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Berluftci 1 Mann. 3 Pferde todt. 3 Mann. 5 Pferde verwundet,

Munitionsverbrauck: 12? Wurf.

Die 2. 6pfündige Batterie. lHauptmann Hundt.)

. Die Batterie hatte die Gespanne herangezogen, um sogleich für nne Verwendung hinter den Schanzen bereit zu fei». Nach 10'/« Uhr erhielt sie den Befehl, so schnell als möglich in eine Stellung an >-n Düppel Mühle zu gehen. Sofort wurde zum Gefecht aufkeimen, zunächst im Trabe die Chaussee erreicht, dann aber auf dieser in schärfster Gangart vorgegangen. Die zu beiden Seiten des K>eg.es von der dritten Parallele bis zur Schanze Nr. 4 aufMclllc Infanterie brach in ein stürmisches Hurrah aus, als die Batterie an ihr vorbeisauste. Die Mannschaften der Batterie, durch 'tu Empfang begeistert, schwenkten ihre Mühen und dachten nicht ^n die Gefahr, in der sie sich befanden. Eine große Freude war t). beim Einrücken in die Stellung die Batterie gefchlosseu eintreffen zu sehen: nur beim sechsten beschütz entstand beim Aufmarfck nn llciner Aufenthalt dadurch, daß dc>5 Stangenbandpfcrd, sckwer «rwundet. ausgespannt »verde» mußte."

Die Batterie eröffnete ihr Heuer zunächst auf den Brückenkopf M 1900 Schritt und wendete sich dann, nachdem auf Befehl des Generals v. Ma»stein das Heuer gegen diesen eingestellt war, ^cgen die «irckberg-Batleric nördlich Zonderburg ans eine Ent 'nnung von 13^0 Schritt. Der Kampf mit derselben wäbrte bis 3 Ubr. dann schien auch diese Batterie das ,^ucr einstellen zu wollen, mltule es aber sofort wieder, als die 2. »ipfiindige Batterie anfing, .^ngiamcr zu feuern. So zog fick der Geschülztamps zwischen diesen «lden Batterien, zeitweise unterblocken, bis gegen Abend bin. ^n ten Pausen wendete sick die 2. 6pfündige Batterie aucb gegen die .Aiiicke gezogene 4pfundige Batterie, welche, bäusig mit Stellungen «ckstlnd. in der Stadt Sondcrburg aufgcfabren war.

Trotzdem der Feind von 11 bis 3 Uhr das heftigste Heuer e» der lcirchderg-Batterie gegen die Batterie untcrbiclt. that dasxlbt doch so gut wie leinen Tchaden. Ein beschoß sprang zwisckcn l» Rädern des 5. Geschützes, verwundete einen Kanonier am H»ß »l nß aus den Vaffetenwändcn Holzstücke heraus.

Nachdem die Batterie vier Stunden im ^<ucr gestanden balle, waren die Geschütze kaum noch zu bedienen. Da jedes Gcsckütz von Borgens 4 Uhr ab ungefähr 16(1 Schüsse abgegeben batte, llcmmlc» die Verschlüsse dermaßen, daß große Pausen in der Bedienung entstanden.

Die Batterie erhielt Abends den Befehl, in der Stellung zu biwatiren. Die Bagagen wurden herangezogen: es wurde abgelockt.

Während der Nacht fiel lein Schuß. Das Wetter war köstlich. Das brennende Sonderburg und die ruhige See gewährten einen prachtvollen Anblick.

Die 1. 6pfündige Batterie. (Hauptmann Stelher.!

Schon Morgens s^ Uhr war der Batterie die Anweisung zugegangen, die Pferde heranzuziehe» und sich für eine Verwendung beim Sturm bereit zu halten; 10'/« Uhr traf der Befehl ein, die 25. Infanterie-Brigade des Generals v. Schmidt beim Angriff auf die Schanzen Nr. 9 und >() zu unterstützen. Nasch wurden die Ge schütze aus der Batterie Nr. 22 zurückgezogen und aufgeprotzt. Dann ging es mit aufgcsesscncr Bedienung im scharfen Trabe gegen die Schanzen. Als die Batterie in der Stelluug antam, waren Schanze Nr. 9 und 10 zwar fchon genommen, doch lonnte sie, füdlich von Schanze Nr. 10 auffahrend, den Angriff auf den Brückentopf unterstützen und die Batterie bei Sonderburg bekämpfen. Der Geschütztampf mit der letzteren währte mit abwechselnder Heftigkeit bis Nachmittags 4 Uln, um welche Zeit das H-euer auf beiden Seiten aufborte. Die Batterie bezog dann ein Biwak bei Sckanze Nr. 9. Sie hatte an diesem Tage, einschließlich der vorhergehenden Nacht, 527 Granaten verschossen und trotz des heftigen feindlichen Gewehrfeuers von Alsen her keine Verwundungen oder Verluste gehabt.

