Das ärgerliche Leben und schreckliche Ende des vielberüchtigten Erz-Schwarzkünstlers Johannis Fausti

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Kurtz, 1838 - 237 Seiten
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Seite 213 - Will! O du Blinder und Unverständiger, der du deine Glieder, Leib und Seele so blind machest, blinder als blind! O zeitliche Wollust, in was Verderben hast du mich geführet, daß du mir meine Augen so gar verblendet und verdunckelt hast! Ach mein schwaches Gemüte, du meine betrübte Seele, wo ist, wo bleibet deine Erkäntniß?
Seite 197 - Standes, daß du allenthalben wehrt und angenehm wärest, das alles must du selbst sagen und bekennen. Weiln nun aber deine bestimmte Zeit der 24. Jahr bald wird aus seyn, daran ich mein Pfand nehmen und holen will, als gebe ich anjetzo dir meinen Dienst auf, den ich dir doch jederzeit treulich habe geleistet : so halte du mir auch treulich, was du mir versprochen hast. Dein Leib und Seele ist nun mein, darein gib dich nur willig; und ob du schon weitest hierüber unwillig werden, so beschwerest...
Seite 186 - J-Doch wird er dir noch zur Zeit nicht zu Willen werden, bis erst nach meinem Tod, und diesem gib den Namen Auerhan, denn also heisst er. Darneben bitte ich dich, daß du meine Kunst, Thaten und wunderliche Abentheuer, die ich bisher getrieben, wollest fleissig aufzeichnen, die zusammen schreiben, und in eine Histori bringen; darzu dir denn dein Geist...
Seite 31 - Hertzen zu verbessern : allein D. Faustus trachtete nur dahin, wie er seine Wollust und Mütlein in dieser Welt recht abkühlen möchte , und war eben auch dieser Meinung , welcher jener...
Seite 210 - Wer nun diesem Unglück und ewiger Gefahr entgehen will, der halte sich an das Wort! so wird er finden, daß unser lieber GOtt einen...
Seite 32 - Sinn und Verstand begehret und haben will, und soll an nichts Mangel erscheinen, und so denn dem also seyn wird, so verschreibe ich mich hiermit mit meinem eigenen Blut, welches, wie ich gleichwol bekennen muß, daß ichs von dem GOtt deß Himmels empfangen habe, daß ich dasselbe und auch diesen meinen Leib und Gliedmassen, so mir durch meine Eltern gegeben, und alles was an mir ist...
Seite 213 - Hoffnung, da deiner nimmermehr gedacht wird ! Ach Leid über Leid, Jammer über Jammer, wer wird mich daraus erlösen ? wo soll ich mich verbergen? wohin soll ich mich verkriechen oder fliehen? ja ja, ich sey gleich wo ich wolle, so bin ich gefangen.
Seite 106 - Mondenschein gewar , und gäbe also deß Dieners Anbringen Glauben: alsbald war die Thür eröffnet, D. Faustus aber von allen freundlich empfangen ; dessen Pferd durch den Knecht in den Stall geführet und gefüttert wurde. Die erste Frag war, daß die gesamten Gäste zu wissen verlangten, wie er doch so bald, und eher sie sich dessen versehen hätten , von Prag wieder käme ? er antwortet kurtz hierauf, da ist mein Pferd gut darzu. Weilen mich die sämtlichen Herren so sehr da zu seyn gewünschet,...
Seite 76 - Hauen und Hennen, Rephüner und Haselhüner, (wider die Gewonheit) Kränche, Raiger, Schwanen, Störche, usf 'ohne Scheue. Oben am Hause hat er ein Taubenhaus, darinnen fliegen ein und aus Tauben von vielerley raren Farben, auch welches zu verwundern, wilde, und Holtztauben. Diese und noch mehr andere Lustbarkeiten mag man allda sehen : jedoch lasset er nicht einen jeden hinein in solch seine Behausung, sondern nur die ihme angenem, auch alles was sie sehen, warnemen und hören, bey sich und in...
Seite 57 - Geist sagte ja, und zwar nicht viel änderst, als wie auf dem Erdreich die Gärten und lustbare Wälder anzusehen, jedoch in etwas unterschieden: das Gras, wie es GOtt erstlich erschaffen hat, also stehet es annoch da, und hat Adam und Eva sich niemaln genug über die schöne helle, anmutige und bunde Farben, mit welchen es vermenget ist, verwundern können. Was die Bäume belanget, die seynd so hoch, daß das...

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