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XIV. Obermedlingen, Pfarrdorf, mit einem ehemaligen Kloster Predigerordens von 65 H.450 S. im L. G. Lauingen, unter dem Schutze der göttlichen Mutter. Mit dem Kirchensaß dotirte Walther von Faimingen im J. 1260 sein von ihm gestiftetes Frauenkloster Prediger Ordens, welchem Bischof Hartmann solchen im J. 1267 einverleibt hat 57). Mit dieser Pfarrei ist unirt: Untermedlingen (Nr. XX.) wo alternirender Gottesdienst gehalten, und alle pfärrlichen Rechte beobachtet werden müssen. XV. Riedhausen im Moos, Pfarrdorf im L. G. Günzburg von 30 H. 222 S. Die Lehenschaft der dem heil. M. Veit geheiligten Kirche gehörte dem Kloster Herbrechtingen 58), und kam durch die Reformation an die Freyherren von Stein in Stotzingen 59). Hieher gehört: Schwarzenwang, das Steinische Rittergut.

56) urt des Kl. Medingen. 57) urt. 58) Matrikel. 50) Matrikel.

XVI. Schrezheim, Pfarrdorf an der Egen im L. G. Dillingen, hat 70 H. 336 S. und eine dem heil. Lorenz geweihte Kirche, welche Bischof Friedrich I. mit Bewilligung seines Kapitels den 16. Febr. 1318 seinem Stifte einverleibt 60), und 1326 an die bischöfliche Kammer gezogen hat. 61). Diese Pfarrei ist jetzt mit Altheim mit Vorbehalt aller pfärrlichen Rechte vereiniget.

XVII. Steinheim, Pfarrdorf an der Egen im L. G. Höchstädt, zählt 123 H. u. 600 S. und feyert das Patrocinium am Feste der Reinigung Mariä. Das Kirchenlehen hatten die Herzoge von Baiern 62), von denen (vermuthlich) K. Ludwig IV. selbes an das Kloster Reichenbach in der obern Pfalz vergabt hat 63). In der Restitut tionsperiode im I. 1617 übergab der Kaiser Fer dinand II. die Administration des dem besagten Kloster gehörigen Zehenten und des Patronatsrechtes bis zur Wiederherstellung des durch die Reformation aufgelösten Klosters dem Bischof 64).

XVIII. Stotzingen (Ober), Pfarrdorf im K. Würtemberg, zählt 22 S. und verehrt als Patronen den heil. B. Martin. Das Kirchenlehen war immer mit der Herrschaft des Ortsverbunden, do Ge II S 05 ö) Das S. 406. 62) Saalbuch Ludwigs des Strengen vom J. 1278 Officium von Höchs

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Diese Pfarrei kam nach der Restitution mit Obermedlingen an die Prediger Mönche 71).

XXI. Wittislingen, Pfarrdorf an der Egen in dem L. G. Dillingen, besteht in 190 H. u. 112 S. und einer dem heil. B. Martin geweihten Kirche, in welcher sich die Grabstätte der Aeltern und Vorältern des heil. B. Ulrichs befindet. Den den Markgrafen von Burgau gehörigen Kirchensatz, übergab Heinrich Markgraf im J. 1231 dem Kloster Kaisersheim 72), Bischof Siboto hat ihn mit Bewilligung seines Kapitels im J. 1235 demselben einverleibt 73), und den 19. Octob. 12. das Einkommen für den perpetuirlichen Vikar ausgesprochen 7). Das Kloster überließ die Pfarrei zur Dankbarkeit für den Zehenten in Birkach dem Domkapitel, und dieses für die Pfarrei Schwabmenchingen den 22. Aug. 1265 dem Bischof Hartmann 75). Bischof Friedrich I. endlich hat sie den 16. Febr. 1313 mit Genehmigung seines Kapitels der bischöflichen Kammer einverleibt 77). Dahin gehört:

Beuttelnstatt 1 H. 18 S. sammt einer Kapelle. Ä St.

71) S. II. Periode. 72) Originalurk. 73) Eben solche. 74) Eben solche. 75) Gesch. der Bisch. II. B. S. 316. 76) Das S. 406.

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a) Schabringen, Dorf von 25 H. 126 S. mit einem Freythof und der St. Aegidien Kirche, einer ehemaligen Pfarrkirche, in welcher alle pfärrlichen Rechte ausgeübt werden, und alle Sonn- und Feyertäge Meß gelesen wird. Fernere Filiale dahin sind:

1) St. Ulrikan. Chartul. 2) Gesch, der Grafen von Dillingen. 3) Daselbst.

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