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von Werdend erg tmJ.iz?2 eine Frühmesse I), und im 1.1516 gründete BischofHeinrich IV. auf Bitten der Gemeinde und der Kirchenpfleger aus dem Vermögen der Kapelle der heil. Margaret!) bey derselben einBenefizium, und eignete seinen Nachfolgern im Bisthum das Collationsrecht zu 4). Beyde Benefizien wurden in Folge der Zeit mit einander vereiniget. Hieher sind eingevfarrt:

s) B aumgarten, H. G. Glött, ein Dorf von 29 H. 1^6 S. sannnt der Kirche des heil. Leonards, bey der Graf Fuggerv. Glött ein Benefizium errichtete 5), und der Benefiziar an Sonn - und Fevertagen den Gottesdienst halten muß. H St.

K) Weiler, einDorf von 21 H. 112S. j-St. Rieder 13 H. 72 S. H St. Windh ausen 8H. SSS.-^St. Breitwiömühle 11 S. tSt.

II. Anrieb, ein Pfarrdorf im L. G. Zusmarshausen von 36 H. u. 132 S., der heil. Felicitas und ihren Söhnen gewidmet, wo die Edeln von Stein das Pfarrlehen hatten 6), und wahrscheinlich mitderHerrschaftWolfsberg an das Domkapitel veräußert haben.

III. * Burtenvach, ein Markt im L. G. Burgau von i?6 H. u. 1020 S., war fammt dem Kirchensatz ein Eigeythum der Burggrafen Burtenbach, von denen der letzte SproßeUlrich sol

z) Vik. Reg. 4) Gesch. I. «. S. lös. s) S. II. Periode. 6) Matrikel. . . „'"

chenimA 1532 an SebaftianScherrlverkaufte?), der seine Unrerthanen zur Annahme Luthers Lehre im I. 1546 zwang.

IV. Ettelried, ein Pfarrdorf im L. G. Zusmarshausen von 6s H. u. 27? S. verehrt die heil. I. und M. Katharina als Patroninn. Die Le, henschaft der Kirche gehörte den OrtSbesitzer^, von denen die Fraß, die Port« er u. f. w. bekannt sind. Im I. 1556 kam felbe an die Fuggerische Stiftungsadministration, welche sich bey dem Verkauf des OrtS das Prasentationsrecht vorbehielt 8). Dahin gehört:

Engertshofen, 2H; 8 S. t St.

V. Fl^inhausen, ein Pfarrdorf im L. G. Zusmarshausen, hat zz H. u. 163S., und eine dem gekreuzigten Heilande geheiligte Kirche, auf welche das vorige Domkapitel zu Augsburg den Kirchensatz ursprünglich hergebracht hat, welches eine Consirmationsbulle des Pabsts Cölestin II. vom I. 11^3. beurkundet 9).

VI. Freyhalden, ein Pfarrdorf im L. G. Burgau von 62 H. u. 302 S., feyert das Patrotinium am Feste der Verkündigung Marici. Das PatronatSrecht ist mit der Orkslehenschaft, welche ein bischöfliches Lehen war, verbunden, und wur

7) Jntelligenzdlatt des Jllerkreises. L) Jntelligenzblatt.

9) 2l. Osp. ^ueu>t. iu öidl. Log

de von den von Knöringen, von.Srein und jetzt von dem Grafen Schenk von Staufenberg ausgeübt 10).

