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Kapitel Schongau.

DiesesKapitel mußte sich wiederholte Abänderungen gefallen lassen, wie die Illte Periode zeigen wird.

I. Altenstadt, Pfarrdorf im L. G. Schongau, zählt zog Seelen, und feyert das Patrocinium am Fest des heil. Erzengels Michael. Hier stand, zufolge historischer und diplomatischer Entdeckungen aus den Kloster Raitenbuchifchen Akten, die Stadt Schongau, welche in der ersten Hälfte des 2Zten Jahrhunderts an den Ort, wo sie jetzt steht, übersetzt, und darum die neue Stadt, und das ursprünglich ehemalige Schongau die alte Stadt genannt worden ist 1). Beyde Oerter blieben bis auf letztere Zeiten im engsten bürgerlichen Verband. In dieser Altstadt war, wie noch ein Monument über dem Portal der Kirche zeuget, ehemals eine Kommende des Ordens der Tempelherrn, welchen die Kirche, und vermuthlich auch der Kirchensatz gehörte. Nach Vertilgung derselben erhielt solchen, wahrscheinlich durch die Güte der Herzoge von Baiern, der Magistrat der Stadt.

i) Gütig mitgetheilte kritische Bemerkungen des Hr, Dek«us und St«dtpfarrers Schart.

II. Asch, Pfarrdorf im L. G. Buchloe von 206 A 492 S., dem heil. Johann dem Täufer gewidmet, wo ein eigener Adel war, der das Pa«ronatörecht ausübte. Nach einiger Zeit kam es an die Edeln vonFreyberg 2), und von Scha d, und von diesen an das Damenstift St. Stephan in Augsburg s). Filiale dahin sind:

s) Seestall, Dorf von 45 H. 128 S. sammt der Kapelle deö heil. B. Nikolaus, in der das Patroci? nium gehalten wird. .

b) St 0 ck, WallfahrtS Kapelle U.«. F. 6 S. 5 St.

«) Romenkessel g S. ^ St. St. Graßmühle 9 S. Z St. Lechsberg, von Gutenberg pastorirt

III. Bu rken (Burkau), Pfarrdorf im L. G. Füssen von 12? H. u. 544 S., dem heil. M. Stephan geweiht, dessen Kirchenfatz, Widdum und VogteiBifchofBurkard von Georg Schmie? her zu Helmishofen im Jahr 1599. kaufte 5). Außerdem Dorf war eine von Gallus Thoma im 1.163z fundirte Kapelle und Klaufe 6). Eim gepfarrt sind:

Bellenberg 21 S. 1 St. Deisenau 3 S. 1 St. Forchenmühl 4 S. j St. Haßlach 5 H. 22 S. i St. Kienberg 3 H. IIS. 1 Sr. Reißgang 3 H. Ig S. z St. Westerhof 2 S. 1 St.

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IV. Denklingen, Pfarrdorf im L. G. Buchloe, besteht aus 1Z7 H. 73^ S. und einer un

. ter dem Schutz des heil. Erzengels Michael stehen? hende Pfarrkirche, anf welche der Bischof von undenklichen Zeiten her das Collationörecht behauptele. Es war in derselben fchon vor der Kirchentrennung eine Frühmeß, welche durch das Unglück der Zeiten in Abgang kam., und im letzten Jahrhundert neu dotirt wurde 7). Hieher gehören:

a) Osteraufkirch, eine reichlich dotirte Kapelle des heil. M. Stephans.

<' b) Dienhausen, Dorf von 18 H. 105 S. sammt der St. Mangs Kapelle, z St.

e) Hohenwart ^ S. 1 St. Lechmühlen I H' 29 S. Menhofen 5 H. 26 S. i St. .