Ganz außerhalb des Bereiches der geschilderten kämpfe war weiter nördlich am Großen Holz <am Alsen Sund) die Brigade Gocben, welcher außer zwei anderen Batterien die 3. Haubitz Batterie zugethcilt war. in Tbätigteit getreten.

Die 3. Haubitz Batterie. (Hauptmann o. Kiivlenstjerna.)

Nach der für den 18. April ausgegebenen Disposition sollte die Batterie östlich ÜDster-Satrup Stellung uebmen: es ging ihr aber um 8',, Uhr der Befehl zu, in Verlängerung des Südfaumcs der Alsener ,^-ohlenkoppel < Skizze 23 > Geschützeinschnitte herzustellen. Der Batterie gegenüber auf Alsen lagen drei Schanzen, die eine beim Hause des Holzvoigts bei Arntiels friede, die zweite am Südende der Hoblentoppcl. die dritte 700 bis 800 Schritt südlich derselben. Die Batterie war noch mit den Erdarbeiten beschäftigt, als kurz vor 9 Uhr die feindlichen Batterien ibr ^eucr auf sie richtete». Sofort wurde dasselbe erwidert: es gelang im Verlauf einer Stunde dem vereinten Feuer der Feld Batterien, an dem sich auch BelagerungsBattcrien betheiligten, den Gegner niederzukämpfen, Dock fetzten die preußischen Batterien noch eine Zeit laug ihr Feuer fort, um die Dänen an der Wiedereröffnung des Feuers zu verhindern.

Die 3. Haubitz-Vatterie hatte nur wenige Sckuß abgegeben und marschirtc um 3'/z Uhr N'ieder in ihr Quartier,

Die 4. Kpfündige Batterie. (Hauptmann Burbach.)

Am Sturmtage von Düppel feuerte die Batterie gegen die gegen überliegende Strand Batterie,*! deren Sckarten ausgebessert schienen, 20 Granatschüsse, wodurch dieselben wieder zusammengeworfen wurde», Aus dein Walde auf der Halbinsel Meels fAlsen, tommcnde feindliche Infanteriekolonnen wurden mit drcizebn Sckrapnels beschossen, bereu Wirkung sich jedoch wegen der zu großen Entfernung nickt beobachten lieft.

Es mögen nun Erinnerungen des Qbersllieuteuants Fromme bier Platz finden, welckc, Briefen und Tagebnckblättern entnommen, ein befondcrs frisches und anziehendes Bild der ilämpfe am 13, geben, „K. Q. Möllmarl. den 22, April I8N4.

Um den Anmarsch der Truppen nickt zu vcrratben

und dadurch die Danen aufmerksam zu machen, waren die Sturm lolonnen der Infanterie mit den ihnen zngcthciltcn Pionieren und Artilleristen schon um 12 Uhr in der Nackt vom 17. zum lx. vorgerückt und hatten ihre Aufstellungspunttc iu der 3. Parallele eingenommen. Um 2 Uhr Nachts rückte anck die Nescrveartillcrie, die aus der 4pfündigen (Narde-Batterie. unserer 3. 6pfündigen, der 2. Haubitz- und der 3. 12pfüudigeu Batterie bestand, in gedeckte Stellungen, in denen wir ungefähr um 3 Nbr anlangten. Wir nanden in der Höhe der Spitz Berge, die 4pfündigc nnd 2. Haubil.'Valterir reckts der Ehaussee, die 3. 6pfundige und 3. I2pfüudigc lmls derselben.

?iack der Disposition sollten die Schanzen Nr. 1 bis 6 gleich zeitig Punkt 10 Uhr idic Udren der Xommandcnrc waren nn> 9 llbr beim Prinzen rcgnlirt» durck fccks Kolonnen angegriffen werde». Sobald diese Schanzen genommen, was daran erkannt werden sollte, daß sckwarzweihe Fähnckc» auf denselben aufgepflanzt würdcn, sollte die 4pfundige und 3. 6pf»ndigc Batterie laiigsam auf der Ehanssec vorgehen und weiterer Befehle warte». Um die in den Schanzen

«) -iehe Leite IM,

befindlichen feindlichen Geschütze womöglich gleich c»n Kampfe theil nehmen lassen und gegen die Dänen verwenden zu lönnen, waren jeder Kolonne beigegeben i 1 Offizier, 4 Unteroffiziere und 20 Artilleristen, und zwar führte dieselben gegen Schanze Nr. I der Lieutenant Schmölder. gegen Nr. II Premierlieutenant Stöphasius und gegen die übrigen vier Schanzen die Lieutenants Polmann, Millies. Nrünilig und Hübler.

Es sollte, und zwar wurden sammtliche sechs Schanzen in dieser Art angegriffen, zuerst eine in Tirailleurs aufgelöste Kompagnie vorgehen, ihr eine Arbeiter Kompagnie und dieser die beiden anderen Kompagnien «dieselben waren sämnttlich aus allen bei der Belagerung verwandten Regimentern ausgelost) folgen, hinter denen dann die Artilleristen marschirten.