VII. Gabelbach, ein Pfarrdorf an der Infam im L. G< Zusmarshaufen, beficht in 4i H, u. 20^. S., und hat eine den heil. Martin und Aug«? siin geweihte Pfarrkirche. Die Lehenschaft gehörte den Besitzern des Orts. Zacharias und Anton die Rudolfen, Bürger von Augsburg, überließen sie im I. käuflich dem Spital in Augsburg 11). Das Prafentationsrecht wurde, so wie bey allen dem Spiral zugehörigen Benefizien, immer alternativ von dem Domdekan als Mitpfleger , und von den stadtischen Spitalpflegern ausgeübt. Da von diesem Orte mehrere Einwohner nach ZuömarShausen eingepfarrt waren, und ihnen der Weg dahin sehr beschwerlich siel, so wurden sie auf Vorstellung der Spitalpfleger von dem Bischof Heinrich V. im 1.1621 der Pfarrei Gabelbach einverleibt, wofür dem Pfarrer zu ZuömarShausen als Ersatz der bisherige Zehent gelassen, und dazu noch ein Kapital von 46<z Fl. ausbezahlt worden ist 12). Dahin gehört:

Gabelbacher Gereuth, ein Dorf von 28H. 231 S. sammt der St. Leonards Kirche, bep welcher

10) Matrikel, Spital. Urk. l?) Urk.

ein Schulbeneflzium errichtet wurde II), täglich Got« tesdienst gehalten, getauft, und die Sterbsakramente gereicht werden.

VIII. Glött, Pfarrdorf an der Glött, Hauptort des Herrfchaftsger. Glött von 87 H. ^30 S-, dem heil. M. Georg gewidmet, hatte einen eigenen Adel. Der Kirchenfatz kam an die Grafen von W e rdenberg, von diesen mit Aislingen (Rr.I.) im I. 1/^39 an den Bifchof Fried rich II., welcher solchen an das Kollegiatstift in Dillingen im Jahr 1^g8 vergabt« 1^), das besagte Stift aber überließ das Präsentationsrecht vermög vorliegenden Vergleich den II. Octob. 1681 an die Grasen Fugger

von Glött 2 5). Filiale:

Die Feldmühle 8 S. 5 St.

IX. Grünenbaindt, ein Pfarrdorf im L. G. Züsmaröhausen von 51 H. u. 2Z2 S., unter dem Schutze der heil. Apostel Peter und Paul, war mit dem Patronatörechte im Besitze einigerAugSburgischer Bürger: der P 0 rtner, dann der N i dler, und des H ans Schmids, Landsbergevgenannt, welcher beydes im 1.1^6^ an Hans Lauging er, und dieser im I. 1^92 an das Spital in Augsburg verkaufte. Dieses vertauschte im Jahr 2 50b Grünenbaindt gegen einen Hoszu Bobingen

!Z) S. tt- Periode. ,4) Gesch. der Bisch. IN. V. S. 126. is) Vit. Reg. > ,.

anPhilipp von Stein zu Jettingen, und dessen Nachkommen veräußerten Beydes im 1.1589 «n das Domkapitel 16).

X. Gundremingen, ein Pfarrdorf im L. G. Dillingen, hat 109 H. u. 6«o S., und eine dem heil. B. Martin geheiligte Kirche, welche die Grafen von W e r d e n b e r g mit Aislingen an Bischof Friedrich II. im Jahr 1489 veräußerten, und dieser an sein in Dillingen errichtetes Kollegiatstift im 1.149» vergabte 17). Bey dieser Kirche stiftete der Bischof HeinrichIV., nach einer von feinem Vorfahren Friedrich mit dem Marschall von Pappen heim bey dem Kauf der Hälfte des besagten Dorfs geschlossenen Konvention, im 1.1516 eine Frühmeß, und eignete dem Marschall und seinen Erben bis zu ihrem Absterben das Präsentationrecht zu i«). Hiehergehören:

s) Schnnteubach, ein Dorf im L. G. Burgau von 21 H. 11? S. mit der St. Ursula Kirche, in wel, cher alle Sonntage Gottesdienst und auch Kopulationen gehalten »erden, j St.

d) Jagstetten 1 H. 12 S^ Z St.

XI. Hafenhofen, ein Pfarrdorf im H. G. Glitt von 60 H. u. S20 S., unter dem Schutze der heil. Apostel Peter und Paul, war ein Bur

ld) Schrift! Nachr. i?) Gesch. der Bisch. III, B. S. 147. iL) Daselbst S. 166.

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