Wahrscheinlichkeit

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Walter de Gruyter GmbH & Co KG, 17.08.2015 - 236 Seiten

Während in den experimentellen Wissenschaften fast ausschließlich von statistischer Wahrscheinlichkeit die Rede ist, verstehen in der Philosophie einflussreiche Bayesianer Wahrscheinlichkeit durchweg im subjektiven Sinn rationaler Glaubensgrade, wogegen die dritte Gruppe der mathematischen Wahrscheinlichkeitstheoretiker diesen Interpretationskonflikt ignoriert. In diesem Buch wird die Auffassung vertreten, dass man beide Wahrscheinlichkeitsbegriffe benötigt, weshalb ein dualistischer Ansatz entwickelt wird, dem es darum geht, Brückenprinzipien zwischen beiden Wahrscheinlichkeitsbegriffen herauszuarbeiten. In Anlehnung an einen bekannten Passus von Kant lässt sich die dualistische Position so formulieren: Subjektive ohne statistische Wahrscheinlichkeitstheorie ist blind, statistische ohne subjektive Wahrscheinlichkeitstheorie ist leer. Die dualistische Position bedeutet jedoch nicht, dass alles, was in beiden Positionen behauptet wurde, übernommen werden kann; dies würde zu Widersprüchen führen. In beiden Positionen müssen gewisse Anteile fallen gelassen werden, um zu einer kohärenten dualistischen Wahrscheinlichkeitstheorie zu gelangen.

 

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abduktiv abhängig aktuale Akzeptanzintervall Algebra Annahme aufgrund Ausgangsverteilung Ausgangswahrscheinlichkeit Basisaxiome Bayesianer Bayesianismus bedingte Wahrscheinlichkeit Beispiel beliebige besitzt bestimmt beträgt Beweis von Satz Binomialverteilung Carnap daher definiert Definition Disjunktion Einwand empirische endlichen Endwahrscheinlichkeit engsten Referenzklasse epistemische Wahrscheinlichkeit Ereignisse Erwartungswert Evidenz Extension fairen Wettquotienten Fall Folgenden folgt Formeln gegeben Gehaltselemente gemäß genuine Bestätigung Gesetz der großen gibt gilt Glaubensfunktion Glaubensgrade Gleichverteilung Grundfolge Häufigkeit Häufigkeitsgrenzwert Howson/Urbach 1996 impliziert Indifferenzprinzip Individuen Individuenbereich Individuenkonstanten Individuenvariablen Individuum induktiven Schließens induktives Lernen Intervall Konditionale Konditionalisierung Konfidenzintervall Konjunktion kontinuierliche Korrelation Kurvenfitten Likelihood logisch mathematischen Menge mengenalgebraischen Merkmal Methode mithilfe möglichen Welten Möglichkeitsraum muss Normalverteilung null objektiven p(AB P(Fa p(Fx Partition Population Prädikate Prädikatenlogik probabilistische Propensitäten Propositionen rationale relevante Schurz signifikante singuläre Propensitäten somit statistische Wahrscheinlichkeit statistischer Hypothesen Stellenauswahlen Stichprobe Stichprobendifferenz Stichprobenhäufigkeit Stichprobenresultat subjektive Wahrscheinlichkeit unabhängig unendlich unserer Unterschied Variablen Vertauschbarkeit Verteilung Wahrscheinlichkeitsbegriff Wahrscheinlichkeitsfunktion Wahrscheinlichkeitsmaß Wahrscheinlichkeitstheorie Wahrscheinlichkeitsverteilung Wert Zahlen Zufallsexperimentes Zufallsfolgen Zufallsstichprobe

Über den Autor (2015)

Gerhard Schurz, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

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