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Demgemäß war auch die Mobilmachung in richtiger Voraussicht der kommenden Dinge lange vor dem Ausbruch der Feindseligkeiten in die Wege geleitet worden. Gegen die feindlichen Kräfte, die österreichische Nord-Armee und das königlich sächsische Heer in Böhmen, die hannoversche Armee bei Göttingen, die bayerische unter Prinz Karl von Bayern und das VIII. deutsche Bundeskorps (Württemberg, Baden, Hessen-Nassau) unter Prinz Alexander von Hessen, hatte Preußen folgende Armeen aufgestellt:

Die Erste Armee unter Prinz Friedrich Karl in der Lausitz (II., III., IV. Korps).

Die Zweite Armee unter Kronprinz Friedrich Wilhelm in Niederschlesien (zunächst V. und VI., später auch Garde- und I. Korps).

Die Elb-Armee unter dem General Herwarth v. Bittenfeld in Thüringen (VIII. Korps und 14. Division).

Zur Aufrechterhaltung der Verbindung zwischen der Ersten und Zweiten Armee war das I. Korps bestimmt, welches bei Görlig Aufstellung nahm.

Ferner war die Main-Armee, bestehend aus der 13. Division und zwei kombinirten Divisionen unter General Vogel v. Falckenstein, zum Kampf gegen die deutschen Bundestruppen gebildet worden.

Nach dem Plane des Chefs des Generalstabes der preußischen Armee, Generals der Infanterie v. Moltke, sollten die drei preußischen Armeen auf verschiedenen Punkten die sächsischen und schlesischen Gebirge überschreiten, konzentrisch in Böhmen einbrechend, sich vereinigen und sodann das österreichische Hauptheer gemeinschaftlich angreifen und niederwerfen.

Das Regiment Augusta, wie es in abgekürzter Form auch in diesem Feldzuge genannt wurde, kämpfte, wie das übrige Gardekorps in den Reihen der Zweiten. Armee, deren Ordre de Bataille daher an dieser Stelle auszugsweise folgen möge.

Ordre de Bataille der Zweiten Armee.

Garde, I., V., VI. Korps, 2. Kavallerie-Division:

Oberkommandirender General der Infanterie: Seine Königliche Hoheit der

Kronprinz.

Chef des Stabes: Generalmajor v. Blumenthal.

Gardekorps: Kommandirender General: General der Kavallerie Prinz August von Württemberg Königliche Hoheit. Chef des Generalstabes: Oberst v. Dannenberg.

2. Garde-Infanterie-Division: Kommandeur: Generallieutenant v. Plonski. Generalstabsoffizier: Oberst v. Voigts-Rhet. Adjutanten: 1. Premierlieutenant v. Weiher vom 1. Garde-Regiment zu Fuß. 2. Sefondlieutenant Frhr. v. Hoiningen gen. v. Huene, vom 3. Garde-Grenadier-Regiment Königin Elisabeth.

3. Garde-Infanterie-Brigade:

Kommandeur: Generalmajor v. Budrizki.

Adjutant: Premierlieutenant Herzbruch, vom 2. Garde-Regiment zu Fuß. 3. Garde-Grenadier-Regiment Königin Elisabeth: Oberst v. Prizelwiß. Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1: Oberst Knappe v. Knappstädt. 4. Garde-Infanterie-Brigade.

Kommandeur: Generalmajor Frhr. v. Loën.

Adjutant: Premierlieutenant v. Ysselstein vom Garde-Füsilier-Regiment. 4. Garde-Grenadier-Regiment Königin: Oberst v. Strubberg. Kaiser Franz Garde-Grenadier-Regiment Nr. 2: Oberst v. Fabeck. Garde-Schützen-Bataillon: Major v. Besser. Garde-Pionier-Bataillon (mit leichtem Feldbrückentrain): Oberstlieutenant v. Braun. 3. Garde-Ulanen-Regiment: Oberst Mirus.

3. Fußartillerie-Abtheilung: Major v. der Golt.

2. Leichtes Feldlazareth.

Sektion der Krankenträger-Kompagnie.

2. Kapitel.

Mobilmachung und Ausmarsch.

Das Regiment hatte bereits am 31. März Befehl zur Vermehrung seiner Bataillonsstärken auf 686 Köpfe erhalten und die Ordre-Urlauber und jüngsten Reservisten zu den Fahnen einberufen. Am 10. April war die befohlene Vermehrung vollendet.

