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die Verschlüsse dermaßen, daß große Pausen in der Bedienung entstanden.

Die Batterie erhielt Abends den Befehl, in der Stellung zu viwafiren. Die Bagagen wurden herangezogen; es wurde abgefodt.

Während der Nacht fiel kein Schuß. Das Wetter war föstlid. Das brennende Sonderburg und die ruhige See gewährten einen prachtvollen Anblick.

Die 1. 6pfündige Batterie. (Hauptmann Stelper.)

Schon Morgens 81/2 Uhr war der Batterie die Anweisung zugegangen, die Pferde heranzuziehen und sich für eine Verwendung beim Sturm bereit zu halten; 101/2 Uhr traf der Befehl ein, die 25. Infanterie-Brigade des Generals v. Schmidt beim Angriff auf die Schanzen Nr. 9 und 10 zu unterstüßen. Rasch wurden die Ge schütze aus der Batterie Nr. 22 zurückgezogen und aufgeproßt. Dann ging es mit aufgesessener Bedienung im scharfen Trabe gegen die Schanzen. Als die Batterie in der Stellung ankam, waren Shanze Nr. 9 und 10 zwar jchon genommen, doch konnte sie, jüdlich von Shanze Nr. 10 auffahrend, den Angriff auf den Brückenkopf unterstüten und die Batterie bei Sonderburg bekämpfen. Der Geschüpkampf mit der Letzteren währte mit abwechselnder veftigkeit bis Nachmittags 4 libr. um welche Zeit das Feuer auf beiden Seiten aufhörte. Die Batterie bezog dann ein Biwak bei Schanze Nr. 9. Sie hatte an diesem Tage einschließlich der vorhergehenden Nacht, 527 Granaten verschossen und trotz des heftigen feindlichen Gewehrfeuers von Aljen her feine Verwundungen oder Verluste gehabt.

Ganz außerhalb des Bereiches der geschilderten Nämpfe war weiter nördlich am Großen Holz (am Alien-Sund) die Brigade Goeben, welcher außer zwei anderen Batterien die 3. Baubit-Batterie zigetheilt war, in Thätigkeit getreten.

Die 3. Þaubitz - Batterie. (Hauptmann v. Kuplenstjernal

Nad) der für den 18. April ausgegebenen Disposition sollte die Batterie östlich Oster-Satrup Stellung nehmen; es ging ihr aber um 81;2 Ilhr der Befehl zu, in Verlängerung des Südjaumes der Aljener Fohlenkoppel (Skizze 23) Geschützeinschnitte herzustellen. Der Batterie gegenüber auf Alien lagen drei Schanzen, die eine beim Þause des Holzvoigts bei Arnfiels Friede, die zweite am Südende der Fohlen: koppel, die dritte 700 bis 800 Sdritt südlich derselben. Die Batterie war nod mit den Erdarbeiten beschäftigt, als kurz vor 9 lihr die feindlichen Batterien ihr Feuer auf sie richteten. Sofort wurde dasselbe erwidert; es gelang im Verlauf einer Stunde dem vereinten Feuer der Feld-Batterien, an dem sich auch BelagerungsBatterien betheiligten, den Gegner niederzufämpfen. Doch seşten die preußischen Batterien noch eine Zeit lang ihr Feuer jort, um die Tänen an der Wiedereröffnung des Feuers zu verhindern.

Die 3. Haubig-Batterie hatte nur wenige Schuß abgegeben und maridhirte um 31/2 Uhr wieder in ihr Quartier.

Die 4. 6pfündige Batterie. (Hauptmann Burbach.)

Am Sturmtage von Düppel feuerte die Batterie gegen die gegen überliegende Strand-Batterie,*) deren Scharten ausgebessert schienen, 20 Granatschüsse, wodurch dieselben wieder zusammengeworfen wurden. Aus dem Walde auf der Halbinsel Meels (Alsen) kommende feinds lide Infanteriefolonnen wurden mit dreizehn Scrapnels besdosjen, deren Wirkung sich jedoch wegen der zu großen Entfernung nicht beobachten ließ.

Es mögen nun Erinnerungen des Oberstlieutenants Fromme bier Plat finden, welche, Briefen und Tagebuchblättern entnommen, ein besonders frisches und anziehendes Bild der Kämpfe am 18. geben.

„R. Q. Möllmark, den 22. April 1864. ...... Ilm den Anmarsch der Truppen nicht zu verrathen und dadurch die Dänen aufmerksam zu machen, waren die Sturmfolonnen der Infanterie mit den ihnen ziigetheilten Pionieren und Artilleristen schon um 12 Uhr in der Nacht vom 17. zum 18. vorgerückt und hatten ihre Aufstellungspunkte in der 3. Parallele eingenommen. Ilm 2 llhr Nachts rückte auch die Rejerveartillerie, die aus der 4pfündigen Garde-Batterie, unserer 3. 6pfündigen, der 2. Þaubik- und der 3. 12pfündigen Batterie bestand, in gedecte Stellungen, in denen wir ungefähr um 3 lihr anlangten. Wir standen in der Höhe der Spik Berge, die 4pfündige und 2. HaubirBatterie rechts der Chaussee, die 3. 6pfündige und 3. 12pfündige {inks derjelben.

Nach der Disposition jollten die Schanzen Nr. 1 bis 6 gleid)zeitig Bunkt 10 Uhr (die Uhren der Kommandeure waren um 9 Ulbr beim Prinzen regulirt) durch sechs Kolonnen angegriffen werden. Sobald diese Schanzen genommen, was daran erkannt werden sollte, daß schwarzweiße Fähnchen auf denselben aufgepflanzt würden, sollte die 4pfündige und 3. 6 pfündige Batterie langsam auf der Chaussee vorgehen und weiterer Befehle warten. Um die in den Schanzen

*) Siehe Seite 191.

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