Das Landgericht Ried: Historischer Atlas von Bayern (HAB)

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Kommission für bayerische Landesgeschichte (KBL), 01.01.2017 - 700 Seiten

Das Landgericht Ried, das etwas kleiner als der spätere gleichnamige Bezirk war, gehörte zu den großen Landgerichten des von vielfältigen Herrschaftsstrukturen geprägten Herzogtums Bayern. Im Zuge der Arbeiten am Historischen Atlas wird versucht, diese Strukturen im Rahmen der niedrigen verwaltungsmäßigen Gliederungen (das waren die Landgerichte) darzustellen.

Im vorliegenden Band wird zuerst die Entwicklung vom Rottach- und Mattiggau der agilolfingischen Zeit bis hin zur vornbachischen, dann andechsischen Grafschaft Schärding-Neuburg nachgezeichnet, zu welcher der Untersuchungsraum bis in die Mitte des 14. Jahrhunderts gehörte. Im Zuge des Herrschaftsausbaus der Wittelsbacher entstand das Landgericht Ried, das durch zahlreiche Hofmarken geprägt war. Neben adeligen Herren wie z. B. den Grafen von der Wahl auf Aurolzmünster dominierte vor allem das Domkapitel Passau die grundherrschaftlichen Strukturen.

Im Zentrum der Untersuchung steht wie bei allen Bänden des Historischen Atlas von Bayern die statistische Güterbeschreibung, welche jedes im 18. Jahrhundert existierende Anwesen mit Angabe der Grundherrschaft und der Niedergerichtsbarkeit erfasst.

Die 1779 erfolgte Abtrennung von Bayern, die napoleonischen Wirren sowie die bis heute gestaltgebenden Umwälzungen des 19. Jahrhunderts umfassen den letzten Teil des Bandes.

 

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