Zur Unterbringung der neueintreffenden Mannschaften wurden die Ortschaften Moselweiß, Güls, Waldesch und die Stadt Coblenz benugt. Der Befehl zur planmäßigen Mobilmachung erfolgte am 5. Mai, und der 6. Mai wurde als erster Mobilmachungstag bestimmt. Die Mobilmachung des Regiments war mit dem elften Mobilmachungstag, also dem 16. Mai, nach vollständiger Bildung des ErsatzBataillons abgeschlossen.

Die Kompagnien letzteren Bataillons wurden in der Art formirt, daß die 1. Kompagnie aus Abgaben der

2.

3.

4.

zusammengesetzt wurden.

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Die Ausrückestärke des Regiments betrug:

1.,

2. und 5.,

4., 6. = 9.,

3., 7.

8., 12.

10., 11.

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45 Offiziere,

6 Aerzte,

3 Zahlmeister,

3 Büchsenmacher,

2942 Unteroffiziere und Mannschaften,

12 Lazarethgehülfen,
63 Trainsoldaten,
41 Zugpferde,

54 Reitpferde,
13 Fahrzeuge.

1866.

Am 10. und 12. Mai erfolgte die Mobilmachung der Garde-Landwehr. Das 10. und 12. Mai Ersaz-Bataillon formirte am 18. Juni ein viertes Bataillon, welches dem unter Befehl Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs von Mecklenburg-Schwerin stehenden II. Reserve-Korps zugewiesen wurde.

Es sei hier die Kriegsrangliste des Regiments eingeschaltet:

Kriegsrangliste für den Feldzug 1866.

Chef: Ihre Majestät die Königin.

Regimentsstab:

Kommandeur: Oberst v. Strubberg, Flügeladjutant Seiner Majestät

des Königs.

Adjutant: Sekondlieutenant v. Didtman.

Feldoberstabsarzt: Dr. Schelle vom Kaiser Franz Garde-Grenadier-
Regiment Nr. 2.

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Füsilier-Bataillon:

Kommandeur: Oberstlieutenant v. Burghoff.
Adjutant: Sefondlieutenant v. Scholten.
Feldstabsarzt: Dr. Böhm.

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Zahlmeister:

I. Bataillon: Wolff.
II.

Heine.

Retzlaff.

3. Westfäl. Infanterie-
Regiment Nr. 57.
v. Moz.

v. Müller.

v. Werner.

Füsilier

Nachstehende Offiziere des 4. Garde-Grenadier-Regiments Königin Augusta traten bei der Mobilmachung des Jahres 1866

1. Zum Garde-Landwehr-Bataillon Coblenz:
Major v. L'Estocq, als Kommandeur.

Hauptmann v. Köppen.

v. Stammer.

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Premierlieutenant v. Olberg.

v. Mirbach.

Sekondlieutenant Frhr. v. Eynatten I.
v. Kropff.

2. Zum Garde-Landwehr-Bataillon Düsseldorf:

Hauptmann v. Behr.
Premierlieutenant v. Salisch.

Sekond lieutenant Braumüller.

v. Schartrow.

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Hauptmann v. Seelhorst.

v. Haugwitz.

Premierlieutenant Frhr. v. Coels v. der Brügghen.

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Frhr. v. Schleinitz.

Sekondlieutenant v. Khaynach.

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v. Nostig, als Adjutant.
Frhr. v. Blandart.
v. Pawelsz.

Simon, als Adjutant.

v. Vethacke.

v. Wedelstaedt.

Premierlieutenant v. Schmid, als Kommandeur der Handwerker-
abtheilung.

3. Zum Ersatz-Bataillon:

4. Anderweitig Abkommandirte:

Oberstabsarzt Dr. Henrici, als Chefarzt zum 2. leichten Feldlazareth des
Gardekorps.

Stabsarzt Dr. Siemon, zum leichten Feldlazareth der 1. Garde-In-
fanterie-Division.

Sekondlieutenant Vogel v. Falckenstein II, als Adjutant zur 2. kombinirten
Infanterie-Brigade.

Graf v. Keller, als Adjutant der Garde-Landwehr-
Division.

3. Kapitel.

Die Versammlung des Gardekorps in Berlin. Märsche bis zur Böhmischen

Grenze.

Am 15. Mai, 8 Uhr vormittags, verließ das Füsilier-Bataillon seine Garnison 15. Mai 1865. Düsseldorf und traf am 16. nachmittags in Berlin ein, woselbst es in der Rosenthaler Vorstadt Quartier bezog.

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