Proben eines Wörterbuches der österreichischen Volkssprache mit Berücksichtigung der älteren deutschen Mundarten

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C. Gerold's Sohn, 1865 - 72 Seiten
 

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Beliebte Passagen

Seite iii - ... des Gymnasiums zu den Schotten in Wien. 1865. 8. 72 S. Der erste Versuch dieses Idioticons erschien 1861. Dieser zweite ist seiner Anlage nach von jenem sehr verschieden. Während jener nur die lebende Volkssprache berücksichtigte, so hat jetzt der Verfasser seinen Plan bedeutend ausgedehnt und will die ganze Entwicklung der österreichischen Sprache, vom 13. Jahrhundert bis auf die Gegenwart, nach den vorhandenen Quellen nachweisen. Daher hat er angefangen, die ganze österreichische Literatur...
Seite iii - ... 16., 17. Jhd., auszuziehen," wobei ihn Schüler unterstützten, so daß er bereits eine Sammlung von 100.000 Zetteln angelegt hat. — In Bezug auf vorliegende Veröffentlichung sagt der Verf.: „ es handelte sich zunächst darum, die Berechtigung meiner Arbeit neben dem großartigen Werke Schmellers nachzuweisen. Deshalb wählte ich für diese Proben die Buchstaben R und S, weil diese von Schmeller am ausführlichsten behandelt sind, und bearbeitete hauptsächlich solche Artikel, die bei Schmeller...
Seite 39 - Schleckabartl ,Ruf, wenn man Jemand wegen einer Unannehmlichkeit, die ihn getroffen hat, auslacht und dabei den Zeigefinger der einen Hand mit dem der ändern streicht.
Seite x - Naturbilder aus dem Leben der Gebirgsbewohner in den Grenzalpen zwischen Steyermark und dem Traunkreise.
Seite 19 - ... Petrus. Du hast den namen mit der that. Symon. Wolan, es ist nit grosser schadt. Was hulffs, ob ich gleich Ironimus wer. Preütigam. Do setz dich zu den weibern her, Du fügst dich nur gar wol zu jn Ir weiber nemb den Symon hin Und wart jm nur gar vleissig auß, So lest er euch sein herr im hauß. Anna. Do setzt euch her zu mir heran Ich hab euch lieber dan Colman. Thobias.
Seite 55 - Schwerack (~-), m., bezeichnet jetzt hauptsächlich einen körperlich kräftigen, geistig aufgeweckten Menschen , wird auch gern von Kindern gebraucht, Schelm, Schalk.
Seite 19 - Da thu ich nil, herr Preütigam! Preütigam. So sitzt doch, wie ichs habn wil, Die weiber haben prengs gar vil! Ich such noch ein, der geth mir ab, Glaub das ich Symon verloren hab, Wie khumbts, das er sich nit herschickt? Thobias. Mit weiber gschefft ist er verstrickt! Es wol mich dan mein syn betriegn, MUSS er dohaim vors kindlein wiegn. Preütigam. Schweigt stil, er kumbt gleich jetz doher. Symon. Möcht leicht, das ich der letzte wer. Preütigam. Es felt nit vil, wo seit jr plibn.
Seite 4 - Ihm der Zechentner verfallen Zug und wagen, und soll den Zechentner mit ainer Raichgapl durch das güpl ausswerfien (1579X Kaltenb. Fant. 1, 511. Noch jetzt Raachgab'l f. Ab raichen (a'raacha'), vrb., einem etwas, ihn um Geld bringen. Er raacht eam 's ganze Geld a'.
Seite 72 - Bei dem sieht man doch ganz g'wiss, Was der für ein Geisteskind is — Ein Strizi, ein Strizi — is der doch ganz g'wiss.
Seite 25 - Da kommen s' mir just so vor, wie d' klein Kinder, die den ganzen Tag den Sutzel im Maul hab'n.

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