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DER MEISTER. SOLO.
Allegro. Und dies sey fortan ihr Beruf,
Wozu der Meister sie erschuf!
Hoch über'm niedern Erdenleben
Soll sie im blauen Himmelszelt
Die Nachbarin des Donners schweben ,
Und gränzen an die Sternen welt,
Soll eine Stimme seyn von oben ,
Wie der Gestirne helle Schaar,
Die ihren Schöpfer wandelnd loben
Und führen das bekränzte Jahr.
Nur ewigen und ernsten Dingen
Sey ihr metallner Mund geweiht,
Und stündlich mit dem schnellen Schwingen
Berühr im Fluge sie die Zeit,
Dem schicksal leihe sie die Zunge,
Selbst herzlos, ohne Mitgefühl,
Begleite sie mit ihrem Schwunge
Des Lebens wechselvolles Spiel.
Und wie der Klang im Ohr vergehet,
Der machtig tönend ihr entschalt,
So lehre sie, dass nichts bestehet,
Dasz alles Irdische verhallt.

Andante. Jetzo mit der Kraft des Stranges
Wiegt die Glock' mir aus der Gruft
Dass sie in das Reich des Klanges
Steige, in die Himmelsluft,
Ziehet ! ziehet, hebt!

CHOR.
Sie bewegt sich , schwebt ,
Allegro. Freude dieser Stadt bedeute,
Fried e sey ihr erst Geläute.

DIBLIO

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