Sozialpsychologie des Sprachverhaltens: Der deutsch-ungarische Sprachkonflikt in der Habsburgermonarchie

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Walter de Gruyter, 22.12.2011 - 237 Seiten

Die im Buch dokumentierten Untersuchungen haben eine doppelte Zielsetzung: (a) die Erklärung des Sprachverhaltens verschiedener sozialer Gruppierungen in einer historischen Sprachkonfliktsituation, und im Zusammenhang damit (b) die Klärung der Frage, ob die zur Lösung dieses soziolinguistischen Problems angewendete bzw. anhand der Lösung dieses Problems erprobte sozialpsychologische Verhaltenstheorie, die Theorie des geplanten Verhaltens, tatsächlich im Stande ist, Spracherhalt und Sprachwechsel als sprachliche Verhaltensweisen zu erklären und vorherzusagen.

Zunächst werden anhand sprachstatistischer Daten zur Muttersprache bzw. zu den Sprachkenntnissen der Sprecher die zu erklärenden sprachlichen Verhaltensweisen beschrieben. Im nächsten Schritt werden die theoretischen und methodologischen Grundlagen der Untersuchung umrissen. So wird der Stellenwert des Untersuchungsgegenstandes (Sprachverhalten im Sprachkonflikt) innerhalb der Sprachgeschichtsschreibung und der Kontaktlinguistik bestimmt sowie die Begrifflichkeit der Theorie des geplanten Verhaltens eingeführt. Auf diese Ausführungen folgen die Untersuchungen zu den Hintergründen der beschriebenen Sprachverhaltensweisen: zum Sprachwechsel der Sprecher des traditionell deutschsprachigen Bürgertums und zum Spracherhalt der deutschsprachigen bäuerlichen Dorfbevölkerung während des deutsch-ungarischen Sprachkonflikts in Ungarn im Zeitalter der Habsburgermonarchie (1867-1918).

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Inhalt

53 Zusammenfassung
83
6 Zur Morphologie der deutschen Sprachgemeinschaft Ungarns 18671918
85
61 Das Bürgertum
86
62 Die bäuerliche Dorftbevölkerung
88
Sprachinsel
89
64 Konklusion
90
die auferlegten Gewalt und Machtstrukturen und ihre Folgen auf das Sprachverhalten
93
71 Ideologisierung von Sprache
94

2 Sprachkonflikt als Gegenstand der Sprachgeschichte
31
22 Der deutschungarische Sprachkonflikt als Forschungsgegenstand vor dem Hintergrund sprachhistorischer Theoriebildung
35
Soziopragmatische Sprachgeschichtsschreibung als Untersuchungsrahmen von Sprachkonflikt
43
24 Das 19 Jahrhundert und der Sprachkontakt als Gegenstände einer soziopragmatischen Sprachgeschichte
49
25 Zusammenfassung
50
3 Sprachkonflikt als Gegenstand der Kontaktlinguistik
53
32 Spracheinstellung
56
33 Die Theorie des geplanten Verhaltens
58
34 Konklusion
61
Analysen
65
4 Vorbemerkungen
67
5 Die Vorgeschichte des Sprachkonflikts
71
52 Der sprachideologische und sprachenpolitische Existenzrahmen
75
72 Sprachenpolitik
96
73 Die Folgen der auferlegten Gewalt und Machtstrukturen auf das Sprachverhalten
99
74 Konklusion
106
8 Die Hintergründe des Sprachverhaltens im Lichte der Theorie des geplanten Verhaltens
109
82 Das Bürgertum
110
83 Die bäuerliche Dorftbevölkerung
154
9 Schlussfolgerungen und Ergebnisse
173
92 Objektebene
175
93 Metaebene
178
Literatur
183
Anhang
197
Urheberrecht

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