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IX. Leder, Pfarrdorf im L. G. Buchloe, hat 106 H. u. 496 S., und feyert das Patrocinium an dem Fest der Verkündigung Mariä. Die ser Ort hatte ehemals seinen eigenen Adel, von dem er sammt dem Kirchenlehen an verschiedene Fa. milien kam. Die Edeln von Rottenstein über ließen beydes im I. 1509 an Ulrich Rehlin ger22), welcher seine Unterthanen die Religion ihrer Väter zu verlassen zwang. Als Hans Fugger diese Herrschaft von Jakob Rehlinger im I. 1535 kaufte, kehrte die wahre Religion wie

19) Chartul des Domkapitels, in dem die Schankungs- und Inkorporations - Urkunde enthalten ist. Aus dieser geht hervor, daß - besagte Pfarrei nicht von Friedrich von Freyberg im J. 1445 an das Spital verkauft, und von Bischof Friedrich II. im J: 1439 demselben einverleibt worden, wie das Intelligenzblatt des Illerkreises vom I. 1815 behauptet, sondern daß dieses vielmehr von der Filial Edratshofen zu verstehen sey. 20) Matrikel. 21) S. Aufkirch, Kap. Kaufbeurn. 22) Matrikel.

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23) Domkapitel Urk. 24) Gesch, der Bisch. S. II. Period. I. K. §. IX.25) Mon. Boic. V, VIII. p. 20.26) Ib. p. 108. 27) Ib: p. 109. 28) Gesch, der Bisch. S. II. Period. §. IX. . . . . . . . . . .

Das Patronatsrecht haftete auf einem Hof daselbst, den der Probst Mangold von Steingaden seinem Mayer zu Ingenried als Zinslehen im J. 1276 überließ. Im J. 1314 den 26. März verkauften Konrad und Ulrich, die Söhne Peters des Advokaten zu Schongau das Patronatsrecht, den Widdum und die Advokazie dem Probst und Kon: vent zu Raitenbuch 29). Dahin wurde einverleibt: St. Lorenz (Nro. X).

XII. Oberdießen, Pfarrdorf im L. G. Buchloe von 37 H. 180 S., unter dem Schutz des heil. Bischofs Rupert, wo das Domkapitel von undenklichen Zeiten her das Patronatsrecht ausgeübt hat 30).

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2L) Raitenhuch. Akten. 50) Matrikel. 51) Urk. v. St. Mang I. Band. 1 .

Konradin an die Herzoge von Baiern, von denen Herzog Wilhelm im I. 1515 am Montag nach St. Ulrichs Tag (9. July) das Ernennungsrecht auf die Pfarrei der Universität Ingolstadt ertheilte, sich und seinen Nachkommen aber das Präsentationsrecht vorbehielt 32). Zur Vermehrung des Gottesdienstes waren folgende Kaplaneien schon im 15ten Jahrhundert gestiftet: 1) die des heil. Nicasius, 2) zum heil. Kreuz, 3) des heil. Vitus, l) des heil. Erasmus, 5) des heil. Sebastians, 6) des heil. Michaels, 7) des heil. Lorenz, und 8) der Bruderschaft 33), welche aber wegen geringem Einkommen auf zwey reducirt wurden. Diese Pfarrei pastorirt: Dornau, mit 14 S., wo eine Kirche unter dem Schutze der heil. Apostel Peter und Paul, nebst einem Freythof sich besindet, und alle pfärrlichen Verrichtungen geschehen. # St. XV. Schwabbruck, Pfarrdorf im L. G. Buchloe, besteht aus 59 H. u. 226 S., und verehrt den heil. Mang als seinen Patron. Den Kirchensaß kauften der Abt Heinrich II., und das Konvent zu St. Mang im I. 1352 von einem, mit Namen Herman 54). Filiale dahin:

32) Mederer, Histor. academ. Ingolstadt. 33) Nach den Statuten des Kapitels vom J. 1495. Die Urkund, der Stiftung sind alle verloren gegangen. 34) Chron. v. St. Mang.

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