Lohr am Main: Der ehemalige Landkreis – Historischer Atlas von Bayern (HAB)

Cover
Kommission für bayerische Landesgeschichte (KBL), 01.01.2007 - 482 Seiten

Der Band Lohr des Historischen Atlas von Bayern, Teil Franken, beschreibt die geschichtliche Entwicklung des ehemaligen Landkreises, wie er bis zur Gebietsreform 1972 bestand. Das Maintal von Langenprozelten über Lohr bis Rothenfels und die ausgedehnten Spessartwälder mit den Amtssitzen Rothenbuch und Frammersbach verleihen dem Untersuchungsraum

seine besondere landschaftliche Charakteristik. Das von dem Würzburger Bischof Megingaud gegründete Benediktinerkloster

Neustadt am Main zählte im Frühmittelalter zu den wichtigsten Konventen Ostfrankens. Zwischen dem Erzstift Mainz im Westen und dem Hochstift Würzburg im Osten behaupteten die Grafen von Rieneck vom Hochmittelalter bis zu ihrem Aussterben 1559 einen adeligen Machtblock mit der Stadt Lohr als Zentrum. Nach der Übernahme der rieneckischen Positionen konnten die beiden geistlichen Fürstentümer für Franken ungewöhnlich geschlossene Herrschaftsräume etablieren, nur die Freiherren von Hutten behaupteten mit dem Rittergut Steinbach ihre Unabhängigkeit. In der Umbruchsphase am Ende des Alten Reiches kamen große Teile der Region an den Dalberg-Staat sowie die Großherzogtümer Würzburg und Baden, ehe der Raum schließlich ganz bayerisch

wurde.

Für jeden Ort werden in einer Statistik am Ende des Alten Reiches (um 1800) die einzelnen Herrschaftsträger mit ihren Rechten und Besitzungen detailliert aufgelistet. Zwei großformatige Kartenbeilagen veranschaulichen die Ergebnisse. Der vergleichenden Landesgeschichte wie auch Heimatforschern und allen historisch Interessierten steht damit ein auf zuverlässiger Quellenbasis erarbeitetes Überblickswerk zur Verfügung.

 

Was andere dazu sagen - Rezension schreiben

Es wurden keine Rezensionen gefunden.

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Bibliografische Informationen