Paul Jos. Šafařík's Geschichte der südslawischen Literatur, aus dessen handschriftlichem Nachlasse herausg. von J. Jireček

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Josef Jireček
1864
 

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Seite 36 - Kaiscrthunis, der Wiener Literaturzeitung, den durch einige Zeit von ihm redigierten Jahrbüchern der Literatur, und selbst im österreichischen Beobachter zerstreuten kritisch - philologischen Aufsätze verdienten nicht nur wegen ihres durch Scharfsinn, Gelehrsamkeit, fruchtbare Ideen usw ausgezeichneten Inhalts, sondern selbst wegen ihrer originellen Darstellungsweise gesammelt und vereint herausgegeben zu werden. Eine solche Sammlung, bestimmt den kritischen Sinn...
Seite 180 - rogatus a vobis ut libellum: Gothorum, quod latine Slavorum dicitur Regnum, quo omnia gesta ac bella eorum scripta sunt, ex Slavonica litera verterem in Latinam, vim inferens meae ipse senectuti .... vestrae postulationi parere studui; verum tarnen nullus legentium credat, alia me scripsisse praeter ea, quae a patribus nostris ex antiquis senioribus veridica narratione referre audivi.
Seite 15 - Wittenberg auf, um daselbst den Druck seiner Bibel zu besorgen. Gegen das Ende seines Lebens, im J. 1585, trafen ihn noch harte Drangsale. Er wurde nämlich von Christoph Freiherr von Augsberg nach St Kantian (Skocjan, wird insgemein als ein Wort ausgesprochen) in Auersperg (Turjak) zum Pfarrer berufen und eingesetzt, aber durch die Katholischen von der Pfarre vertrieben. „Doch gedachter Freiherr behielt ihn heimlich bei sich, in einer gewölbten Kammer unter dem Pferdestall vor dem Schloss, wo...
Seite 10 - Uebersetzung von Luthers Hauspostille, indem er auf seinem Krankenlager die letzten Perioden seinem Schreiber dictierte. An seinem Todestage wurden von ihm seine Schulden noch angegeben, hingegen allen Armen, an die seine Erben Ansprüche machen konnten, die Schulden geschenkt und erlassen. Er starb ruhig und froh; unter so vielen Veränderungen, Arbeiten und Mühseligkeiten hatte er das 78.
Seite 383 - Vorbemerkungen. Die Literaturgeschichte der Serben sollte, um vollständig zu sein, die literarischen Produkte aller Zweige dieses Stammes nämlich der eigentlichen Serben und Bosnier, der Dalmatiner, ferner der Gränz-Kroaten und Slawonier, gleichmässig umfassen; denn alle diese Volkszweige sprechen im Grunde nur eine, wiewohl nach Gegenden verschiedentlich geartete Mundart, und ihre Literatur bildet der Sprache und hiemit dem Wesen nach ein grosses zusammenhängendes Ganze. Indessen brachte eine...
Seite 14 - Trübem überlegen. Doch liess er sich auch überflüssige Neuerungen zu Schulden kommen, und in der Aufnahme dalmatischer Wörter, ohne ihre dialektische Form zu ändern und der windischen Mundart anzupassen, machte er ebenfalls häufige Missgriffe. (Vgl. Kopitar's Gramm. S. XXXV und besonders S.
Seite 384 - Erschöpfung und leichteren Uebersicht wegen wollen wir uns hier auf die Geschichte der Literatur der Serben griechischen Ritus beschränken, und nur ausnahmsweise hie und da einen Blick auf cyrillische Schrifterzeugnisse der römisch-katholischen oder der Protestanten werfen. Bei einer ändern Gelegenheit wollen wir uns auf eben diese Weise der Literaturgeschichte der katholischen Serben ausschliesslich widmen. Durch dieses Verfahren wollen wir der ohnehin bekannten genetischen Einheit des serbischen...
Seite 13 - Kärnten beziehen wollte, starb sie auf der Reise zu Wien, den 16. Nov. 1565 in dem Alter von 31 Jahren. (Ueber Ungnad findet man Nachrichten in M. Drehser's Ungnadische Chronika. Lpz. 1602. 4°. 123 S., Schnurreis Slaw.
Seite 13 - ... seinem Aufenthalte das Land Würtemberg, und der Herzog überliess ihm in dem Städtchen Urach zu seiner Wohnung den Münchhof, das ehemalige Stift St. Amandi. Er behielt den ungehinderten Genuss der Einkünfte von seinen Gütern, und hatte so wenig Mangel zu leiden, dass er leicht seinen Secretär, seinen Stallmeister und überhaupt einen kleinen Hof halten konnte. Auf die Ausgabe der windischen und kroatischen Bücher machte er in den nächsten Jahren einen beträchtlichen Aufwand von seinem...
Seite 7 - Freilich blieb Trüber auch als Prädicant zu Laibach in Verbindung mit der Anstalt in Urach. Zwischen beiden Orten wurde ein lebhafter Verkehr unterhalten. Eine Anstalt von so weitem Umfange musste, das fällt in die Augen, einen nicht geringen Aufwand verursachen. K. Maximilian, mehrere Reichsfürsten und freie Städte steuerten dazu bei. Die Bücher hatten freilich wenig Abgang, und nichts ist begreiflicher als dieses. Bücher werden in der Regel nur von denjenigen gesucht und genommen, welche...

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