V. Hohenfurth (Hohenfurch), Pfarrdorf im L. G. Schongau von 4si S., feyert das Patrocinium am Fest der Himmelfahrt Mariä. Die Kirche war ein Eigenthum des Klosters St. Mang in Füssen, und wurde vom Bischof Burkard demselben im I. i4«o einverleibt 8). Im verflossenen Jahrhundert kam sie gegen die Pfarrei Ingenried an Steingaden 9). Hieher gehört:

Grabe» 6 S. 5 St.

7) Gesch. der Bisch. S. Ii. Period. Z. IX. g> St. Mang Chronik. Y) Gesch. der Bisch. S. II. Period. §. ix.

VI. Epfach (Lptaticuill), Pfarrdorf am. Lech im L. G. Scho«gau, von 2Z9 S., ein wegen des heil. Bischofs Wikterp 10) und der heil. Herluka 21) sehr berühmter Ort. Die dem heil. Apostel Bartholomä geweihte Kirche, war ursprünglich, wie es sich aus der Geschichte des heil. W ikterps folgern laßt, ein Eigenthum des Bisthums; kam nach einiger Zeit, vermuthlich als Lehen an einige Layen, unter denen die Edeln von Schwangau waren. Die Brüder Georg und Heinrich von Schwangau verkauften selbe sammt andern Gütern im I. 12L6 an das Kloster Steingaden 12), und die Brüder Bartholoma, Ulrich und Heinrich vergabten an St. Urbanstag 1M5 ihr Eigenthum an dasselbe 1Z). ' Dahin gehören?'! -: .:

's) Die Kapelle des heil. M. Lorenz, welche durch die Grabstätte de« heil. Bischofs Wikterp, und dir Erscheinungen der seel. Herluka bekannt ist lü). In dieser werden achtmal feyerliche Gottesdienste gehal,ten. Z St. , ' .

b) Schwabmühle 10 S. i St Stanhau 9 S. 5 St. ^ .

VII. Jngenried, Pfarrdorf im L. G. Oberdorf, begreift in sich 56 H. u. 215 S.,

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10) Gesch, der Bisch, I.B. S. 99> li) Daselbst. 12) N«n. '^b!°. V. VI. x. 'IZ) Id. z>. S?9.' I4( Gesch. der Kirche I. e. und ll, V- S. 217.' '>'

eine dem heil. M. Georg geheiligte Kirche, welche ein Eigenthum des BiSthumS war. Bischof K o n» rad schenkte sie dem Kloster Steingaden, worüber Pabst Hadrian IV- den Ii. May 1156 15), UndK. Heinrich VI. den H. Sept. 11W 16) ihre Bestätigung ertheilten. Sie ward demselben vollkommen einverleibt, und von Religiösen versehen, bis sie an das Kloster St. Mang vertauscht wurde 1?). Hiehergehören:

s) D ietelri ed, jetzt nur noch 1 H. 7 S. fammt einer Kapelle U. L. F. welche sanimtandern Gütern das Kloster Steingaden von dem Großmeister des Deutsch, ordens Fried rich Wildgrave mit Bewilligung der Brüder zu Moßbrunnen den 7. Dez. 1289 gekauft hat 1»). Z Sr.^ , ^ :'/ ,,, .. . ^

K) Crbenschwang (Erbvlzwang), Dörfchen von 12 H. b9 S. sammt der St. Jakobs Kapelle.

o) Löchlers, 7 H. ^0 S. sammt der Kapelle Christus im Kerker. 5 St. , / .„^ < ,:z

cl) Enkenried 2 H. 12 S. Z St. Hofmadmühle. S S. H Er. Krottenhill 7 52 S. 5 St. ^ i.^ ^

Vlll. K i n sa u, Pfarrdorf am Lech im L. G. Schongau von 276 S. Dem heil. Apostel und Evangelisten Matthaus gewidmet. Die Lehenschaft der Kirche schenkte Herzog Albert von Baiern dem Spital zu Schongau, und der Kardinal und

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IS) V«n. Syic. V. VI. x. 48S. l6) Ib. p. 499> IS) Gesch. der Bisch, S. Ii. Period. iL) ««o. ««>«. I. e. p. 548.

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