Platonische studien

Cover
C. F. Osiander, 1839 - 300 Seiten
 

Was andere dazu sagen - Rezension schreiben

Es wurden keine Rezensionen gefunden.

Ausgewählte Seiten

Andere Ausgaben - Alle anzeigen

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Beliebte Passagen

Seite 165 - das Eine ist," liegt auch, „das Eine ist nicht Eines, sondern Vieles;" und umgekehrt, „das Viele ist," sagt zugleich, „das Viele ist nicht Vieles, sondern Eines.
Seite 165 - ... [es], wenn es ist ebensowohl, als wenn es nicht ist, als sich selbst gleich und nicht sich selbst gleich, so wie als Bewegung, wie auch als Ruhe, Entstehen und Vergehen, ist und nicht ist; oder die Einheit ebensowohl, wie alle diese reinen Ideen, sowohl sind als nicht sind, das Eine ebensosehr Eines als Vieles ist. In dem Satze, „„das Eine ist"" liegt auch, „„das Eine ist nicht Eines, sondern Vieles;"" und umgekehrt, „„das Viele ist,"'?
Seite 165 - das Viele ist nicht Vieles, sondern Eines'. Sie zeigen sich dialektisch, sind wesentlich die Identitat mit ihrem Anderen; und das ist das Wahrhafte. Ein Beispiel gibt das Werden: Im Werden ist Sein und Nichtsein; das Wahrhafte beider ist das Werden, es ist die Einheit beider als untrennbar und doch auch als Unterschiedener; denn Sein ist nicht Werden und Nichtsein auch nicht.
Seite 167 - die Einheit die Form des Begriffs überhaupt ist, sofern in diesem als der reinen idealen Gestalt das Viele der materiellen Erscheinung zur einfachen Identität zusammengeht...
Seite 159 - Ausfluss aus dem Phaidros, indem er, was der Protagoras begonnen hatte, als dessen Ergänzung und Gegenstükk auf einer andern Seite vollendet. In jenem nämlich wird der philosophische Trieb betrachtet als mittheilend, hier aber dargestellt in Beziehung auf das der Mittheilung billig vorangehende eigene Forschen; wie er nämlich in seiner Reinheit nur auf die Wahrheit sieht, und mit Hintansezung jedes Nebenzwekks und jeder Furcht vor irgend einem Ergebniss, nur von der nothwendigen Voraussezung,...
Seite 236 - O.) Aristoteles sagt niemals, die Zahlen seien oder werden Ideen, sondern immer nur, die Ideen seien Zahlen; denn weder sind alle Zahlen Ideen , da es die mathematischen nicht sind, noch auch sind die Zahlen das Prius, aus dem die Ideen würden, sondern umgekehrt...
Seite 165 - Resultat kann sonderbar erscheinen. Wir sind nach unserer gewöhnlichen Vorstellung sehr entfernt, diese ganz abstrakten Bestimmungen, das Eine, Seyn, Nichtseyn, Erscheinen, Ruhe, Bewegung usf und dergleichen, für Ideen zu nehmen; aber diese ganz Allgemeinen nimmt Plato als Ideen. Dieser Dialog ist eigentlich die reine Ideenlehre Platon's.
Seite 120 - Ganze hat offenbar das Ansehen einer Arbeit, deren Verfasser seine Gedanken, so wie sie ihm jetzt vorschweben, die fernere Anordnung, Stellung, Ausmerzung und Ausfeilung für jetzt nicht beachtend niederschreibt.
Seite 128 - VIII. ff- — ; sodann besitzen wir die Schriften des Aristoteles in so verfälschter Gestalt, dafs wir fast nirgends sicher seyn können, ob ein Citat von ihm selbst ist, oder ob es ein späterer Peripatetiker eingeschaltet hat.

Bibliografische Informationen