheinungen finden lassen.

In der Voraussetzung, daß die Waffenruhe am 11. Juni ablaufen würde, waren schon am 5. Juni vom Prinzen Friedrick Karl, welcher den Oberbefehl über die Armee erhalten hatte. Befehle für die Zufammenziehung der Truppen erlassen worden.

Dies verursachte bei unseren Batterie» iu der .^eil vom ?. bis 12. Juni einige Märsche in die^egend zwischenApcnrade uudFlensburg. Am 13. waren jedoch alle Batterien in ihren alten Quartiere» wieder eingerückt, da die Waffenruhe um vierzehn Tage verlängert war.

Erst sieben Tage vor Ablauf der verlängerten Wassenruhc erging dann der Befehl an die Korps, am 25. Juni Mittags die ihnen sckon früher angewiesenen Versammlungspunltc. für das I. Korps General Herwarth v. Vittenfcld» Gravcnstcin, für das Hl. Kolding, für das III. Randcrs, zu erreiche»,

8. P« der Wiedereröffnung der Feindleligneiten bi« zx» Wiener Friede».

Die Vatterien des I. Armeekorps bis zur zweiten Waffenruhe. (Uebergang nach Alsen.)

(Ilwen 22 u. 23, Z, 169 u. 179., Am 23. Juni war der telcgraphische Befehl des Königs eingetroffen, daß in Gemäßheit der mit dem Kaiser von ^esterreick getroffenen Vereinbarungen Alfen und der noch nickt besetzte Tbeil von Iütland angegriffen werden sollten.

Mit dem Uebergang nach Alsen wurde das I. Korps betraut, welckes am 25, Juni folgendermaßen untergebracht war:

Die 6. Division lag im östlichen Sundewitt und auf Broacker. die 13, Divifion längs der Alscuer und Apeurader Föhrde. sick im Süden bis znr Vinie Hostrup—Beusckan ausdehnend: die Neserveartillerie in dem von den Divisionen nickt belegten Tneil des Sundewitt bis zur Straße Apenrade—Flensburg.

Im Besonderen hatten unsere Batterien am 25, Juni folgende Quartiere erreicht:

Die Batterien der 6. Divifion , III. Fuß Abtbciluug).
3. I2pfdgc Battr.: Stcudcrup.
3. Haub. - Sckottsbüll.

3. 6pfdge Satriip.

Die Batterien der Neserveartillcric ,11. Fuß-Abtheilung!.
2. I2pfdgc Battr.: Qnars.
2. Haub, - Törsbüll, südlick Quars.

2. Kpfdge - Gravcnstein.

4. 6 - - Atzbüll.

Am 27. Juni änderte General v. Hcrwartb den Angriffsplan, indem er, von einem Uebergang bei Ballcgaard 'Abstand ncbmend. beschloß, bei Tatrnpholz überzugeben. Die dadurck hervorgerufenen Acndernngen in den Vorbereitungen mackten ein Versckicben des Unternehmens ans den 2l). früb nöthig.

Am ^<i. Juni Morgens batten die schweren Batterien der Festnugsartilleric ibr Feuer gegen Alsen eröffnet, um den Gegner zum Antworten zu veranlassen. Man wollte dadnrck Einsickt in die Vage der Batterien ans Alsen gewinnen. Die III. Fuß Ablhcilung stand von 5 Ubr Morgens ab, gedeckt durch das Satrupholz. bereit, das Feuer der Strand-Batterien zu unterstüven, im Fall der Gegner sich überlegen zeigen sollte; Gesckützeinscknitte waren vorbereitet. Indeß antwortete der Gegner weder an diesem Tage, noch anck am folgenden, an dem die Batterien der III. Fuß Abtbeilnng dieselbe Aufftelluug genommen hatten.

Für den Uebergang am Lü. bei Satrupbolz warcu vier Einschiffungspunkte bezeichnet worden, von denen derjenige an der Ziegelei von Tatnlpholz infolge seiner günstigen örtlichen Verhältnisse allein den Uebergang von Artillerie gestattete. Hier hatte der Ingenieur

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