Grammatik der Grönländischen Sprache: mit theilweisem Einschluss des LabradordialectsG. Reimer, 1851 - 182 Seiten |
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Häufige Begriffe und Wortgruppen
1ste 1sten pers 2ten 3ten classe 3ten pers Ablativ abth adjectiv adverbien angehängt anhänge anhängewörter anhangsstämme appositionen aussak bedeutung beiden besitz besonders boot casus casus obliquus Cjnct conjunctionen consonanten daher dialect e-suffixe eigenthümliche eigentlich einander einige endconsonant endung endvocal erst fall folgende form gebildet gebraucht gegenstand gegenstandswörter gehängt gehen gehört geht Genitiv gewöhnlich giebt grönl grönländische sprache grönländischen gross halbtr halbtransitive handlung häufig hauptredewort haus igdlo Indic Infin Infinitiv intransitive inuit inuk kajak komint kommen kommt letzten lich macht mehrh mehrheit mehrheitsform Modalis namentlich näml nennwörter Nominalpart nuna land object Objectiv Optativ Particip passive personwörter personzeichen präpositionen project rede redewort sagt satz schneehuhn seehund selbstständigen Shjnct soll stämme stammwort statt stehen steht subject Subjectiv suff suffix sylbe takuva er sieht tássa tauv Terminalis thatziel theil thun thut transitiven tunivâ umiak unsern untergeordnet verlängerung viel vocal vorkommen wörter zahlwörter zusammengesetzten zuweilen zwei zweiheit
Beliebte Passagen
Seite 16 - ... (Vial.) abends, — und das artverhältniss auf Handlungen: oKautsinik (Mod.) mit Worten, u. dgl.; auch sind einige andere beziehungsverhältnisse körperlicher gegenstände, die den obigen zwar nicht gleich, aber ähnlich sind, mit unter dieselben verhältnissfälle gebracht, zb tugtumit (Abi.) mikivoK von einem rennthier (ausgegangen) ist es klein, dh es ist kleiner als ein rennthier.
Seite 15 - subject" gewöhnlich im allgemeinen denjenigen gegenstand versteht, von welchem — auf die frage: wer?' — • im satz die rede ist, gleichviel ob derselbe ein object hat oder nicht, so ist liier ein- für allemal zu bemerken, dass im grönl. ein subject ohne object undenkbar ist. Darum, und weil die benennung „subject" hier ausserdem auch für den besitzer in anspruch genommen ist, so ist im folgenden überall, wo der (auf die frage: wer? stehende) gegenstand der rede im allgemeinen und ohne...
Seite 14 - Nämlich wenn zwei gegenstände als subject und oliject, dh entweder als thäter und thatziel, oder als besitzer und besitz durch ein suffix mit einander verbunden sind (gleichviel ob beide genannt sind oder nicht), so hat das wort, was das subject — den thäter oder besitzer — benennt, subjective form, und das, was das object — das thatziel oder den besitz — benennt, objective form...
Seite 37 - Hinsichtlich der Zählweise ist zuerst zu bemerken: Man zählt im Grönländischen nicht wie bei uns, bis 10, 'sondern nur bis 5, dh nur die eine Hand zu Ende; dann fängt man mit denselben Zahlwörtern an der ändern Hand an , und darauf eben so erst an einem und dann am ändern FUSS. Sind alle Finger und Zehen ausgezählt, so ist „ein Mensch zu Rade" [also genau wie im Vei], und man fängt dann am zweiten Menschen an; wenn auch der zu Ende ist, am dritten
Seite 17 - Verbalausdrucke anbelangt, so findet sich die erste gar nicht vor. Die Zeit (gegenwärtig, vergangen, künftig) der Handlung wird zwar nicht ausgedrückt, „ist aber dennoch deutlich, weil, wenn das Erzählte nicht gerade vor Augen geschieht, man vernünftiger Weise nicht anders annehmen kann, als dass es bereits geschehen ist, denn von völlig Ungeschehenem kann man nicht anders reden, als wunschweise, dh im Optativ.
Seite 15 - ... pas exclusivement ni essentiellement locaux dans le sens massif et concret de ce terme, mais qu'ils s'appliquent indifféremment aux divers ordres du phénomène objectif, qu'il s'agisse de relations dans l'espace, dans le temps ou dans la sphère purement abstraite ou logique: »Die erste auffassung dieser Verhältnisse ist rein sinnlich, dh sie finden zuerst und eigentlich statt bei körperlichen gegenständen, wo man grade so, wie hier angegeben, fragen kann. Dann aber sind dieselben Verhältnisse...
Seite 68 - Dieses hat wahrscheinlich die Veranlassung gegeben zu einem in schriften sehr häufig vorkommenden missbrauch des Particips, indem es gradezu als Indic.
Seite v - Königseer, sind Kleinschmidt natürlich bekannt, im Vorwort zu seiner Grammatik beurteilt er sie so: „Egedes grammatik war der bahnbrecher, nicht nur in dieser sprache, sondern in dieser art von sprachen überhaupt, daher sie nicht nach gewöhnlichem maasstab beurteilt werden darf. Von den beiden spätem steht die Königseer'sche noch ganz auf europäischem (resp. lateinischem) standpunkt. Wogegen Fabricius sich in manchen stücken in einem für seine zeit allerdings bemerkenswerthen grade von...
Seite 4 - Europäer, von welchen die grönl. sprache in schrifI gebracht ist, haben sich dazu von anfang an, wie auch hier geschehen, der lateinischen schriftzeichen bedient, aber nach verschiedenen grundsätzen, und zum theil ohne genügende klarheit über das eigenthümliche wesen der sprache zu haben. So kommt es, dass man bald einen laut auf zwei oder drei verschiedene weisen geschrieben, bald einen buchstaben für zwei oder drei verschiedene laute angewendet findet, nicht nur in verschiedenen büchern,...
Seite 37 - Grönl. Gramm. §. 42. auf, wo zu lesen steht: „Hinsichtlich der Zählweise ist zuerst zu bemerken: Man zählt im Grönländischen nicht wie bei uns, bis 10, sondern nur bis 5, db nur die eine Hand zu Ende; dann fängt man mit denselben Zahlwörtern an der ändern Hand an , und darauf eben so erst an einem und dann am ändern FUSS. Sind alle Finger und Zehen ausgezählt, so ist „ein Mensch zu Ende...
