Waldnutzung und Waldgewerbe in Altbayern im 18. und beginnenden 19. Jahrhundert

Cover
Franz Steiner Verlag, 2001 - 315 Seiten
0 Rezensionen
Rezensionen werden nicht überprüft, Google sucht jedoch gezielt nach gefälschten Inhalten und entfernt diese
Bis Ende des 18. Jahrhunderts spielten die heute weitgehend in Vergessenheit geratenen Waldgewerbe Pecheln, Pottaschensieden, Rindenschalen, Kalk- und Kohlenbrennen eine bedeutende Rolle fur die vorindustrielle Gesellschaft. Im 18. Jahrhundert gerieten diese traditionellen Waldnutzungsarten verstarkt in das Visier der landesherrlichen Obrigkeit. Abgewertet zu gewerblichen aWaldnebennutzungeno kampften sie gegen Reglementierung durch eine standig wachsende Zahl von Verordnungen und vor allem gegen die drohende Verdrangung durch die Hauptnutzung in Form der Holzernte. Die Studie zeigt Verbreitung und wirtschaftliche Relevanz der Waldgewerbe und befasst sich mit dem Gefahrenpotential, das diese fur den Wald bargen. Sie beschaftigt sich mit dem technischen Aspekt der Waldnebennutzungen und schildert die Verfahren zur Erzeugung so bedeutender, im 18. Jahrhundert unentbehrlicher Rohstoffe wie Pech, Pottasche, Kalk und Holzkohlen. Die Ausubung der Waldgewerbe ermoglichte einer breiten, sozial niedrig stehenden Gesellschaftsschicht die Sicherung ihres Lebensunterhaltes. Eine genaue Analyse des sozialen Umfeldes der Gewerbetreibenden ermoglicht das Verstandnis ihrer vielschichtigen Handlungsmotive und stellt diesen die Motivation der landesherrlichen Obrigkeit gegenuber. Auf dem fur Altbayern kaum bearbeiteten Feld der gewerblichen Waldnebennutzungen untersucht die vorliegende Monographie das Umweltverstandnis einer agrarisch gepagten Gesellschaft an der Schwelle zum industriellen Zeitalter und leistet damit einen Beitrag zur Umweltgeschichte der vorindustriellen Gesellschaft. "Mit der Publikation dieses Buches wird ein wichtiger forsthistorischer Beitrag zur Analyse des Umweltverhaltens der bauerlichen und kleingewerblichen Bevolkerung geleistet und der ambivalente Charakter der Waldnebennutzungen beleuchtet. Durch den flussigen Stil wird dieses sehr empfehlenswerte Buch aber auch fur eNichtfachleuteae zu einer leicht lesbaren Lekture." Zeitschrift fur Agrargeschichte und Agrarsoziologie "Die Arbeit uberzeugt durch die Fulle des aufbereiteten Materials und den verwendeten methodischen Ansatz. Sie schlieat eine bisherige Forschungslucke und stellt fur alle weiteren Untersuchungen zum Thema eine unverzichtbare Grundlage dar." Bayerisches Jahrbuch fur Volkskunde "afur den Heimatforscher ist diese Doktorarbeit eine Fundgrube. Sehr zu empfehlen!" Heimatglocken. (Franz Steiner 2001)
 

Was andere dazu sagen - Rezension schreiben

Es wurden keine Rezensionen gefunden.

Inhalt

Forstmandat 171 172 183 198 292
28
Kohlstätte 130
29
Tagwerker
46
Tanne 90
53
Lagerholz 98
55
Köschinger Forst 58 166 167
56
industriell
64
Absolutismus 60 173
67
Gaimersheim 229
166
Neumarkt 230 251 252 253
167
Mischwald 56
168
Saatbaum
169
Forstrecht
171
Bayerischer Wald 55 164
174
forstwissenschaftlich 89 93 144 196
177
Holzbedarf 275
185

Privatwald 175 177 259 282
73
bayerisch
79
Forstnutzung 124 180 205
80
Jagdhelfer 282
82
Franken 56
88
Torf 142
90
Verdampfungsprozeß 107
107
Lauge 115 116
115
Bier 152 160
124
verkohlen 181
131
Forstpersonal 136 137 138 145 181 212
136
Bloshäusl 69
139
Verlag 73 75
144
Forstpolitik 233
146
Brauer 148 149 152 156 160 170 179 231
148
Hazzi Joseph von 54 77 149 152 169 210
149
Friedberg
151
Hofzahlamt 157 158
157
Däzel Georg Anton 30 65 86 88 94 106
162
Eiche 124 129 198 213
196
Saateiche
198
Monopol
206
Salinenwesen 79
210
Waldnutzung 29 78
217
Passau 168
218
Berchtesgaden 81
233
Calangka
244
Harzausbeute
263
Cham 59
270
Harzernte 92
271
Wildhüter
282
Ebersberg 38 151 174
285
Schlagholzdistrikt 187 211
286
Energiekrise 41 42 79
290
Harzholz 105
291
Energieressource 78
Urheberrecht

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Bibliografische Informationen