"Nur politisch Würdige". Die DFG-Forschungsförderung im Dritten Reich 1933–1937

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Walter de Gruyter GmbH & Co KG, 30.03.2015 - 414 Seiten
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Gerade die ersten formatierenden Jahre der NS-Wissenschaftspolitik blieben bislang weitgehend unberücksichtigt. Die Untersuchung von L. Mertens stellt sich der forschungsleitenden Fragestellung, wie die Forschungsförderung der DFG im totalitären Staat nach 1933 ablief, wer und was (Themen, Fachbereiche) gefördert wurde, welche Kriterien bei der Stipendiatenauswahl eine Rolle spielten. Weiter wird eine zentrale institutionsinterne Veränderung behandelt: die Schaffung einer Personalstelle, welche die politische und rassische Überprüfung der Stipendienbewerber vornahm und vor allem unter ihrem ersten Leiter in den Jahren 1934 35 zahllose Auskünfte bis hin zur Geheimen Staatspolizei und NSDAP-Stadtleitungen einholte.

 

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Inhalt

Stipendienhöhe
208
Durchschnittliche Förderungsdauer
212
Etatprobleme
218
Kapitel 5 DFGKontakte zur KaiserWilhelmGesellschaft
229
Unterstützungen und Stipendien
231
Eine MitarbeiterAffäre
246
Die DFG als Nothelfer bei KWGinternen Querelen
249
Das KaiserWilhelmInstitut für Physik
257

Kapitel 2 Braune Wissenschaftspolitik
71
Übergehen der Fachausschüsse
80
Stark und die Deutsche Physik
86
Die Posse um dem Hauptausschuss
95
Johannes Starks Rücktritt
100
Stark und die PhysikalischTechnische Reichsanstalt
108
Strukturierende Eingriffe durch die DFGFörderung am Beispiel von LiteraturwissenschaftGermanistik
117
Reichsforschungsrat
126
Kapitel 3 Personalamt als Überwachungsinstitution
131
Der PersonalFragebogen
146
Antragsbearbeitung
156
Kapitel 4 Empirische Ergebnisse
163
Diskriminierungen von Frauen
166
Habilitierte Bewerber
172
Unpromovierte Bewerber
175
Anträge und Bewilligungen nach Promotionsfach
178
Betreuer mit drei und mehr Anträgen
188
Mitgliedschaft in NSDAP SA und SS
195
Unterschiede zwischen Pg und Nichtmitgliedern
199
Soziale Herkunft
202
NSPersonalpolitik am Beispiel des KWI für Biochemie
261
Kapitel 6 Irrtümer der DFGFörderung
273
Problematische und unseriöse Bewilligungen
275
Abgelehnte Bewerber und unerkannte Talente
285
Frühe Kriegsvorbereitungen durch DFGFörderungen
288
ÖDW die unbekannte dunkle Seite der DFG
292
Kapitel 7 Textauszüge aus politischen Gutachten
299
Probleme bei der Auskunftserteilung
303
Herkunft und ideologische Begründung
305
Negative Beurteilungen über Stipendienbewerber
310
Positive Auskünfte über Stipendienbewerber
327
Beurteilungen von Frauen
335
Kapitel 8 Eine Erfolgsbilanz?
339
Habilitationen von Geförderten und Abgelehnten
342
Bilanz
346
Anhang
348
Literaturverzeichnis
351
Monografien und Aufsätze
357
Personenregister
408
Urheberrecht

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