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Die Archidiakonen, welche schon im vierten Jahrhunderte erschienen, und aus den Domkapitularn nicht nach dem Alter, sondern nach den Verdiensten, und Kenntnissen gewählt wurden, waren zur Mitverwaltung der Diöces bestimmt. Sie prüften die Ordinanden, und stellten sie dem

3) Gesch. II. B. S. XLIV. c. /

Bischofe vor; sie instituirten die Pfarrer, sie schlichteten die geringeren, auch die gegen die Erzpriester entstandene Streite und Klagen; sie visitirten die Kirchen ihres Bezirkes; hielten Senden und Sendgerichte, und suchten dadurch die guten Sitten, und den frommen Wandel unter den Geistlichen und Laien aufrecht zu erhalten 1). Als sie, von ihrer ausgedehnten Macht aufgeblasen, den Bischöfen immer lästiger wurden, und ihrem Amt nicht mehr gewachsen waren, schränkten die Bischöfe ihre Jurisdiktion nach und nach ein, und setzten ihre geistlichen Gerichte: die Consistorien und Vikariate ein 2). Spuren von geistlichen Gerichten findet man in unserer Diöces schon im Jahr 1219. 5), und die Archidiakonen bis zu Ende des 13ten Jahrhunderts ). Nach ihrem Abgang blieb nur noch der Archidiakon der Kathedralkirche übrig, welcher einige Gerichtsbarkeit über einige Pfarreien in der Umgegend von Augsburg und der domkapitelschen Patronate hatte, . . . Den Archidiakonen waren die Erzpriester, welche den Kapiteln vorstanden , untergeordnet. Sie mußten die Kandidaten ihres Bezirkes dem

1) Schenk Instit. Jur. Eccles. I. P. p 386. Bingham Orig sive Antiq. eccles. VI. L. 2. §. I. et sqq. p. 828. 2) Gesch. der Bisch. II, B. S. 541. 5) Daselbst. 4) Urk. B. Arch.

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5) Schenkll. c, P.335. 6) Collectio Synod, a Steinero edita.

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