Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg: ein Beitrag zur Geschichte Schwabens, Graubündens, der Schweiz und Vorarlbergs

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Verlag- u. Sortimentsbuchh., 1845 - 658 Seiten
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Seite 270 - Munt-- fort hat nie die Treue gebrochen. Lasset mich sein wie einer aus euch, ein freier Landmann zu Appenzell. Einige Kenntniß von des Feindes Manier, meiner Voreltern Muth, mein Schwert und mein Blut (mehr nicht hat mir die ungerechte Gewalt gelassen), das ist euer, eure Sache sei mein, laßt mich...
Seite 270 - Unglück voriger Zeiten hat einen Unterschied unter den Menschen aufgebracht, eure streitbare Hand verbessert, was der Weltlauf böse gemacht; so treten die Menschen in die natürlichen Rechte zurück, und brave Männer sind Brüder, wie ihr und ich. Dort ennert...
Seite 270 - Es ist euch wohl bekannt, biedere Männer, wer ich bin, der hier zu euch redet; geboren von Montfort, welcher Stamm an Adel und Alter keinem nachgibt. Aber was ist adelig, als in der Freiheit zu leben und sie zu behaupten wissen.
Seite 270 - Land» mann zu Appenzell, Einige Kenntniß von des Feindes Manier, meiner Voreltern Muth, mein Schwert und mein Blut (mehr nicht hat mir die ungerechte Gewalt gelassen), das ist euer, eure Sache sei mein, laßt mich leben und streiten wie einer aus euch.
Seite 270 - Dem, der blindlins ihre Kriege thut und auf Landtagen schweigt und nichts Höheres kennt, als ihren Dienst, gönnen sie die Ehre, Diener zu sein; den ächten, alten Adel, dem die Freiheit so lieb ist, wie ihnen die Macht, den hassen sie, unsere Burgen müssen Raubschlösser sein und aus Liebe zur Ordnung nehmen...
Seite 270 - ... mir und meinem Bruder nach ihrer unersättlichen Ländergier von den östreichischen Herzogen entrissen, zum Lohn der allzu viele Jahre geleisteten Dienste; wer sucht Dankbarkeit bei den Fürsten und Recht, wo Gewalt alles thut? Ich kenne die Herzoge, die Beschützer des Adels. Dem, der blindlings ihre Kriege thut und auf Landtagen schweigt und nichts Höheres kennt, als ihren Dienst, gönnen sie die Ehre, Diener zu sein; den ächten, alten Adel, dem die Freiheit so lieb ist, wie ihnen die Macht,...
Seite 58 - ... unversöhnliche Ungnade zu fallen ; da das geringe Vermögen seines zahlreichen Hauses und seines Klosters ihm nicht erlaubte, an der Hofpracht nach Stamm und Stand Antheil zu nehmen, zog er, unter kluger Entschuldigung, früh zurück in sein Land und wurde von dem König für Mißgönner seines Flors gehalten. Wilhelm , dem zum Guten weder die Einsicht noch der Muth mangelte, fehlte immer in der Art es zu thun. Erstlich setzte er die Geduld seines Volks auf eine harte Probe: er nahm, auf Anrathen...
Seite 270 - Freiheit zu leben und sie zu behaupten wissen. Das Unglück voriger Zeiten hat einen Unterschied unter den Menschen aufgebracht, eure streitbare Hand verbessert, was der Weltlauf böse gemacht; so treten die Menschen in die natürlichen Rechte zurück, und brave Männer sind Brüder, wie ihr und ich. Dort...
Seite 264 - Leben heftig, ehr» geizig und deßhalb auch leicht reizbar, empfindlich und die Folgen seiner Handlun« gen weniger berechnend , während sein Bruder Hugo sich immer mit mehr Umsicht, Ruhe und Klugheit benahm. Veide halfen sich gegenseitig, so viel sie konnten, doch begriff Hugo seine Zeit besser, schloß sich mehr an das Volk und die Vereine an, welche den Frieden und die Ruhe sowie di« Wahrung der Volksrechte suchten, dagegen Rudolf, herrischer gesinnt, sich, anfänglich wenigstens, an die Fürsten...

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