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Zeit a) In der Vorrede zur Anleitung zur Technologie. %) Man sehe meine Beyträge zur Geschichte der Erfindungen. Zweytes Stück S. 297.

Zeit zu Zeit neue unnütze Kunstwörter von Schriftstellern und Uebersetzern aufgedrungen,

welche die richtige Terminologie nicht haben erlernen mögen. Aber wenn auch der fleißigste Lericograph alle zugängliche Werkstellen ausgefragt, und alle vorhandene Bücher ausgeschrieben hat, wie wird es ihm möglich seyn, die zahllose Menge der Provinzialwörter aufzufangen, die noch kein Idioticon gesammlet hat! Wie sehr wird ihm die Arbeit durch die fehlerhafte Aussprache der Künstler, durch die noch von keinem Grammatiker bearbeitete Etymologie und Orthographie derselben vervielfältigt! Denn die Wörterbücher und Sprachlehren der lebenden Sprachen erstrecken sich nur noch über den kleinsten, allgemeinsten und leichtesten Theil der Sprachen; sie gleichen dem Natursystem der Alten, die darinn nur die bekanntesten, leicht kenntlichen Pflanzen und Thiere aufführt ten, von denen man also gewiß nicht sagen kann, daß sie einem Linne vorgearbeitet haben. So nützlich, aber auch so ungeheuer groß ist der Plan des technologischen Wörterbuchs! – und nichts desto weniger hat man ihn noch weiter ausgedehnet! – Auch die Terminologie aller Theile der Landwirthschaft, der Gärtnerey, des Forstwesens, der Viehzucht, der Jagd, der Fischerey, ferner der Bergwerkskunde, des Hüttenwesens, der Handlung u. s. w. ist mit hieher gezogen worden, und zwar nicht ohne Ursache. Die Wissenschaften, so verschieden sie auch den Anfängern zu seyn scheinen, nähern sich doch dergestalt einander, daß die Gränzen schwer zu erkennen und zu bestimmen sind, so daß der, welcher sie großen Theils überschauen kann, die Säule des Phidias zu sehen glaubt, an welcher keine Fugen bemerklich waren. Man hielt es also für zuträglicher, über die gewöhnlichen Gränzen der Technologie hinauszugehen, um soviel möglich alles zu fassen, was jemand hier erwarten möchte. Inzwischen ist man auch, sobald man sicher über die Gränzen zu seyn glaubte, nicht weiter gegangen, um sich nicht ins Unendliche zu verirren. Wenn also manche Kunstwörter der Oekonomie, Metallurgie und der Handlung hier nicht vorkommen, so wird es kein Fehler seyn, zumal da diese schon in besondern Werken reichlich gesammlet sind. Wenn man die bisher angeführten überaus großen Schwierigkeiten bey Ausarbeitung eines solchen Wörterbuchs überdenkt, so wird man neugierig werden, von demjenigen, der dazu Kenntniß, Zeit, Geduld, Muth und die dazu nöthigen Gelegenheiten gehabt hat, einige Nachrichten zu erhalten. Folgende werden deswegen vermuthlich nicht mißfallen. Herr Johann Karl Gottfried Jacobsson ist im Jahre 1725 zu Elbing in Preußen gebohren. Sein Vater, ein Kaufmann, ließ ihn auf dem dortigen Gymnasium die Anfangsgründe

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