Ideologie und Utopie

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Klostermann, 1995 - 302 Seiten

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Absoluter Klassiker der Wissensoziologie. Das Vorwort von Louis Wirth ist eine interessante Verortung von Mannheim in der angeslächsichen Soziologie, - bei einem Autor der auf Kant, Weber, Marx basiert, ein nicht leichtes Unterfangen. Mannheims Ansatz versucht ebenso dem individualistischen Ansatz Max Webers, wie dem gesellschaftlichen Ansatz der Durkheim-Schule zu vereinen. Klassische Erkenntnistheorie, der Philosophie und der Realpolitik werden hier in vier glänzenden Aufsätzen reflektiert. Für philosophisch/sozialwissenschaftlich geschulte Denker ein wahres Kleinod, als Autodidakt wird man sich etwas schwer tun direkt in dieses 80 Jahre alte Werk einzusteigen. Für jeden angehenden Sozialwissenschaftler meiner Meinung nach Pflichtlektüre der Wissensoziologie, und in der Disziplin selbst fast völlig in seiner Sprengkraft vergessen. Sicher ist das Werk in dem Sinne "gescheitert", da es nicht gelungen ist die Wissensoziologie auf positivistische Basis zu errichten, nicht gelungen die klassische Erkenntnistheorie mit politischer Philosophie reibungslos zu vernetzen. Aber jeder große Wissenschaftler besteht auch gerade in seinem "Scheitern"..... 

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