Psychologisch-aesthetische Fragmente

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Edelmann, 1908 - 100 Seiten
 

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Beliebte Passagen

Seite 26 - Was, von Menschen nicht gewußt Oder nicht bedacht, Durch das Labyrinth der Brust Wandelt in der Nacht.
Seite 36 - Es gibt im Menschenleben Augenblicke, Wo er dem Weltgeist näher ist als sonst Und eine Frage frei hat an das Schicksal.
Seite 34 - Wie? Sollt ich's nun im Ernst erfüllen müssen, Weil ich zu frei gescherzt mit dem Gedanken?
Seite 55 - Tätigkeit kann allzuleicht erschlaffen, Er liebt sich bald die unbedingte Ruh ; Drum geb ich gern ihm den Gesellen zu, Der reizt und wirkt und muss als Teufel schaffen.
Seite 96 - Aber, zufrieden mit stillerem Ruhme, Brechen die Frauen des Augenblicks Blume, Nähren sie sorgsam mit liebendem Fleiß, Freier in ihrem gebundenen Wirken, Reicher, als er in des Wissens Bezirken Und in der Dichtung unendlichem Kreis.
Seite 64 - richten nach Gründen, des Weibes Urteil ist seine Liebe. Lieben können die Weiber und hassen, aber gerecht sein, ohne zu lieben, diese vernünftige Kunst schätzen und lernen sie nie.
Seite 22 - Gattin heiliger und würdiger scheint — süßer war mir's immer, Deine Geliebte zu heißen, oder wenn du nicht darüber zürnen willst, Deine Buhle oder Hetäre; damit, je tiefer ich mich für Dich erniedrigte, ich um so größere Huld und Gnade bei Dir fände und den...
Seite 96 - Und was er spricht, ist Geissel, und was er schreibt, ist Blut. Einst zog nach diesem Schlosse ein edles Sängerpaar, Der ein' in goldnen Locken, der andre grau von Haar; Der Alte mit der Harfe, der sass auf schmuckem Ross, Es schritt ihm frisch zur Seite der blühende Genoss. Der Alte sprach zum Jungen: „ Nun sei bereit, mein Sohn ! Denk unsrer tiefsten Lieder, stimm an den vollsten Ton ! Nimm alle Kraft zusammen, die Lust und auch den Schmerz ! Es gilt uns heut zu rühren des Königs steinern...
Seite 22 - Heirathsgut habe ich erwartet, und nicht meinen Willen und meine Lust, sondern Deine zu erfüllen gestrebt, wie Du weisst. Und mag der Name der Gattin heiliger und würdiger erscheinen, süsser war mir's doch...
Seite 27 - Ein Morgenlüftchen streut ihm duftge Rosen Mit leisem Finger in das Lockenhaar ; Sein Haupt umflattert mit vertrautem Kosen Ein bunt Gevögel, singend wunderbar. Seid stille, stille, daß die flüchtgen Gäste 10 Ihr nicht dem Jünglinge verscheucht; denn wißt: Die Jugendträume sind es, wohl das beste, Was ihm für diese Welt beschieden ist.

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