So war für jede Schanze ein Bataillon, außerdem aber für Schanze Nr. VI, die besonders stark und groß, noch zwei Kompagnien bestimmt. Punkt 10 llhr, sobald die Sturmtolonnen aus der 3. Parallele verbrachen, sollten die in dieser aufgestellten Musittorps zu spielen beginnen. Welche Spannung in uns Allen, bis es 10 Ubr wurde! Bis zu dieser Zeit wurden die Schanzen fortgesetzt und beftig beschossen, und dieser Kanonendonner war das Einzige, was die Nuhe, die auf dem ganzen Terrain sonst lag, unterbrach. Puntt 10 Ubr scbwieg das Oeschützfeuer, ein vereinzelter Schuß inallle nock nack, und als er verballte, hörte man bereits das deftige Gewedrfcuer, mit dem unsere Kolonnen empfange» wurden. Nach 10 Minuten webte auf allen sechs Schanzen die schwarzweiße ^ahne! Welcher Stolz auf uusere brave Infanterie, welcher ^ubel erfüllte uns Alle'.

Wie befoblen, rückten wir nun vor, die 4pfüudige Batterie an der Spitze, die Haubitz- und 3. I^pfündigc Batterie mußten nock siebe» bleiben, Gleichzeitig mit uns marsckirtcn auf der Ehaussee auch die Reserven der Infanterie (das 24. Ncgt. >. die, als sie fick von der Straße nack links abwandten, um fick gegen Schanze Nr. VIII zu dirigiren, aus dieser plötzlich ein starkes Gcschützfeuer erdielten, welches sie besonders i» einer Terrainsentung uugünftig faßte, die fick zwischen dem Dorfe Düppel und der Schanze Nr. VIII defindet und von der aus das Gelände erst wieder zu der letzteren ansteigt.

Da natürlich Schanze Nr. VIII znnächsl zun» Schweigen gebracht werden mußte, so rückte unsere Batterie sofort links von der Ehaussee, nahe am Dorfe. auf dem Wege von diesem zur Ebaussec in eine Position, wäbrend die 4 pfundige Batterie Kcbrt macklc »i!t !><h rechts von der Chaussee, ungefähr 200 Schritt hinter uns, cdcnsalls aufstellte.

Was wir beabsichtigt hatten, gelang: wir zogen das Feuer der 3<t>anzc Ar. VIII von der Infanterie, die nun ruhig stehe» blieb, «f uns und feuerten vielleicht eine starte Viertelstunde, als nur noch ein Geschütz aus Nr. VIII und ein anderes aus Schanze Hr. IX, die sich mit Schanze Nr. VIII vereint hatte und von der ^riimdigen Batterie beschossen wurde «gegen unser Feuer war Nr. IX durck Gehöfte des Dorfes gedeckt), uns zu antworten vermochte, ^nm war aber auch der Zweck nur so weit erreicht, so sahen wir «xl schon unsere Sturmtolonnen au der luilen Face von Schanze Ar. VIII emportlettern. Wir stellten das Feuer ein, und im Nu irldte auck dort unsere Fahne.

Hatten wir diese Position selbständig genommen, ohne Befehl l^fl» ertialten zu habe», so erhielten wir setzt Trdre, so schnell als möglich auf der Chaussee bis in die Höhe der Schanzen vorzugehen. ll»d so ging es denn im Trabe und Galopp hinauf auf die Höhe. i>itr ging die -tpfündige Batterie mit der ersten halben Batterie in nne Ztellung rechts von der Chanssee hinter einer Brustwehr, «ellbe von den Dänen aufgeworfen war: wir rückten über diese Stellung fort, zwischen den Schanzen hindurch bis auf den >tamm der Höhe, linls von der Chaussee an einen Damm heran, de» die länen ungefähr 1'/, bis 2 Fuß bock und 15 bis 16 Fuß start. Äs ersten Ansang zur Herstellung eines zweiten Abschnittes gebaut lütten. Dies Abbiegen von der Chaussee und Aufmarschircn war «gm der vielen Vöcher, die unsere Granate» während der Belagerung ltdebrt hatten, sehr beschwerlich. Wir mußten es im schritt ausmbren. Das 4. Geschütz, dem ein Paar Pferde in einem dieser rnber stolperte und stürzte, blieb balle», ich fubr mit meinem Zuge Trrbei, so gut es ging < das 5. Geschütz battc das 4. gerade passirt, «lj eine 84pfündige Bombe in das letztere schlug, vier Pferde tödtete »t einem Fahrer das reckte Bei» abriß», und so rückten wir de»» «n vier Geschütze» sdas 1. war in der vorherigen Stellung un dt«uaidar geworden und zurückgelassen! in eine Position, in der l.otzlich mit einer Gewalt, als hätten sie nur auf einen folcken Noment gewartet, die im Brückenkopf von Alsen uud auf dem -ttande der Insel selbst, bei Sonderburg, stehenden Gesckütze über «» herfielen. Und dabei tonnten wir zunächst gar nickt zum Sckuß ! mmen, denn »»»nltelbar an dem Damme befand fick ein ungefähr

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